Liedtexte

1 All meine Sehnsucht
2 Amen (Groß bist du)
3 Atem Gottes, komm
4 Auf allen Wegen (Gott geht mit II)
5 Aufbrechen
6 Aus der Wurzel treibt hervor
7 Ausgebrannt und leer
8 Ausgesetzt
9 Bleibe bei uns, Herr
10 Come, Holy Spirit, Come
11 Da Himmel hot a Loch
12 Da sein (mit Herz und Haut und Haar)
13 Danke, Gott, du bist gut
14 Das Gehen ist mein Lied
15 Das Leben besiegt den Tod
16 Das Lied vom Gottesknecht
17 De profundis (Aus der Tiefe)
18 Deine SĂŒnden sind dir vergeben
19 Dein Wort, o Herr
20 Der den Judas nach Hause trÀgt
21 Deus meus et omnia
22 Die Gaben dieser Erde
23 Die Mitte bist du
24 Doch kann mich nichts von dir trennen
25 Du bist fĂŒr mich
26 Du bist nicht, Gott
27 Du fĂŒhrst mich in die Weite
28 Du, Gott, sinnlich
29 Early Morning
30 Ehre dem Vater
31 Ehre sei Gott in der Höhe
32 Ein Gott mit vielen Namen
33 Ein guter Ort zu leben
34 Ein Licht durchbricht die Nacht
35 Eins mit mir
36 Ein Wort des Lebens
37 El Rachum
38 Emmanuel
39 Er richtet die Gebeugten auf
40 Es kommt der Tag des Herrn
41 Es leuchtet schon das erste Licht
42 Es tut gut, bei dir zu sein
43 Folge deinem Stern
44 Fragen an der Grenze
45 Geborgen in Gottes starker Hand
46 Geh deinen Weg (Geh mit Gott)
47 Geh mit uns in diese neue Zeit
48 Gib uns deinen Geist
49 Gib mir, Herr, lebendiges Wasser
50 Gloria rufen wir dir zu
51 Gott, bring mein Innerstes zur Ruhe
52 Gott, es lobt dich Schwester Sonne
53 Gottes Wort begleitet uns
54 Gottes Wort geht mit
55 Gottes Wort wird Fleisch
56 Gott geht mit
57 Gott hat uns die Erde
58 Gott ist im Kommen
59 Gott, lenke meine Schritte
60 Gott, mein Herz ist ohne Ruh
61 Gott, wir danken dir
62 Gott, wir rufen zu dir
63 Halbwegs unterwegs
64 Halleluja - Lobt mit mir Gott
65 Hand in Hand
66 Heilig bist du
67 Heilig bist du, Gott
68 Heilig, heilig, heilig, Herr
69 Herr, fĂŒr deine Liebe
70 Herr, ich bin bedĂŒrftig
71 Herr, ich will dir danken
72 Herr, mit meiner Schuld
73 Herr, segne und behĂŒte uns
74 Herr, sieh auf die Gaben
75 Hoffnungsspur
76 Hosanna dem Sohne Davids
77 Höchster und glorreicher Gott
78 Ich bin da
79 Ich bin fĂŒr dich da
80 Ich singe nicht allein
81 Ich bin und bin noch nicht
82 Ich fall immer wieder
83 Ich lasse mich ein
84 Ich werde finden
85 Immer noch auf dem Weg
86 In den StĂŒrmen meines Lebens
87 In der Erde Schoß
88 In dir allein
89 Is There Love
90 It Is A Wonderful Day
91 Ja, ich glaube, Herr
92 Jesus Is Our Way
93 Jesu Weg ist unser Weg
94 Kein Platz fĂŒr Gott
95 Kind Gottes, Gott hĂ€lt (seine Hand ĂŒber dich)
96 Kleines Licht
97 Komm, Tau vom Himmel
98 Kommt der Tau vom Himmel
99 Kommt, lasst uns gehn nach Betlehem
100 Kommt, wir gehn nach Betlehem
101 Kyrie eleison
102 Kyrie, Kyrie eleison
103 Lasst zu Gott uns beten
104 Lazarus
105 Lied ohne Ende
106 Lobpreis Gottes
107 Maranatha, komm, Herr Jesus
108 May Peace Prevail On Earth
109 Meine Gnade genĂŒgt dir
110 Meine Seele dĂŒrstet nach Gott
111 Mein ganzes Leben
112 Mit einem Loblied auf meinen Lippen
113 Naked Through The Desert
114 Nichts ist, was dich bewegt
115 Nimm an die Gaben
116 Noach
117 O Demut Gottes
118 Ohnmacht oder Liebe
119 Öffne weit
120 Passing Through
121 Quellen brechen hervor
122 Richte, Gott
123 Regenbogen, Hoffnungsbogen
124 Schenk mir, o Gott, ein reines Herz
125 Schöpfen und trinken
126 Segne unsre Tage
127 Seht die Liebe, seht das Leben
128 Singt eurem Gott, ihr Völker der Erde
129 So wie der Regen
130 Sterben muss das Korn
131 Strahle Licht in unser Dunkel
132 Sucht doch den Lebenden
133 The Lost Son
134 Tochter des Höchsten
135 TrÀume
136 Viele kleine Menschen
137 Vielleicht
138 Voll Vertrauen gehe ich
139 Von allen Seiten umgibst du mich
140 Von Generation zu Generation
141 Wahre das Feuer
142 Wandle, guter Gott
143 Wasser gegen den Tod
144 Wasser, lebendiges Wasser (Tauflied)
145 Was wissen wir von dir
146 Was zÀhlt, was bleibt
147 Wege wagen
148 Weißt du, wie das ist
149 What Lies Behind You
150 Wie gut, o Gott
151 Wie LÀmmer unter Wölfe
152 Wir beten dich an
153 Wir preisen Christus
154 Wir stehen auf, Halleluja
155 Wir wollen den Weg mit Jesus gehn
156 Wo Menschen sich verlassen
157 Wort auf unserem Weg
158 Zahlreich (wie die Sterne am Himmel)
159 Ziehe Kraft aus deinen Wurzeln
160 Zum Ruheplatz am Wasser
161 Zwischen Krieg und Frieden
1 All meine Sehnsucht

All meine Sehnsucht

Ein meditativer Wiederholungsgesang ĂŒber die Sehnsucht nach Gott und das Vertrauen in ihn.
 

 

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

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2 Amen (Groß bist du)

Amen (Groß bist du)

Schluss-Akklamation zum Eucharistischen Hochgebet

Um diese abschließende BekrĂ€ftigung der Gemeinde zum Eucharistischen Hochgebet feierlicher zu gestalten, habe ich sie etwas erweitert.

 

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

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3 Atem Gottes, komm

Atem Gottes, komm

Ein sehr eindringliches Flehen um den Geist Gottes als Lebensatem. Kann auch als Kanon gesungen werden. Auf der CD "Wege wagen" als meditativer Tanz aufbereitet. 

Die 3. Strophe greift das sehr eindringliche Bild des Propheten Ezechiel von der Wiederbelebung der vertrocknet in der Steppe herumliegenden Gebeine Israels auf (Ez 37), eine der Lesungen fĂŒr die Vigilfeier vor dem Pfingstfest.

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg"

CD "Wege wagen"

 

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4 Auf allen Wegen (Gott geht mit II)

Auf allen Wegen (Gott geht mit II)

"Gott geht mit" ist ein Grundmotiv, das sich durch viele meiner Lieder zieht, weil es meiner eigenen Erfahrung entspricht, aber auch dem, was wir in der Bibel immer wieder finden.

Auch ein Blick in die bunte Landschaft der Heiligen zeigt es: Es gibt viele sehr unterschiedliche, ja, manchmal kontrÀre Lebensformen (von kontemplativ bis sozial), die dennoch Wege der Berufung und der Nachfolge sind.

 

 

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

 

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5 Aufbrechen

Aufbrechen

AufbrĂŒche, NeuanfĂ€nge gehören zum Leben (bis zum letzten Aufbruch im Sterben). Diese Lied will Mut machen, im Vertrauen auf Gott AufbrĂŒche zu wagen: "Gott wird dich tragen".

 

Im Hintergrund steht die Exouds-ErzĂ€hlung aus der Bibel, die Ängste und Schwierigkeiten des Volkes Israel beim Aufbruch aus der Sklaverei in die Freiheit, die Versuchung, zurĂŒckzuschauen und lieber im "Grab der Sicherheit" zu bleiben.

1. Aufbrechen, Neues wagen,
nicht nur auf ausgetret'nen Pfaden gehn.
Gott wird dich weitertragen,
er lÀsst dich neue Heimat sehn.
Das Neue wagen,
neue Wege gehn.
Gott wird dich tragen,
lÀsst dich Heimat sehn.
2. Aufbrechen, Freiheit wagen,
die UnterdrĂŒcker werden untergehn.
Gott wird dich weitertragen,
er wird auf deiner Seite stehn.
Die Freiheit wagen
lÀsst Angst vergehn.
Gott wird dich tragen,
dir zur Seite stehn.
3. Aufbrechen, Zukunft wagen,
nicht immer Ă€ngstlich rĂŒckwĂ€rts schaun.
Gott wird dich weitertragen,
du kannst auf seine Hilfe baun.
Die Zukunft wagen
und vorwÀrts schaun.
Gott wird dich tragen,
du kannst ihm vertraun.
4. Aufbrechen, Leben wagen,
aussteigen aus dem Grab der Sicherheit.
Gott wird dich weitertragen
ĂŒber die Grenze dieser Zeit.
Das Leben wagen
bringt manchmal Leid.
Gott wird dich tragen
ĂŒber die Zeit.

 

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Liederbuch "Immer noch auf dem Weg"

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6 Aus der Wurzel treibt hervor

Aus der Wurzel treibt hervor

Ein kleines Lied ĂŒber ein altes adventliches Bild

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Aus der Wurzel treibt hervor
ein grĂŒner Spross, wĂ€chst empor,
wird zum Baum und erblĂŒht,
ein Zeichen, dass die Hoffnung siegt:
Wurzelkraft,
die Leben schafft.
2. In der Wurzel steckt die Kraft,
die aus Verdorrtem Leben schafft.
Wenn der Tau vom Himmel fÀllt,
kommt neues Leben in die Welt:
Wurzelkraft,
die Leben schafft.
3. wie 1.

 

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Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen"

 

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7 Ausgebrannt und leer

Ausgebrannt und leer

Emmaus 2009 - Die Emmausgeschichte in das Zeitalter des Burnout gesungen.

"Burnout" gehört heute zu einem selbstverstĂ€ndlichen Teil unseres Wortschatzes. Vielleicht ist das mit ein Grund, warum sich unter allen OstererzĂ€hlungen in unserer Zeit besonders die Geschichte von den EmmausjĂŒngern grĂ¶ĂŸter Beliebtheit erfreut. Vielleicht können wir so gut mit ihnen mitfĂŒhlen, weil ihre Erfahrungen in manchem den Erfahrungen vieler Menschen aus unseren Tagen Ă€hneln?

FĂŒr die Arbeit an den Strophen habe ich mich auch mit den Burnout-Symptomen beschĂ€ftigt. FĂŒr die letzte Strophe und den Schlussrefrain war ein Emmaus-Text richtungweisend, der darauf abzielt, dass Jesus immer dann unerkannt mit unterwegs ist, wenn Menschen miteinander im GesprĂ€ch nicht nur ĂŒber ihre EnttĂ€uschungen, sondern auch ĂŒber ihre Hoffnungen ("Dabei hatten wir doch gehofft...") bleiben.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Ausgebrannt und leer,
meine Hoffnungen zerronnen.
Jeder Schritt fÀllt schwer.
Wohin ist, was ich begonnen?
Refr.: Und doch geht einer mit, der mich auch jetzt versteht.
Und doch geht einer mit, der Angst und Dunkel kennt.
Und doch geht einer mit, dessen Wort mich weiter trÀgt.
Und doch geht einer mit, der brennt.
2. Aussichtslos und blind,
ohne Ziel, das sichtbar wÀre,
wie ein Blatt im Wind
falle, treibe ich ins Leere.
3. AbgekĂ€mpft und mĂŒd,
alle Freude ist geschwunden.
Nichts in mir, das glĂŒht,
meine Seele wund geschunden.
4. Abgestumpft und kalt,
drohe ich mich zu verlieren.
Was gibt mir jezt Halt?
Und: Wohin wird mich das fĂŒhren?
5. Ausgetrocknet, tot -
und kein Quell in dieser DĂŒrre!
Dunkel mich bedroht -
ja, an Gott selbst werd' ich irre.
6. Sehnsucht, die noch glimmt,
lÀsst ins Abendrot mich wandern.
Ob die Richtung stimmt?
Und dann sprech' ich mit dem andern.
Refr.: Und dann geht einer mit, der mich auch jetzt versteht.
Und dann geht einer mit, der Angst und Dunkel kennt.
Und dann geht einer mit, dessen Wort mich weiter trÀgt.
Und dann geht einer mit, der brennt!

 

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Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen"

CD "Ein Gott mit vielen Namen"

 

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8 Ausgesetzt

Ausgesetzt

Ein neues "Aussetzungslied" - ich vor Jesus und er vor mir: am Kreuz und im Brot.

In vielen Kirchen (auch in meiner geistlichen Heimat, dem Haus der Stille) gibt es noch die Form des Gebetes vor dem "ausgesetzten Allerheiligsten", vor dem in einer Monstranz sichtbar vor Augen stehenden eucharistischen Brot mit der Einladung zur stillen Anbetung und Verehrung. Immer wieder kommt mir dabei eine Begebenheit in den Sinn, die vom hl. Pfarrer von Ars ĂŒberliefert ist: Ihm war ein einfacher Bauer aufgefallen, der sich oft stundenlang in der Kirche aufhielt, ohne Gebetbuch oder Rosenkranz, den Blick immer nach vorne gerichtet. Einmal fragte er ihn, was er denn die ganze Zeit in der Kirche mache. Der Bauer antwortete: "Ich schaue Ihn an, und Er schaut mich an. Das ist genug!"

 

Diese ErzĂ€hlung bildet den Hintergrund fĂŒr dieses Lied.

Diese Erfahrung begleitet mich aber nicht nur im Blick auf die eucharistische Aussetzung, sondern immer wieder auch im Blick auf das (Auferstehungs-)Kreuz (Kreuzbild von San Damiano) im Zentrum der Kirche: Jesus vor mir am Kreuz und im Brot - und ich vor ihm.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Ausgesetzt vor mir: Du am Kreuz,
deine Arme weit fĂŒr alle Welt geöffnet.
Und ich bin einfach da und schau dich an
und find in dieser Liebe Halt.
2. Ausgesetzt vor dir: meine Not,
meine tiefe Sehnsucht und mein Durst nach Leben.
Und du bist einfach da und schaust mich an
und blickst in meiner Seele Grund.
3. Ausgesetzt vor mir: Du im Brot,
deine Herrlichkeit vor meinem Blick verborgen.
Und ich bin einfach da und schau dich an
und tauch in dein Geheimnis ein.
4. Ausgesetzt vor dir bin ich da
meine HĂ€nde offen, unverstellt mein Leben.
Und du bist einfach da und schaust mich an.
Im Schweigen werd ich eins mit dir.

 

 

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Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

CD "Ein Gott mit vielen Namen"

 

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9 Bleibe bei uns, Herr

Bleibe bei uns, Herr

Ein Abendlied mit einem Motiv aus der ErzĂ€hlung von den EmmausjĂŒngern.

 

Ist mein erstes Abendlied "In dir allein wird meine Seele still" als individuelles Gebet geschrieben, hat dieses hier gemeinschaftlichen Charakter und eignet sich z.B. auch als Hymnus fĂŒr ein gemeinschaftliches Abendgebet (Vesper).

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2008
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Bleibe bei uns, Herr!
Warst den ganzen Tag mit uns.
Nun, da die Sonne sinken will,
bleibe bei uns, Herr!
1. Die Sonne sinkt, und wieder breitet Nacht
ihr Dunkel ĂŒber unser Land.
Wir legen, was der Tag uns heut gebracht,
getrost in deine gute Hand.
2. Erfolge, MĂŒhen, Freuden, manches Leid,
unscheinbar klein, unendlich groß,
sind bei dir aufgehoben, Herr der Zeit.
Wir lassen voll Vertrauen los.
3. Was unsrem Schaffen an Vollendung fehlt,
an unsrer Menschlichkeit zerbricht:
Es ist die Liebe, die am Ende zÀhlt.
In allem Dunkel sei du Licht!
4. Wenn sich die Stille ĂŒber uns nun legt,
lassen wir ab von unserm Tun.
Du bist es, der das Leben hÀlt und trÀgt,
lass uns in deinem Frieden ruhn.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

CD "Ein Gott mit vielen Namen"

 

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10 Come, Holy Spirit, Come

Come, Holy Spirit, Come

Ein pfingstlicher Ruf zum Heiligen Geist.

 

Zur "Weltpremiere" kam dieses Lied, das erst wenige Tage vorher fertig geworden war, am Pfingstsonntag 2010 beim Pfingstgottesdienst mit Menschen aus mehreren Nationen in der kleinen Kirche von San Damiano in Assisi.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Come, Holy Spirit, come!
Come, Holy Spirit, come!
1. Come and make the world a better place, a place of grace.
Come and make the world be one.
Come and help us create peace on earth.
2. Come and fill our hearts with burning fire of desire.
Come, enlighten our world.
Come and help us create peace on earth.
3. Come and give us thoughts of understanding, never ending.
Come and give us words of love.
Come and help us create peace on earth.
4. Come and help us work for dignity, humanity.
Come and help us stand for truth.
Come and help us create peace on earth.
5. Come, inspire our imaginations and relations.
Come, encourage our hope!
Come and help us create peace on earth.
6. Come, give power to the seeds we sow, the deeds we show.
Come, grant future to the world!
Come and help us create peace on earth.
Refr.: Come, Holy Spirit, come!
Come, Holy Spirit, come
and fill the earth!
7. wie 1.
Refr.: Come, Holy Spirit, come!
Come, Holy Spirit, come
and fill the earth!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

CD "Die Mitte bist du"

 

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11 Da Himmel hot a Loch

Da Himmel hot a Loch

Der Anstoß zu diesem Lied, das manche an STS erinnert, kam von unserem Sohn Leonhard, als er, knapp 4 1/2-jĂ€hrig - meinte: "Das wĂ€re was, wenn der Himmel ein Loch hĂ€tte und wir Gott sehen könnten!" - Er hat, lieber Leonhard, er hat!

 

Ich habe mich in diesem Lied an verschiedene Stellen in der Bibel erinnert, wo vom offenen Himmel die Rede ist (Jakobs Traum, Taufe Jesu, VerklĂ€rung Jesu, Steinigung des Stephanus, Johannes-Offenbarung). Was Menschen immer wieder erfahren haben, gilt wohl auch heute: Es gibt Situationen, in denen der Himmel zum Greifen und Schauen nahe ist (und es ist nicht immer nur in den glĂŒcklichsten Stunden).

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Da Himmel hot a Loch, und du kannst eini schaun,
du kannst des Lebn segn, a Bruckn baun
zum DrĂŒbergehn, zum Einigehn ins Lebn.
Da Himmel hot a Loch, des muaßt da gebn!
1. Und wann du amol mit Gott ringst
um a Antwort und an Sinn.
Und wann du glaubst, dass du nie gwinnst,
dann bist du mittendrinn.
2. Und wannst vor an langen Weg stehst,
und du waßt, du brauchst jetzt Kraft,
dann waßt, dass ana mit dir geht,
der hot des olles gschafft.
3. Und wanns wo amol recht klaß is,
und du sagst: Do möcht i bleibn,
und du möchst dir do a HĂŒttn baun,
jo, wos kann des nur sein?
4. Und wann di olle anfolln,
und wann dann die Stana fliagn,
dann is do ana, der di holt,
du kannst nit mehr verliern.
5. Und wann du tramst von da Zukunft,
wo die TrÀnen nimmer san,
weil die Erdn dann ganz neu is
und da Himmel dein Daham:

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

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12 Da sein (mit Herz und Haut und Haar)

Da sein (Mit Herz und Haut und Haar)

In diesem Lied, das einer Anbetungsstunde entsprungen ist, geht es um die Sehnsucht nach einer ganzheitlichen Erfahrung der NĂ€he und Verbundenheit mit Gott in verschiedenen Lebenssituationen.

 

Der Begriff "mit Haut und Haar" kam mir dabei in den Sinn. Er steht fĂŒr den ganzen Menschen und wurde von mir noch um "Herz" erweitert.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: ||: Emmanuel - Gott ist mit uns. :||
1. Als kein Retter zu hoffen mehr war,
wurde Gott unter uns offenbar:
Gott kommt zu uns.
2. Ist der Weg in die Freiheit auch weit,
Gott gibt selbst auf dem Weg uns Geleit:
Gott geht mit uns.
3. Scheint die Hoffnung zerronnen zu sein,
lÀdt uns Jesus an seinen Tisch ein:
Gott bleibt bei uns.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

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13 Danke, Gott, du bist gut

Danke, Gott, du bist gut

Kehrvers oder Akklamation zum Eucharistischen Hochgebet.

 

Dieser kurze Ruf entstand in der Phase der Fertigstellung des Liederbuches "du mit uns" im Haus der Stille im Sommer 2006. Die Auswahl an Akklamationen zum Hochgebet war gering und es war noch Platz fĂŒr eine Zeile auf der Seite....

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2006
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Danke, Gott, du bist gut!
Danke, Gott, du bist gut!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

CD "Ein Gott mit vielen Namen"

 

 

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14 Das Gehen ist mein Lied

Das Gehen ist mein Lied

Ein meditatives Weglied, das im Rhythmus der Schritte und des Atems gesungen werden kann im Vertrauen auf den "Grund, der mein Leben trÀgt."

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2005
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

    Das Gehen ist mein Lied,
der Atem mein Gebet.
Mit jedem Schritt wird mir zum Weg
der Grund, der mein Leben trÀgt.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

CD "Wege wagen"

 

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15 Das Leben besiegt den Tod

Das Leben besiegt den Tod

Ein österliches Lied, das die FrĂŒhlingserfahrung der Natur aufgreift

 

In einem Hymnus aus dem Stundengebet der Kirche zur Fastenzeit heißt es: "Zeichen schauen wir nun, Irdisches wird uns zum Bild, denn das kreisende Jahr lĂ€sst nach des Winters Frost und Nacht den FrĂŒhling die Erde fĂŒr Ostern bereiten". Keine andere Jahreszeit ist so intensiv wie der FrĂŒhling, wenn aus dem scheinbar Toten, Abgestorbenen mit unbĂ€ndiger Kraft das neue Leben durchbricht. Dies kann auch zum Bild fĂŒr innere Ostererfahrungen werden. Im Refrain klingt es wie eine Fanfare: "Das Leben besiegt den Tod".

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Das Leben besiegt den Tod.
Gott sieht auf uns, wendet unsere Not.
Das Leid und die Trauer werden vergehn,
wir werden mit Christus auferstehn.
1. Glaube nur, siehst du es nicht:
Leben drÀngt zum Licht.
So wÀchst auch du, und merkst es nicht,
hin zum Licht.
2. Glaube nur, wo du auch schaust:
Leben bricht hervor.
So Ă¶ffnet sich, wenn du vertraust,
dir ein Tor.
3. Glaube nur, nimmst du nicht wahr:
Alles blĂŒht jetzt auf!
So bricht in dir, oft unscheinbar,
Neues auf.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

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16 Das Lied vom Gottesknecht

Das Lied vom Gottesknecht

Gesungene Fassung von Jesja 52

 

Dieses "Gottesknechtslied" aus dem Propheten Jesaja bildet die 1. Lesung in der Karfreitagsliturgie. Hier liegt nun eine (gekĂŒrzte) singbare Fassung vor, damit dieses "Lied" wirklich als solches erklingen kann - mit einem bekannten Kehrvers fĂŒr die Gemeinde.

 

Text: aus Jes 52,13 - 53-12
Musik: Hans Waltersdorfer, 1993
Kehrvers: Gotteslob, 205.1
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

KV: Im Kreuz ist Heil,
im Kreuz ist Leben,
im Kreuz ist Hoffnung.
1. Seht, mein Knecht! Er wird groß sein und hoch erhaben.
Nachdem er so vieles ertrug, erblickt er das Licht.
Er war entstellt, sah nicht mehr aus wie ein Mensch,
ein Mann der Schmerzen, mit Krankheit vertraut.
2. Wir hielten ihn fĂŒr gezeichnet und von Gott gebeugt.
Doch er wurde durchbohrt wegen unserer SĂŒnden.
Wir hatten uns verirrt, jeder ging fĂŒr sich seinen Weg.
Durch seine Wunden sind wir geheilt.
3. Wie ein Lamm, das man zur Schlachtbank fĂŒhrt,
so tat er seinen Mund nicht auf.
Er trug die SĂŒnden der vielen
und trat fĂŒr die Schuldigen ein.
4. Doch der Herr fand Gefallen an seinem Knecht,
er rettete den, der sein Leben hingab.
Seht, mein Knecht! Er wird groß sein und hoch erhaben.
Nachdem er so vieles ertrug, erblickt er das Licht.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

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17 De profundis (Aus der Tiefe)

De profundis (Aus der Tiefe) (Ps 130)

Psalm 130 mit einem mehrsprachigen, vierstimmigen Kehrvers.

 

Vertraut ist dieser Hilferuf eines Menshen, der "am Ende" ist, besonders aus der christlichen BegrÀbnisliturgie, doch der eigentliche Sitz der Bitte um Vergebung, der Sehnsucht nach Gott und der Hoffnung auf ihn ist wohl mitten im Leben zu suchen.

Der Basistext fĂŒr die Strophen ist daher einer freieren BibelĂŒbersetzung entnommen, doch ist der Text der EinheitsĂŒbersetzung als Singvariante angefĂŒgt.

 

Text: Psalm 130
Musik/Satz: Hans Waltersdorfer, 2008
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: De profundis clamavi ad te, Domine,
aus der Tiefe, ruf ich, Gott, zu dir.
De profundis clamavi ad te Domine,
aus der Tiefe, ruf ich, Gott, zu dir.
1. Gott, ich bin völlig am Ende,
Darum schreie ich zu dir!
Höre mich, Gott, ich flehe dich an,
bitte, hör mir zu!
2. Wenn du jede SĂŒnde rechnest,
wer kann dann vor dir bestehen?
Doch bei dir finden wir Vergebung.
Ja, du vergibst, damit wir dir in Ehrfurcht begegnen.
3. Ich setze meine ganze Hoffnung auf Gott,
voller Sehnsucht warte ich darauf, dass er zu mir spricht.
Ja, ich warte auf den Herrn,
mehr als die WĂ€chter auf den Morgen!
4. Volk Gottes, setze deine Hoffnung auf Gott!
Denn er allein ist gnÀdig.
Er erlöst ganz und gar.
Er wird uns von aller Schuld befreien.
   
Textvariante aus der Bibel-EinheitsĂŒbersetzung:
1. Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir.
Herr, höre meine Stimme!
Wende dein Ohr mir zu,
achte auf mein lautes Flehen!
2. WĂŒrdest du, Herr, unsere SĂŒnden beachten,
Herr, wer könnte bestehen?
Doch bei dir ist Vergebung,
damit man in Ehrfurcht dir dient.
3. Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele,
ich warte voll Vertrauen auf sein Wort.
Meine Seele wartet auf den Herrn
mehr als die WĂ€chter auf den Morgen.
4. Mehr als die WĂ€chter auf den Morgen
soll Israel harren auf den Herrn.
Denn beim Herrn ist die Huld, bei ihm ist Erlösung in FĂŒlle.
Ja, er wird Israel erlösen von all seinen SĂŒnden.
   
Sprachvarianten fĂŒr den Kehrvers:
engl. De profundis clamavi ad te, Domine,
out of the depths I cry to you, o Lord.
span. De profundis clamavi ad te, Domine,
a ti, Señor, elevo mi clamor.
port. De profundis clamavi ad te, Domine,
das profundezas clamo a ti, o Senhor.
ital. De profundis clamavi ad te, Domine,
dal profondo a te grido, o Signore.
franz. De profundis clamavi ad te, Domine,
je t'ai invoqué des lieux profonds, o Èternel!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

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18 Deine SĂŒnden sind dir vergeben

Deine SĂŒnden sind dir vergeben

Ein Lied ĂŒber Gottes vergebende Liebe.

 

Nicht erst Jesu Worte und Handeln machen diesen Wesenszug Gottes deutlich, sondern auch schon durch das ganze Alte Testament zieht sich die vertrauensvolle Botschaft: Gott nagelt den Menschen (als einzelnen und als Gemeinschaft) nicht auf Schuld und Vergangenes fest, sondern schenkt immer wieder einen Neubeginn und eröffnet Zukunft.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2007
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Deine SĂŒnden sind dir vergeben,
steh auf, mein Sohn, und geh!
Du sollst frei und erhobnen Hauptes leben,
steh auf, meine Tochter, und geh!
1. Du bist nicht in Schuld gefangen,
weil Gott deine Schuld vergibt.
Was gestern war, das ist vergangen.
Gott vergibt, weil er dich liebt.
2. Wie die Mutter ihren Kindern
Liebe gibt und tÀglich Brot,
so handelt Gott auch an den SĂŒndern,
er kennt ihre tiefste Not.
3. Nicht soll Angst dein Leben drĂŒcken,
Furcht nicht dein Begleiter sein.
Nach Gottes Plan soll Leben glĂŒcken,
du der Schöpfung Krone sein.
4. Sind auch klein nur deine Schritte,
fÀllt der Neubeginn auch schwer,
hab nur Vertrauen: Gott geht mit dir.
Geh, und sĂŒndige nicht mehr!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

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19 Dein Wort, o Herr

Dein Wort, o Herr

Ein Lied, das zusammenfasst, wie vielfÀltig Gott sich von Anfang an der Welt zuwendet und uns anspricht.

 

Die Melodie sollte bewusst an Israel erinnern, wo fĂŒr uns Christen die Wurzeln dieser Zuwendung liegen.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1984
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

 1. Das Wort des Herrn hat auf ewig Bestand.
Refr.: Dein Wort, o Herr, ist unser Licht auf unserm Lebensweg.
Dein Wort, o Herr, gibt uns die Kraft auf unserm Weg.
2. Gott schuf die Welt, und er sprach: Sie ist gut!
 3. In Jesus hat Gott sich uns zugesagt. 
4. Heute noch spricht er durch Menschen uns an.
5. Das Wort des Herrn hat auf ewig Bestand.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

Liederheft "Wort auf unserem Weg"

CD "Wort auf unserem Weg"

 

 

CD "Voll Vertrauen gehe ich" 

 

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20 Der den Judas nach Hause trÀgt

Der den Judas nach Hause trÀgt

Ein Lied vom Vertrauen in eine grenzenlose Barmherzigkeit Gottes - konkret geworden in Jesus.

 

Auslöser fĂŒr dieses Lied war ein SĂ€ulenkapitell aus dem 13. (?) Jahrhundert in der Maria Magdalena-Basilika in Vezelay (Burgund, Frankreich), das ich von einem Bild her schon lange kannte und das ein wesentlicher Grund fĂŒr mich war, warum auf unserer Frankreichreise im Sommer 2008 unbedingt auch ein Besuch in Vezelay auf dem Programm stehen musste. Das Kapitell zeigt auf der einen Seite Judas, der sich nach seinem Verrat an einem Baum erhĂ€ngt und auf der anderen Seite einen Mann (Jesus?), der den toten Judas vom Baum genommen hat und auf seiner Schulter - wie der gute Hirt das verlorene Schaf - nach Hause trĂ€gt. Ein fĂŒr mich sensationell schönes Bild von der grenzenlosen und nachgehenden Barmherzigkeit Gottes, der auch den letzten SĂŒnder heimholen will - und das aus dem (von uns so genannten) "finsteren" Mittelalter!

Es sind wohl Jesu eigene Worte (vom verlorenen Schaf, vom verlorenen Sohn usw.), die den KĂŒnstler zu dieser gewagten Darstellung inspiriert haben.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Der den Judas nach Hause trÀgt,
wie sollte er mich nicht tragen?
Der dem Verlorenen nachgeht,
wie wollte er mich nicht finden?
2. Der die Lahmen gehend macht,
wie sollt' er mich nicht bewegen?
Der die Blinden sehend macht,
wie wollte er nicht mein Licht sein?
3. Der die Kranken heilsam berĂŒhrt,
wie sollt' er mich nicht berĂŒhren?
Der die Toten zum Leben fĂŒhrt,
wie wollte er nicht mein Leben sein?
4. Der die leeren KrĂŒge fĂŒllt,
wie sollt' er mich nicht erfĂŒllen?
Der den Durst nach Leben stillt,
wie wollt' er nicht meine Quelle sein?
5. Der die Kleinen und Schwachen liebt,
wie sollte er mich nicht lieben?
Der den SĂŒndern die Schuld vergibt,
wie wollt' er mir nicht vergeben?
6. Der den Tod ĂŒberwindet,
wie sollt' ich nicht auf ihn hoffen?
Der den Frieden verkĂŒndet,
wie wollt' ich nicht mit ihm leben?

 

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Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

CD "Die Mitte bist du"

 

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21 Deus meus et omnia

Deus meus et omnia

"Mein Gott und Alles" - ein kurzer Gebetsruf, der von Franz von Assisi ĂŒberliefert ist, als meditatives Atemgebet im Stil der TaizĂš-GesĂ€nge, das Herz und Geist weiten kann.

 

Man wĂŒrde Franziskus missverstehen, wenn man diesen Satz so interpretiert, als hĂ€tte er wie mit Scheuklappen gegenĂŒber der Welt seinen Blick nur auf Gott gerichtet. Gerade der spĂ€ter entstandene Sonnengesang zeigt die große Weite im Denken und in der SpiritualitĂ€t von Franziskus: Alles, was er in der Welt findet, wird fĂŒr ihn zum Tor, durch das er Gott begegnen kann. So meint dieser Satz nicht: Gott allein zĂ€hlt, alles andere ist wertlos, sondern: Mit Gott wird mir alles, die ganze Welt, neu geschenkt.

 

Text: Franz von Assisi
Musik: Hans Waltersdorfer, 1987
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Deus meus et omnia!

 

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Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

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22 Die Gaben dieser Erde

Die Gaben dieser Erde

Ein Lied zur Gabenbereitung, das vom Grundgedanken der Wandlung vom Tod zum Leben durchzogen ist

 

FĂŒr eine ausgestaltete Gabenbereitung, bei der auch der Altar mit Blumen und Kerzen geschmĂŒckt wird, können die Strophen entsprechend angepasst werden.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Die Gaben dieser Erde hat uns Gott geschenkt.
Wir bringen sie voll Freude zum Altar.
Er ist es, der das ganze Leben trÀgt und lenkt.
Er wandelt, was vom Tod umfangen war.
1. Aus Dunkelheit wird Licht
und aus Nacht der helle Tag.
Diese Kerzen loben, wie's kein Wort vermag.
2. Aus Weizenkörnern Brot
und aus DĂŒrre Ackerland.
Dieses Brot, o Gott, nimm an aus unsrer Hand.
3. Aus Trauben wird der Wein
und aus TrĂ€nen wieder GlĂŒck.
Was wir bringen, schenkst verwandelt du zurĂŒck.
4. Weck Hoffnung aus der Angst,
neues Leben aus dem Tod:
Was wir sind und haben, wandle, guter Gott!
Wo es ĂŒblich ist, bei der Gabenbereitung auch Blumen (als Tischschmuck) zu bringen, kann folgende Strophe eingefĂŒgt werden - wahrscheinlich vor der ersten (vor den Kerzen):
5. Was lebt, beginnt ganz klein,
es entwickelt sich, blĂŒht auf.
Diese Blumen zeigen uns des Lebens Lauf.

 

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Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

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23 Die Mitte bist du

Die Mitte bist du

Meditativer Gesang (Mantra)

 

Der Text wird von Phrase zu Phrase sparsamer, kĂŒrzer, konzertrierter, bis am Ende nur mehr zwei Silben dastehen: Gott! Du!

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2008
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Die Mitte bist du,
Antrieb und Ruh',
Ursprung Ziel:
Gott! Du!

 

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Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen"

CD "Die Mitte bist du"

 

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24 Doch kann mich nichts von dir trennen

Doch kann mich nichts von dir trennen

Ein Lied gegen drohenden Gottesverlust

 

Theologen sprechen von "Gottesverlust", Bischöfe beklagen die "Glaubensverdunstung" als Folge des modernen Lebens. Doch zeitlos bleibt die Frage von Paulus im Römerbrief "Was kann uns scheiden von der Liebe Christi?" (Röm 8,35) und seine Antwort darauf: "Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes" (Röm 8,38).

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Hoffnung hast du mir gegeben,
Weg und Ziel warst du mir,
Lichtstrahl im nÀchtlichen Dunkel,
wie konnt' ich dich nur verlier'n?
Refr.: Und doch kann mich nichts von dir trennen,
und doch komm ich nicht von dir los.
Darum lass mich dein Antlitz erkennen,
werde fĂŒr mich wieder groß!
2. Alltag und Sorgen des Lebens -
so rĂŒckst du aus dem Blick.
Langsam verblasst mir dein Antlitz.
Wie find ich zu dir zurĂŒck?
3. Atemlos rinnen die Tage,
Leistung ist, was hier zÀhlt.
Bleibt da nicht was auf der Strecke?
Habe ich richtig gewÀhlt?
4. Gott, bleib mir nahe und halt mich
gegen den Strom dieser Zeit,
tragender Grund meines Lebens,
Atem in Rastlosigkeit.
Refr.: Denn nichts kann mich je von dir trennen,
niemals komm ich von dir los.
Und so lass mich dein Antlitz erkennen,
werde fĂŒr mich wieder groß!

 

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Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

CD "Die Mitte bist du"

 

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25 Du bist fĂŒr mich

Du bist fĂŒr mich

Gesungene Meditation, angeregt durch Ps 91,2

 

In den Psalmen finden sich immer wieder Bilder von Gott, die mit den Worten beginnen: Du bist fĂŒr mich... Die schönste Verdichtung finde ich im Psalm 91,2: Du bist fĂŒr mich... mein Gott, dem ich vertraue. In diesem Bekenntnis gipfelt auch diese Meditation.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2008
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Du bist fĂŒr mich
Quelle und Meer,
Ursprung und Ziel,
BrĂŒcke und Weg,
mein Gott, dem ich vertrau.
2. Du bist fĂŒr mich
Feuer und Glut,
WĂ€rme und Licht,
Atem und Kraft,
mein Gott, dem ich vertrau.
3. Du bist fĂŒr mich
tragender Grund,
StĂŒtze und Halt,
Zuflucht und Fels,
mein Gott, dem ich vertrau.
4. Du bist fĂŒr mich
Festung und Burg,
bergende Hand,
Heimat und GlĂŒck,
mein Gott, dem ich vertrau.
Schluss: |: Du bist fĂŒr mich
mein Gott, dem ich vertrau. : |

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

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26 Du bist nicht, Gott

Du bist nicht, Gott

...wo Menschen Unrecht ĂŒben. PlĂ€doyer fĂŒr einen Gott an der Seite der UnterdrĂŒckten.

 

Angeregt wurde dieses Lied durch einen Text von P. Anton Rotzetter OFMcap, den ich dankenswerterweise in der ersten Strophe verarbeiten durfte. Schon der Titel fordert heraus. Ganz im Sinn einer biblisch fundierten Befreiungstheologie ist dieses Lied ein gesungenes PlĂ€doyer fĂŒr einen Gott, der entschieden auf der Seite der Armen und UnterdrĂŒckten steht und eine radikale Absage an jede Form von Unrecht, das sich im Namen Gottes zu legitimieren sucht. Ausgesprochen wird aber auch eine Absage an religiös motivierten Terror und an den Krieg gegen diesen Terror.

Ein Blick in die tÀgliche Medienlandschaft provoziert ja geradezu die Frage: Wo ist denn Gott in dieser Welt? Um nicht in den negativen Abgrenzungen stecken zu bleiben, wird in der letzten Strophe (im Sinn der Seligpreisungen) entfaltet, wo Gott denn nun wirklich auch "positiv" unter uns Menschen zu finden ist.

 

Text (1. Str. n. Anton Rotzetter) und Musik: Hans Waltersdorfer, 2008
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Du bist nicht, Gott, wo Menschen Unrecht ĂŒben,
unersÀttlich auf Kosten andrer leben,
du bist nicht, Gott, wo Menschen GĂŒter hĂ€ufen,
es sei denn auf der Seite der Armen.
2. Du bist nicht, Gott, wo Menschen Hass verbreiten,
nicht bei denen, die zur Gewalt verleiten,
du bist nicht Gott, wo Menschen Macht missbrauchen,
es sei denn auf der Seite der Schwachen.
3. Du bist nicht, Gott, wo Menschen Terror sÀen,
nicht bei denen, die auf Vergeltung stehen,
du bist nicht, Gott, wo Menschen sinnlos sterben,
es sei denn auf der Seite der Trauer.
4. Du bist nicht, Gott, wo Menschen Kriege schĂŒren,
nicht bei denen, die nur mit Angst regieren,
du bist nicht, Gott, wo Menschen unfrei leben,
es sei denn auf der Seite der Opfer.
5. Ich will dich suchen, wo Menschen Frieden stiften,
und bei denen, die nicht die andern richten,
kann dich finden, wo Menschen Leben achten,
denn du bist Freund und HĂŒter des Lebens.

 

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Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

CD "Die Mitte bist du"

 

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27 Du fĂŒhrst mich in die Weite

Du fĂŒhrst mich in die Weite

Ein neuer Psalm, ein gesungenes Gebet des Vertrauens.

 

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1987
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Manchmal erscheint mir mein Leben
einsam, gefĂŒhllos und leer,
weil ich mich selber verschließe
mit Mauern aus Misstrau'n und Angst.
Refr.: Du fĂŒhrst mich in die Weite,
du brichst meine Enge auf.
Du bringst Licht in mein Leben,
du, mein Herr, mein Gott!
2. Ewiges Sorgen und Planen,
Angst vor der Unsicherheit,
hÀlt meine HÀnde gefangen,
behindert und lÀhmt meinen Schritt.
3. Manchmal erschrecke ich leise
vor meiner GleichgĂŒltigkeit,
mit der ich so oft begegne
der Not und dem Tod unsrer Welt.

 

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Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

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28 Du, Gott, sinnlich

Du, Gott, sinnlich

(Du Wind in der WĂŒste)

Ein Lied ĂŒber die Erfahrbarkeit Gottes ĂŒber unsere Sinne

 

Wichtig ist mir bei diesem Lied, die "sinnliche" Erfahrbarkeit Gottes nicht nur auf (nach unserem Maßstab) angenehme und schöne Momente zu reduzieren. Gott ist auch erfahrbar im Unvollkommenen, in Schmerz, Krankheit, Trauer...

In den Wochen, als ich um die Bilder fĂŒr die weiteren Strophen rang, hatte ich mir die Melodie und die erste Strophe auf den iPod geladen. Es wurde eine Zeitlang das Lieblingslied meines dreijĂ€hrigen Sebastian, weil ihm der "Wind in der WĂŒste" so gut gefiel (und das gegen Konkurrenten wie Michael Jackson und Elvis Presley!).

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2008
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Du Wind in der WĂŒste, du Stille der Nacht,
du Brennen in meiner Seele;
du schĂ€umende Freude, du stilles GlĂŒck,
du TrÀne der Trauer und Reue:
Du, Gott, sinnlich spĂŒrbar nah!
2. Du Glitzern der Wellen, du Regenbogenpracht,
du Lichtstrahl, du dunkle Wolke;
du strahlendes Auge, du edle Gestalt,
du, niedergebeugt durch Leiden:
Du, Gott, sinnlich sichtbar nah!
3. Du Rauschen des Waldes, du Tosen der Flut,
du Vielklang in deiner Schöpfung;
du Lachen des Kindes, du Hilfeschrei in Not,
du tröstender Zuspruch in Trauer:
Du, Gott, sinnlich hörbar nah!
4. Du Brot meines Alltags, du Wein zum Freudenfest,
du Wasser in meinen WĂŒsten;
du Duft einer Rose, du inniger Kuss,
du bittre Arznei in der Krankheit:
Du, Gott, sinnlich kostbar nah!
5. Du Fels in der Sonne, du Boden, der mich trÀgt,
du Frucht meiner HĂ€nde Arbeit;
du zarte Umarmung, du Handschlag eines Freunds,
du heilende Hand eines Arztes:
Du, Gott, sinnlich greifbar nah!

 

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Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

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29 Early Morning

Early Morning

Ich muss es gestehen: Ich bin kein FrĂŒhaufsteher. Aber ich kenne den Reiz dieser Tageszeit, den ich in diesem Lied besinge.

 

Entstanden ist dieses Lied ĂŒbrigens auch nicht am frĂŒhen Morgen, sondern irgendwann im Lauf eines schönen Tages, als ich, auf dem Weg zu einer Hochzeit, auf einem Autobahnparkplatz auf den Pannendienst warten musste. Ich hatte auf einmal Zeit und Muse und genoss die Natur um mich herum. Ich finde, es ist ein schönes, zartes Lied und erinnert mich irgendwie an Donovan, von dessen Liedern ich damals als junger Franziskaner (nicht nur wegen "Brother Sun And Sister Moon", aber auch) sehr angetan war.

Auf die Akkorde bzw. die spezielle Griffweise habe ich spĂ€ter bei meinem Abendlied "In dir allein wird meine Seele still" zurĂŒckgegriffen, das darum auch eine Ă€hnliche Charakteristik hat.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1982
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Early morning, the sun spreads her golden wings -
a new day has begun,
and it will bring new life;
yesterday gone so far.
2. Dewpearls on grass, sparkling diamonds like magic stars -
a new day has begun.
Silence is all around.
I breathe the peace in the air.
3. Birds are raising their voice a new song to sing -
a new day has begun.
My heart is filled with joy
and the tears are all gone.
  |: Early morning : |

 

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Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

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30 Ehre dem Vater

Ehre dem Vater

Ein einfacher, kurzer Chorsatz zum christlichen Grundgebet "Ehre sei dem Vater".

 

Textfassung und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Ehre dem Vater,
Ehre dem Sohne,
Ehre dem Geiste,
Ehre sei Gott!

 

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Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

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31 Ehre sei Gott in der Höhe

Ehre sei Gott in der Höhe

Ein Glorialied

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Ehre sei Gott, Ehre sei Gott,
Ehre sei Gott in der Höhe!
Ehre sei Gott, Ehre sei Gott,
Ehre sei Gott in der Höh'!
1. Und Friede den Menschen seiner Gnade.
Und Friede den Menschen auf der Erde.
Und Friede den Menschen seiner Gnade.
Und Friede auf der Erd'!
2. Wir loben dich, wir preisen dich,
denn groß ist deine Herrlichkeit.
Gott, Vater, Herr und Schöpfer dieser Welt,
und Jesus, deinen Sohn!
3. Herr Jesus, du bist der Heilige,
du bist unser Herr!
Du bist der Höchste mit dem Heil'gen Geist,
zur Ehre Gottes, des Vaters!

 

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Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

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32 Ein Gott mit vielen Namen

Ein Gott mit vielen Namen

Ein Lied, das im Blick auf den Interreligiösen Dialog verbindende GrundzĂŒge Gottes quer durch alle Religionen sucht.

 

Auslöser fĂŒr dieses Lied war das "Friedenszeichen der Religionen", das die Erinnerung an das erste große Treffen aller maßgeblichen Religionen in der Menschheitsgeschichte in Assisi im Jahr 1986 und den damit verbundenen Auftrag wachhalten will: "Der Friede wartet auf seine Erbauer".

Bei aller Verschiedenheit der Formen, Riten und ZugĂ€nge, lassen sich doch GrundzĂŒge im Gottesbild der verschiedenen Religionen erkennen: Gott, das große Geheimnis fĂŒr uns Menschen, der Schöpfer der Welt, der Lebensspender, der Begleiter unserer Lebenswege, der Erbarmer und Retter in der Not. Wissend, dass manche (auch ich) sich schwertun mit einer einseitig mĂ€nnlich dominierten Denk- und Sprechweise von Gott, in manchen Religionen aber weibliche Gottesbilder undenkbar wĂ€ren, habe ich die weiblichen Gottesbilder im Text "gut versteckt": Im Hören sind sie verborgen, nur wenn man den Text sieht, findet man sie 😉

Einige meiner Lieder (gerade einige der neueren) haben bereits eine interessante Geschichte der "WelturauffĂŒhrung" hinter sich, Situationen, die von daher fĂŒr mich auch sehr intensiv mit dem Lied verbunden sind. Dieses Lied haben wir in der Gemeinschaft des Leitungsteams vom Haus der Stille erstmals in Vukovar und dann tĂ€glich bei unserer Studienfahrt nach Bosnien im Mai 2009 gesungen. In diesem Land, nur wenige Autostunden von uns entfernt, wo noch vor 15 Jahren Religionen von nationalistischen Interessen missbraucht und gegeneinander gehetzt wurden, ging das sehr unter die Haut: Ein Gott mit vielen Namen - ein Gott fĂŒr alle Menschen.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Ein Gott mit vielen Namen,
ein Geheimnis tief in allen Dingen,
ein Bild in tausend Farben,
ein Gott fĂŒr alle Menschen.
1. Wir preisen dein Geheimnis, 
du Heiliger,
Lichtvoller,
unnennbarer Gott.
2. Wir rĂŒhmen deine Weisheit,
du GĂŒtige,
Liebende,
Quelle allen Seins.
3. Wir kĂŒnden deine GrĂ¶ĂŸe,
du Ewiger,
Herrlicher,
Schöpfer aller Welt.
4. Wir feiern deine NĂ€he,
du ZĂ€rtliche,
Tröstende,
Hand, die alles trÀgt.
5. Wir rufen dein Erbarmen,
Verzeihender,
GnÀdiger,
Retter in der Not.
6. Wir teilen deinen Segen,
Belebende,
SchĂŒtzende,
Kraft auf unsrem Weg.
7. Wir bauen deinen Frieden,
Wahrhaftiger,
Einziger,'
Lebensspender Gott.

 

YouTube-Clip

Robert Aichinger hat auf seinem YouTube-Kanal dieses Lied mit wundervollen Bildern hinterlegt. Herzlichen Dank!

 

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Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

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33 Ein guter Ort zu leben

Ein guter Ort zu leben (Haussegen)

Ein Haussegenswunsch und Haussegenslied

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Ein guter Ort zu leben,
einander gut zu sein,
ein Ort, erfĂŒllt von Gottes Segen,
soll dieses Haus uns (euch) sein,
soll dieses Haus uns (euch) sein!

 

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Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen gehe ich" 

 

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34 Ein Licht durchbricht die Nacht

Ein Licht durchbricht die Nacht

Ein freudig bewegtes Weihnachtslied - nicht als nostalgische Erinnerung, sondern hier und heute lebendig.

 

Ein Versuch, viele Grundmotive alter Weihnachtslieder in eine neue Form zu bringen: Das Licht, das Kind, die Hirten, die himmlische Musik, der Stern. Und das alles nicht als Erinnerung an eine Vergangenheit, sondern als Moivation, hier und heute zu Gott hin aufzubrechen.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1999
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1.  Ein Licht durchbricht die Nacht,
hat ein Feuer hell entfacht.
Das Licht vertreibt die Dunkelheit.
Ein Licht durchbricht die Nacht.
2. Gott wird heute ein Kind,
wird ein Mensch, wie wir es sind.
In seiner Liebe wird er ganz klein.
Gott wird heute ein Kind.
3. Die Hirten können es sehn,
können Gottes Wege verstehn:
Die Kleinen und Armen hat Gott erwÀhlt.
Die Hirten können es sehn.
4. Vom Himmel klingt ein Lied.
Alle Taurigkeit entflieht.
Alle Wesen stimmen mit ein.
Vom Himmel klingt ein Lied.
5. Ein Stern, ein Zeichen der Zeit -
Menschen sind zum Aufbruch bereit.
Der Stern erleuchtet ihnen den Weg.
Ein Stern, ein Zeichen der Zeit.
6. Auch wir wollen hin zu ihm gehn,
wollen Gottes Botschaft verstehn.
Gott wird in Jesus einer von uns.
Auch wir wollen hin zu ihm gehn.
7. wie 1.

 

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Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen gehe ich"

 

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35 Eins mit mir

Eins mit mir

Ein Lied ĂŒber die Einheit mit der Natur, mit mir selber, mit Gott

 

Über die Einheit mit der Natur zur Einheit mit mir selber finden. Über die Einheit mit mir selbst zur Einheit mit Gott finden.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Eins mit dem Atem des Windes,
eins mit dem Rhythmus des Lebens,
eins mit dem Vielklang der Schöpfung -
eins mit mir.
2. Eins mit dem Ursprung der Quelle,
eins mit dem Strömen des Flusses,
eins mit dem Wogen des Meeres -
eins mit mir.
3. Eins mit dem Schweigen der Berge,
eins mit dem Gluthauch der WĂŒste,
eins mit dem Kreislauf der Sterne -
eins mit mir.
4. Eins mit dem Goldlicht des Morgens,
eins mit der Helle des Mittags,
eins mit dem nÀchtlichen Dunkel -
eins mit mir.
5. Eins mit dem Aufbruch des FrĂŒhlings,
eins mit der Reife der Ernte,
eins mit dem Fallen der BlÀtter -
eins mit mir.
6. Eins mit dem Hauch meines Atems,
eins mit dem Puls meines Herzens,
eins mit dem Fluss meines Lebens -
eins mit DIR.

 

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36 Ein Wort des Lebens

Ein Wort des Lebens

Wesentliches im Leben kannst du nicht selbst machen, es wird dir geschenkt - auch Worte.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Ein Wort des Lebens sagst du dir nicht selbst,
ein Wort des Lebens wird dir nur geschenkt,
ein Wort, das deiner Seele Nahrung gibt.
Refr.: Sag mir dein Wort,
Gott, dein gutes Wort,
sag mir dein Lebenswort.
Sag mir dein Wort,
Mensch, dein gutes Wort,
sag mir dein Lebenswort.
2. Ein Wort des Friedens sagst du dir nicht selbst,
ein Wort des Friedens wird dir nur geschenkt,
ein Wort, das Hass und Feindschaft von dir nimmt.
Refr.: Sag mir... dein Friedenswort.
3. Ein Wort des Trostes sagst du dir nicht selbst,
ein Wort des Trostes wird dir nur geschenkt,
ein Wort, das Licht in deine Trauer bringt.
Refr.: Sag mir... dein tröstend Wort.
4. Das Wort "Vergebung" sagst du dir nicht selbst,
das Wort "Vergebung" wird dir nur geschenkt,
ein Wort, das einen Neubeginn erlaubt.
Refr.: Sag mir... Vergebung zu.
5. Ein Wort der Hoffnung sagst du dir nicht selbst,
ein Wort der Hoffnung wird dir nur geschenkt,
ein Wort, das dir zum Handeln Mut verleiht.
Refr.: Sag mir... dein Hoffnungswort.

 

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Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

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37 El Rachum

El Rachum (Barmherziger Gott)

Ein Aspekt im Eröffnungsschreiben von Papst Franziskus zum "Heiligen Jahr der Barmherzigkeit" 2016 ist auch die verschiedene Religionen verbindende Bedeutung der Barmherzigkeit als wesentliche Eigenschaft Gottes. Meine Frau Lisi nahm dies zum Anlass, die Osterkerze 2016 fĂŒr das Haus der Stille mit SchriftzĂŒgen der drei abrahamitischen Religionen zu gestalten:
hebrĂ€isch (jĂŒdisch): Jahwe El Rachum (Ex 34,6: Jahwe ist ein barmherziger Gott)
arabisch (muslimisch): Bismillahi rahmani rahim (Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Allbarmherzigen - die Eröffnungssure im Koran und Grundgebet aller Moslems)
deutsch (christlich): Barmherzig - wie Gott mir, so ich dir (so ĂŒbersetzte die Kirche der Steiermark fĂŒr das Jahr der Barmherzigkeit das Wort Jesu "Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.")
WĂ€hrend Lisi die Osterkerze gestaltete, begann ich, diese Worte zu singen.

 

Text: Tradition der abrahamitischen Religionen
Musik: Hans Waltersdorfer, 2016
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Part A: El Rachum!
Adonai, Adonai, El Rachum!
Allah, ar-Rahman, ar-Rahim!
Part B: El Rachum!
Part C: El Rachum, ar-Rahman, ar-Rahim:
Gott, barmherziger Gott!
   
  Abfolge: A - B - C - B - A

 

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Dieses Lied ist bisher unveröffentlicht. 

38 Emmanuel

Emmanuel

Eine gesungene Meditation ĂŒber den Namen des vom Propheten Jesaja verheißenen HeilstrĂ€gers, "Emmanuel" (bzw. Immanuel - Gott mit uns, Jes 7,14).

 

Dieser Name wird von drei grundlegenden biblischen ErzĂ€hlstrĂ€ngen her gedeutet: Menschwerdung/Geburt Jesu: Gott kommt zu uns - Exodus-Erfahrung Israels: Gott geht mit uns - Auferstehung JesuErfahrung der EmmausjĂŒnger: Gott bleibt bei uns.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: ||: Emmanuel - Gott ist mit uns. :||
1. Als kein Retter zu hoffen mehr war,
wurde Gott unter uns offenbar:
Gott kommt zu uns.
2. Ist der Weg in die Freiheit auch weit,
Gott gibt selbst auf dem Weg uns Geleit:
Gott geht mit uns.
3. Scheint die Hoffnung zerronnen zu sein,
lÀdt uns Jesus an seinen Tisch ein:
Gott bleibt bei uns.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen gehe ich"

 

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39 Er richtet die Gebeugten auf

Er richtet die Gebeugten auf

Ein Lied ĂŒber Jesu und Gottes Handeln an uns Menschen

 

Angeregt durch Mk 7,37 ("Außer sich vor Staunen sagten sie: Er hat alles gut gemacht; er macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen.") und Ps 146,8 ("Der Herr öffnet den Blinden die Augen, er richtet die Gebeugten auf.")

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Er richtet die Gebeugten auf,
Verzagte fassen Mut.
Er nimmt die Kleinen bei sich auf,
und wir sagen: "Alles ist gut!"
2. Er bringt den Blinden wieder Licht,
er weiß, was Liebe tut:
Er schaut den SĂŒndern ins Gesicht,
und wir sagen: "Alles ist gut!"
3. Er rĂŒhrt die Ausgestoß'nen an,
sagt nicht: "Seid auf der Hut!",
bewegt den, der nicht gehen kann,
und wir sagen: "Alles ist gut!"
4. Er macht die Kranken wieder heil,
entfacht des Geistes Glut.
Er nimmt an unserm Leben teil,
und wir sagen: "Alles ist gut!"
5. Er preist, die Friedensstifter sind.
Wer Gottes Willen tut,
ist selig und heißt Gottes Kind.
Und wir sagen: "Alles ist gut!"
6. Er nimmt sogar dem Tod die Macht,
und koste es sein Blut,
befreit uns aus der Todesnacht;
und wir sagen: "Alles ist gut!"

 

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Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen"

 

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40 Es kommt der Tag des Herrn

Es kommt der Tag des Herrn

Ein adventliches Lied, das vor allem die Erwartung auf Vollendung anspricht und dabei auch die alten adventlichen Bilder aufgreift: den Tau, der vom Himmel fĂ€llt, die aufblĂŒhende WĂŒste, den Spross aus der Wurzel, das Licht in der Dunkelheit, den "Tag des Herrn".

 

Der "Tag des Herrn", der diesem Lied auch den Titel gibt, meint im Sinn der alttestamentlichen Propheten den Tag der Erlösung und Rettung (auch des Gerichtes). Auch Martin Gutls Meditation zu Ps 126 klingt an: "Das wird ein Fest sein, wenn Gott uns heimfĂŒhrt!".

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Es kommt, es kommt der Tag des Herrn.
Er kommt, zu retten nah und fern,
er lÀdt uns ein zu seinem Fest.
Es kommt der Tag des Herrn,
zu retten naht und fern.
Er fĂŒhrt uns heim zum Fest.
2. Es kommt, der uns den Frieden bringt.
Er kommt, von dem die Schöpfung singt.
Das lange Sehnen kommt zu seinem Ziel.
Der uns den Frieden bringt,
von dem die Schöpfung singt,
ist unser Lebensziel.
3. So wie der Tau vom Himmel fÀllt,
kommt Leben in die dĂŒrre Welt.
Die WĂŒste kann erblĂŒh'n in aller Pracht.
Wenn Tau vom Himmel fÀllt,
kommt Leben in die Welt.
Die WĂŒste blĂŒht in Pracht.
4. Es treibt ein grĂŒner Wurzelspross,
den Tod und Dunkelheit umschloss.
Er ist ein Zeichen, dass das Leben siegt.
Es treibt ein Wurzelspross,
den Dunkelheit umschloss.
Das Leben kommt zum Sieg.
5. Es kommt ein Licht in unsre Nacht
und nimmt der Finsternis die Macht.
Ein Silberstreif am Horizont erscheint.
Ein Licht in dunkler Nacht
hat Hoffnung uns gebracht
am Horizont der Zeit.
6. wie 1. - Schluss: Er fĂŒhrt uns heim.

 

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Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

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41 Es leuchtet schon das erste Licht

Es leuchtet schon das erste Licht

Ein Adventlied, das im Stil von "Wir sagen euch an..." den zunehmenden Lichtern des Advents folgt.

 

Inhaltlich habe ich dabei versucht, mich auf die Botschaft der Lesungstexte des jeweiligen Adventsonntags zu beziehen.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2007
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. A: Es leuchtet schon das erste Licht,
und es spricht:
FĂŒrchte dich nicht!
Begonnen hat die neue Zeit.
Bist du schon bereit,
V: der Dunkelheit zu widerstehen,
deinen Weg in Gottes Licht zu gehen,
fĂŒr andre Licht zu sein?
Bist du bereit?
A: Es leuchtet schon das erste Licht,
und es spricht:
FĂŒrchte dich nicht!
Begonnen hat die neue Zeit.
Bist du schon bereit?
2. A: Es leuchtet schon das zweite Licht,
und es spricht:
Zögere nicht
und mach fĂŒr Gott den Weg bereit,
dass er kommt in unsre Zeit,
V: um alle, die in ZwÀngen leben,
nur nach Macht und Reichtum streben,
zum Leben zu befrein.
Mach den Weg bereit!
A: Es leuchtet schon das zweite Licht,
und es spricht:
Zögere nicht
und mach fĂŒr Gott den Weg bereit,
dass er uns befreit.
3. A: Es leuchtet schon das dritte Licht,
und es spricht:
Freue dich!
Der Himmel bricht in unsre Zeit,
mach die Tore weit!
V: Um deinen Himmel einzusehen,
musst du den Weg der Liebe gehen:
Lass die Armen bei dir ein!
Mach die Tore weit!
A: Es leuchtet schon das dritte Licht,
und es spricht:
Freue dich!
Der Himmel bricht in unsre Zeit,
mach die Tore weit!
4. A: Es leuchtet schon das vierte Licht,
und es spricht:
Warte nicht,
der Weg zum Frieden ist noch weit.
Es ist höchste Zeit,
V: fĂŒr Recht und Freiheit einzutreten,
von Gerechtigkeit nicht nur zu reden,
einander zu verzeihn.
Es ist höchste Zeit!
A: Es leuchtet schon das vierte Licht,
und es spricht:
Warte nicht,
der Weg zum Frieden ist noch weit.
Es ist höchste Zeit!

 

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Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

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42 Es tut gut, bei dir zu sein

Es tut gut, bei dir zu sein

Ein Liebeslied, in zwei Richtungen zu singen.

 

Es war ein GefĂŒhl von Wieder-daheim-Sein, nach dem Urlaub den Gottesdienst wieder im Haus der Stille mitzufeiern. Noch wĂ€hrend des Gottesdienst formten sich in mir die Worte zur Melodie - und dann das Wiedererkennen dieser Erfahrung: Es war, wie nach einer Reise wieder nach Hause zu meiner Frau und zu meiner Familie zu kommen. Als ich das Lied dann gleich nach dem Gottesdienst niedergeschrieben habe, war mir klar, dass die menschliche Erfahrung die erste war, die dann auf die Gotteserfahrung ĂŒbertragen werden konnte. Und so ist auch der Untertitel zu verstehen: Es ist ein Liebeslied, das zuerst an meine Frau und dann an Gott gerichtet ist.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Es tut gut, wieder bei dir zu sein!
In deinen Armen kann ich atmen, leben.
Bin ich bei dir, sind meine Sorgen klein,
Hoffnung und Leben schenkst du mir!

Es tut gut, mein Schatz, bei dir zu sein!
In deinen Armen kann ich atmen, leben.
Bin ich bei dir, sind meine Sorgen klein,
Hoffnung und Leben schenkst du mir!
2. Es tut gut, wieder bei dir zu sein!
In deiner NĂ€he kann ich atmen, leben.
Bin ich bei dir, sind meine Sorgen klein,
Hoffnung und Leben schenkst du mir!

Es tut gut, mein Gott, bei dir zu sein!
In deinen Armen kann ich atmen, leben.
Bin ich bei dir, sind meine Sorgen klein,
Hoffnung und Leben schenkst du mir!

 

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Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

CD "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

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43 Folge deinem Stern

Folge deinem Stern

Ein weihnachtlich inspiriertes Lied zur Menschwerdung und Gottfindung

 

"Gott suchen und finden" ist ein Lebensthema. Die weisen Sterndeuter in der WeihnachtserzÀhlung des MatthÀusevangeliums legen uns eine Spur.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2008
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Folge deinem Stern durch die Nacht,
er hat dich auf den Weg gebracht.
Er ist dein Licht, er geht voran.
FĂŒrchte dich nicht, auch du kommst an!
2. Folge deinem Stern nicht allein,
lade WeggefÀhrten dir ein,
geteiltes GlĂŒck, geteiltes Leid,
so wird der Weg dir nicht zu weit.
3. Folge deinem Stern, sei bereit,
erkenn in ihm ein Zeichen der Zeit:
Du findest Gott - nicht nur als Kind -,
wo Nacht und Not und KĂ€lte sind.
4. Folge deinem Stern und vertrau:
Er kennt den Weg, das Ziel ganz genau.
Er ist dein Licht, er geht voran.
FĂŒrchte dich nicht, auch du kommst an!

 

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Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

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44 Fragen an der Grenze

Fragen an der Grenze

Ein Lied mit vielen Fragenzeichen. Es sind die Grundfragen nach dem Sinn des Lebens, die sich fĂŒr jeden Menschen irgendwann stellen. Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich?

 

Diese Frage kommt vielleicht nicht einmal zuerst von mir, sondern wird von außen an mich herangetragen. Menschen stellen mich in Frage: Wer bist du eigentlich? Was bewegt dich?
Im zweiten Schritt werden diese Fragen zu eigenen Fragen: Wer bin ich?
Die dritte Strophe versucht, die Fragen ĂŒber den eigenen Horizont hinauszuheben und richtet den Blick auf einen anderen Menschen (Jesus, auch wenn er nicht dezidiert genannt wird), von dem ich das GefĂŒhl habe, dass er Antworten auf diese Fragen haben könnte, an dem ich vielleicht wie in einem Spiegel auch ein StĂŒck Antwort auf die eigenen Fragen finde, wenn ich mich von ihm fĂŒhren lasse.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1999
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1.  Wo kommst du her? Wo gehst du hin?
Sag, was ist dein Ziel? Worin findest du Sinn?
Was gibt dir Kraft, aufrecht zu gehn?
Was macht dich frei, auch ĂŒber Mauern zu sehn?
Refr.: Fragen an der Grenze,
Fragen nach dem Sinn.
Was ist deine Antwort?
Sag, wo gehst du hin?
2. Wo komm ich her? Wo geh ich hin?
Was ist mein Ziel? Worin finde ich Sinn?
Was gibt mir Kraft, aufrecht zu gehn?
Was macht mich frei, auch ĂŒber Mauern zu sehn?
3. Wo kommt er her? Wo geht er hin?
Was ist sein Ziel? Worin findet er Sinn?
Was gibt ihm Kraft, aufrecht zu gehn?
Was macht ihn frei, auch ĂŒber Mauern zu sehn?
Schluss  Fragen an der Grenze.
Fragen nach dem Sinn.
Weiß er schon die Antwort?
Wo fĂŒhrt er mich hin?

 

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Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

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45 Geborgen in Gottes starker Hand

Geborgen in Gottes starker Hand

Wie viele meiner Lieder singt auch dieses vom Vertrauen auf Gott - der Titel spricht fĂŒr sich.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1982
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Geborgen in Gottes starker Hand
werf' ich alle Sorgen weit von mir.
Ich kann auf ihn vertrau'n
und weiß, dass er mich fĂŒhrt,
dass er mir die Treue hÀlt.
2. Gehalten von Gottes starker Hand
stĂŒrze ich nicht hilflos in die Nacht.
Ich kann stets neu aufstehn
und weiter mit ihm gehn,
weil mein Vater mir vergibt.
3. Getragen von Gottes starker Hand
geh' ich ohne Angst durch diese Zeit.
Den Frieden finde ich
allein bei meinem Herrn,
der mich niemals fallen lÀsst.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen gehe ich" 

 

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46 Geh deinen Weg (Geh mit Gott)

Geh deinen Weg (Geh mit Gott)

Ein mantraartiger Gesang, der im Gehen im Tempo der Schritte und des Atems gesungen werden kann; aber auch eine Verbindung mit dem "Pilgerschritt" ist möglich:

 

Als Meditation im Gehen: auf jedem Halbtakt (Akkordwechsel) ein Schritt.
Pilgerschritt: 3 Schritt vor, 1 Schritt verweilen (bei "Gott" bzw. "Ziel"): re vor, li vor, re vor, li rĂŒck.
FĂŒr Eilige (z.B. auf dem Weg zur Arbeit): auf jeden Viertelschlag ein Schritt.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Geh deinen Weg und vertrau auf Gott.
Geh deinen Weg Schritt fĂŒr Schritt mit Gott.
Geh mit Gott, und dein Weg fĂŒhrt dich ans Ziel.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Wege wagen"

 

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47 Geh mit uns in diese neue Zeit

Geh mit uns in diese neue Zeit

Ein Lied zur Zeitenwende, entstanden knapp vor dem Milleniumswechsel 1999-2000, passend aber fĂŒr jede Situation des Aufbruchs und Neubeginns.

 

Da gerade die 2. Auflage des Liederbuches "Immer noch auf dem Weg" fĂŒr den Druck vorbereitet wurde, wurde dieses Lied noch eingefĂŒgt.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1999
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Gott, du bist Anfang und Ende,
du bist die Mitte unsrer Zeit.
Halt' ĂŒber uns deine HĂ€nde,
geh mit uns in diese neue Zeit!
 

 

Mit folgender, von den Herausgebern gewĂŒnschter Textvariante ist dieser Gesang auch in der Österreich-Ausgabe des Neuen Gotteslob (2013) enthalten:

  Gott, du bist Anfang und Ende,
du bist die Mitte unsrer Zeit.
Halt' ĂŒber uns deine HĂ€nde,
segne uns und gib uns dein Geleit.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen gehe ich" 

 

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48 Gib uns deinen Geist

Gib uns deinen Geist

Ein rockiger Kanon fĂŒr Firmung, Pfingsten und immer dann, wenn Be-Geist-erung in der Kirche Platz finden soll.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Gib uns deinen Geist,
schenk uns seine Kraft!
Gib uns durch deinen Lebensatem
den Geist, der Leben schafft!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen gehe ich" 

 

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49 Gib mir, Herr, lebendiges Wasser

Gib mir, Herr, lebendiges Wasser

Ein Lied von der Sehnsucht nach wahrem Leben

 

angeregt durch die Bitte der samaritischen Frau am Jakobsbrunnen (Joh 4,15) und andere Passagen aus dem Johannesevangelium (6,34; 2,9 u.a.)

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2008
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Gib mir, Herr, lebendiges Wasser,
das aus der Tiefe quillt und meine Leere fĂŒllt.
Gib mir, Herr, lebendiges Wasser,
das meinen Durst nach Leben stillt.
2. Gib mir, Gott, das Brot deines Wortes,
das auf dem Lebensweg Nahrung und Kraft mir schenkt.
Gib mir, Gott, das Brot deines Wortes,
das meine Schritte zielwÀrts lenkt.
3. Gib mir, Herr, den Wein deiner Freude,
die aus dem Herzen kommt und mir zur Quelle wird.
Gib mir, Herr, den Wein deiner Freude,
die mich zur LebensfĂŒlle fĂŒhrt.
4. Gib mir, Gott, den Geist deines Friedens,
der die Versöhnung sucht und keine Grenze kennt.
Gib mir, Gott, den Geist deines Friedens,
der Unrecht stets beim Namen nennt.
5. Gib mir, Herr, den Geist deiner Liebe,
die die Begegnung sucht, nicht bei mir selber bleibt.
Gib mir, Herr, den Geist deiner Liebe,
die mich zum rechten Handeln treibt.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

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50 Gloria rufen wir dir zu

Gloria rufen wir dir zu

Ein Glorialied

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1981
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Gloria, Gloria rufen wir dir zu.
Gloria, Gloria, unser Gott bist du!
1. Du willst fĂŒr alle Menschen
Frieden auf Erden.
Du willst, dass wir uns lieben
und Geschwister werden.
2. Gott, dich loben wir,
dich preisen wir.
Voll Liebe und GĂŒte bist du.
Wir danken dir.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

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51 Gott, bring mein Innerstes zur Ruhe

Gott, bring mein Innerstes zur Ruhe

Ein kurzer meditativer Gesang, der wie ein Mantra wiederholt werden kann und bewirkt, was er ausspricht.

 

Der Text hat mich als Kalenderspruch einen ganzen Monat lang begleitet, bis er in mir auch zu klingen angefangen hat. Leider konnte mir auch die Freundin, die diesen Kalender fĂŒr uns gestaltet hatte, keinen Hinweis zur Herkunft des Textes geben. Auf der CD "Wege wagen" gibt es auch Tanzschritte zu diesem Lied, sodass es zu einer getanzten Meditation werden kann.

 

Text: Herkunft unbekannt
Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Gott, bring mein Innerstes zur Ruhe,
wenn sich mein Leben um mich dreht,
so wie die Achse eines Rades
im Zentrum stille steht.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen geh ich"

 

CD "Wege wagen"

 

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52 Gott, es lobt dich Schwester Sonne

Gott, es lobt dich Schwester Sonne

(Sonnengesang)

Ein Neufassung und -interpretation des Sonnengesangs von Franz von Assisi.

 

Irgendwie hatte ich den Ehrgeiz, auch einmal eine Interpretation des Sonnesgesangs zu verfassen. Jahrelang trug ich diese Idee mit mir herum, aber ĂŒber einen Anfang (der nichts mit der vorliegenden Fassung zu tun hat) kam ich nie hinaus. Und plötzlich - wie von selbst - flossen Text und Melodie. Ich versuchte dabei, einerseits dem mittelalterlichen Sprachstil von Franziskus gerecht zu werden, andererseits aber auch eigene Gedanken einfließen zu lassen und so dieses Lied in unsere Zeit zu ĂŒbertragen.

Die Frage (fĂŒr manche schon so etwas wie eine Glaubensfrage), ob ich dem italienischen Original entsprechend "Bruder" oder doch "Schwester" Sonne sagen sollte, wurde durch meinen Satzbau entschieden: Gott, es lobt dich Bruder Sonnes heller Glanz... Da war es doch einfacher, bei der Schwester zu bleiben.
Übrigens, um konsequent dem italienischen Vorbild zu folgen, mĂŒsste man auch sagen "Schwester Tod", das ist aber bisher noch niemandem fĂŒr die deutsche Übertragung in den Sinn gekommen...

Nachtrag: Der Text ist hier gegenĂŒber dem Liederbuch grammatikalisch richtiggestellt. Die Genetivkonstruktionen mĂŒssen natĂŒrlich richtigerweise Schwester Sonnes, Schwester Wassers und Mutter Erdes heißen.

 

Text (nach dem Sonnengesang des Franz von Assisi) und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Gott, es lobt dich Schwester Sonnes heller Glanz,
Sinnbild deiner GrĂ¶ĂŸe, deiner Herrlichkeit.
Du erleuchtest unser Leben ganz,
ĂŒberwindest Tod und Dunkelheit.
Refr.: Höchster, allmÀchtiger und guter Gott,
alles, was du geschaffen hast, ist gut!
Mit allen Wesen singen wir dein Lob,
danken und dienen dir in Demut,
danken und dienen dir in Demut.
2. Gott, es lobt dich Bruder Mondes milder Schein
und der Sterne Funkeln in der Dunkelheit.
Du willst auch im Dunkel Licht uns sein,
zeigst uns eine Richtung, gibst Geleit.
3. Gott, es lobt dich Bruder Windes Atemhauch,
Wolken, Regen, heit'res Wetter Tag fĂŒr Tag.
Du lenkst unsres Lebens StĂŒrme auch,
hast fĂŒr uns auch Ruhe nach der Plag.
4. Gott, es lobt dich Schwester Wassers Lebensfluss,
der dem MĂŒden Klarheit und Erquickung schafft.
Wer durch LebenswĂŒsten wandern muss,
findet in dir wieder neue Kraft.
5. Gott, es lobt dich Bruder Feuers Freudenschein,
er schenkt WĂ€rme und vertreibt die Finsternis.
So wie er lass froh und stark uns sein,
deiner NĂ€he allezeit gewiss.
6. Gott, es lobt dich Mutter Erdes Fruchtbarkeit,
die uns nĂ€hrt und mannigfaltig FrĂŒchte trĂ€gt.
Leben schenkst du uns zu jeder Zeit.
Du bist unser Grund, der uns bewegt.
7. Gott, es lobt der Mensch, der liebt und der verzeiht,
dich, den Freund des Friedens und des Lebens.
Du bist, der zum Frieden Kraft verleiht,
du die Quelle des Vergebens.
8. Gott, es lobt dich unser Leben, das im Tod
nicht das Ende, sondern die Vollendung sieht.
Wer vertraut, wird nicht von Angst bedroht,
wenn er durch das Tor ins Leben zieht.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen"  

CD "Die Mitte bist du"

 

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53 Gottes Wort begleitet uns

Gottes Wort begleitet uns

Ein Lied, das die grundlegende Gotteserfahrung der Bibel besingt: Gott fĂŒhrt den Menschen in die Freiheit.

 

So hat es Abraham erfahren, so hat es das Volk Israel bei seinem Auszug aus der Sklaverei Ägyptens erfahren, so können es Menschen zu allen Zeiten und Orten erfahren.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2002
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Gottes Wort geht mit uns,
es begleitet uns,
ist die Kraft auf unserem Weg.
1. Abraham traute Gottes Wort:
"Du wirst fĂŒr viele ein Segen."
Er zog aus seiner Heimat fort,
und Sarah ging mit ihm.
2. Aus der Knechtschaft im fremden Land
fĂŒhrt Gott sein Volk in die Freiheit.
Sicher gehn sie an seiner Hand,
können die WĂŒste bestehn.
3. Allezeit und an jedem Ort
erfahren Menschen Befreiung,
sind betroffen von Gottes Wort,
ihr Leben findet ein Ziel.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederheft "Wort auf unserem Weg" 

CD "Wort auf unserem Weg"

CD "Voll Vertrauen gehe ich" 

54 Gottes Wort geht mit

Gottes Wort geht mit

"Suchen. Und Finden" lautete das Motto zum Jahr der Bibel 2003. Schon die Schreibweise dieses Mottos macht sichtbar, dass es keinen Automatismus gibt, dass Suchen nicht automatisch und vor allem nicht immer sofort auch zum Finden fĂŒhrt.

 

Es gilt, den Punkt dazwischen auszuhalten, das scheinbar endgĂŒltige und unbeantwortete Suchen, die Angst, mit der Suche allein zu bleiben und an kein Ziel zu kommen. Dann aber das Geschenk, der ĂŒberraschende Neubeginn: das Finden!

So versuche ich auch in diesem Lied, diesen notwendigen inneren Prozess auf der Suche nach Sinn und LebensglĂŒck nicht vorschnell abzukĂŒrzen, ihn vielmehr in der ersten Strophe zu verstĂ€rken durch "Suchen und fragen", den Gedanken des lebenslangen Unterwegsseins auch mit der Gefahr, immer wieder stehen zu bleiben. In dieses Suchen hinein fĂ€llt die Zuversicht: Gottes Wort geht mit, es zeigt mir einen altbewĂ€hrten Weg: Seit Jahrtausenden finden Menschen Sinn, Orientierung und Leben in diesem Wort. So kann dieses Vertrauen in der letzten Strophe dann auch zur Antwort werden auf die große Frage: Worauf grĂŒndet mein LebensglĂŒck?

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2002
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Suchen und fragen,
ein Mensch des Weges sein,
doch auch daran tragen:
mehr Schein als Sein.
Refr.: Gottes Wort geht mit
und lenkt meinen Schritt
auf den altbewÀhrten Weg.
Wer dem Wort vertraut,
hat nicht auf Sand gebaut
und kann Grenzen ĂŒberwinden
und Leben finden.
2. Worte begleiten
und stÀrken meinen Mut
wie seit alten Zeiten:
Alles wird gut.
3. Suchen und finden
mein Ziel, mein LebensglĂŒck,
worauf kann es grĂŒnden,
was hebt mir den Blick?

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

 

Liederheft "Wort auf unserem Weg" 

CD "Wort auf unserem Weg"

55 Gottes Wort wird Fleisch

Gottes Wort wird Fleisch

In die Schule des Gotteswortes gehen: von verschiedenen Menschen aus der Bibel lernen, mein eigenes Leben mit Gott zu gestalten.

 

So vielfĂ€ltig, wie Menschen in der Bibel Gott als wirkmĂ€chtig in ihrem Leben erfahren und auf diese Erfahrung reagieren, so unterschiedlich und doch immer lebensprĂ€gend kann es auch heute sein, sich auf diesen Gott, diese "Wirklichkeit, die den Menschen unbedingt angeht" (Karl Rahner) einzulassen. Es gibt nicht das eine, endgĂŒltige, abgerundete und abgeschlossene Gottesbild und die damit verbundene Gotteserfahrung in der Bibel. Dieses Bild ist bunt, vielschichtig, auch kantig, und offen fĂŒr Erweiterungen (daher auch die ÜberlĂ€nge des Liedes, das dennoch nur exemplarisch und nicht abgeschlossen ist).

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2003
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Mit Eva zu lernen, noch Leben zu schenken,
wenn schon das Paradies verloren scheint,
auch wenn ich gefallen bin, weiterzugehen:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
Refr.: Denn Gottes Wort wird Fleisch, wird konkret in Raum und Zeit.
Gottes Wort eröffnet neue Wirklichkeit.
Gottes Wort hat Zukunft, Gottes Wort ist Hoffnungskraft,
die wie in alten Zeiten neues Leben schafft.
2. Mit Noach zu lernen, nicht unterzugehen,
wenn alle Zeichen auf Sturmwind stehn,
nach Unheil und Untergang den Regenbogen sehen:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
3. Mit Abraham zu lernen, den Aufbruch zu wagen,
noch in den dunklen NĂ€chten Sterne sehn.
Auf Gottes Verheißung mein Leben zu bauen:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
4. Mit Hagar zu lernen, nicht Sklavin zu bleiben,
die WĂŒrde finden, die tief in mir steckt,
in WĂŒsten des Lebens die Quelle entdecken:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
5. Mit Jakob zu lernen, in nÀchtlichen Stunden
mit Gott zu ringen, der mir fremd erscheint,
gesegnet am Morgen nach Hause zu gehen:
in die Schule des Gottewortes gehn.
6. Mit Josef zu lernen, den TrÀumen zu trauen,
die Gott in meine dunklen NĂ€chte schickt,
ohne es zu ahnen, die Zukunft zu bauen:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
7. Mit Schifra und Pua den Widerstand lernen,
wo das Gesetz nicht dem Leben dient,
Gott mehr zu gehorchen als menschlichen MĂ€chten:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
8. Mit Mirjam zu lernen, die Pauke zu schlagen,
zu tanzen, wenn die Not gewendet ist,
mit Frauen und MĂ€nnern Befreiung zu feiern:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
9. Mit Israel zu lernen, im Wechsel der Zeiten
mit Gottes Hilfe meinen Weg zu gehn,
auch Durststrecken durch manche WĂŒste bestehen:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
10. Mit Rut zu lernen, dort Heimat zu finden,
wo Menschen treu an meiner Seite stehn,
mit Frauen solidarisch das Leben gestalten:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
11. Mit David zu lernen, Gott Lieder zu singen,
der zu mir steht, auch wenn ich schuldig bin,
Verantwortung fĂŒr meine Taten zu tragen:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
12. Mit Jona zu lernen, Gott nicht zu entfliehen,
wenn er mich ruft und meine Stimme braucht,
prophetisch und kritisch fĂŒr Recht einzustehen:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
13. Mit Elija zu lernen, Gott neu zu erfahren,
wenn mein Bild von ihm nicht mehr weiter trÀgt,
im hörenden Schweigen ihn neu zu erahnen:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
14. Mit Judit zu lernen, als Frau stark zu werden,
mich nicht zu beugen unter die Gewalt,
nach Wegen zu suchen, wo alle verzweifeln:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
15. Mit Hiob zu lernen, auch Leid zu ertragen,
wo Gott nur schweigt und keine Antwort gibt,
in Krisen zu reifen und Sinn zu erfahren:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
16. Mit Maria zu lernen, fĂŒr Gott mich zu öffnen,
wenn er unvermutet in mein Leben tritt,
auch ohne zu verstehen mein Jawort zu geben:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
17. Mit Hanna zu lernen, das Wort zu ergreifen,
an Orten, wo man Frauen schweigen heißt,
Gott zu erkennen und von ihm zu sprechen:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
18. Mit Petrus zu lernen, auch zweifeln zu können,
und dann erfahren, dass das Wasser trÀgt,
auch nach dem Verrat noch Vertrauen erleben:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
19. Mit Marta den Blick fĂŒr das Wesentliche finden,
nicht blind zu werden vor Betriebsamkeit,
Maria, die Stille, als Schwester zu lieben:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
20. Mit Magdalena zu lernen, den Schmerz auszuhalten,
nicht fortzulaufen vor Tod und Grab,
und dann die erste Zeugin der Auferstehung werden:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
21. Mit Paulus zu lernen, mein Leben zu Àndern,
wenn die Erkenntnis wie ein Blitz mich trifft,
Erfahrung an andere weiter zu geben:
in die Schule des Gotteswortes gehn.
22. Mit Frauen und MĂ€nnern und ihren Geschichten,
einmalig so wie du und ich es sind,
von Gott angesprochen, durchs Leben begleitet,
in den Spuren des Gotteswortes gehn.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederheft "Wort auf unserem Weg" 

CD "Wort auf unserem Weg"

56 Gott geht mit

Gott geht mit

Ein biblisches Grundthema und ein Grundthema in vielen meiner Lieder: Wie vielfĂ€ltig immer die Wege von Menschen aussehen können: Gott geht mit!

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Auf dem Weg aus Sklaverei und UnterdrĂŒckung in die Freiheit,
auf dem harten Weg (dem harten Weg);
auf dem Weg durch Angst und Zweifel, durch WĂŒste und Nacht,
auf dem dunklen Weg (dem dunklen Weg):
Refr.: Gott geht mit, er ist treu,
er fĂŒhrt unseren Weg ans Ziel.
Gott geht mit, er ist treu.
Er ist selbst das Ziel.
2. Auf dem Weg in eine ungeahnte Zukunft, im Aufbruch,
auf dem Weg (ja, auf dem Weg);
auf dem Weg, der lockt und ruft in geheimnisvolle Ferne,
auf dem fremden Weg (dem fremden Weg):
3. Auf dem Weg des Engagements fĂŒr Frieden und Gerechtigkeit,
dem schweren Weg (dem schweren Weg);
auf dem Weg zu den Menschen, ihrer Freude, ihrem Leid,
auf Gottes Weg (auf Gottes Weg):
4. Auf dem Weg mit vielen Menschen, die ihr Leben teilen,
ihren Weg (auf ihrem Weg);
auf dem Weg in eine Heimat, die Gott fĂŒr uns bereitet,
auf dem großen Weg (dem großen Weg):

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

57 Gott hat uns die Erde

Gott hat uns die Erde

...als Lebensraum gegeben. Ein (leider) nach wie vor aktuelles Lied von der Schöpfungsverantwortung und von der SĂŒnde des Menschen, die ihn immer der ursprĂŒnglichen Freiheit und Einheit entfremdet.

 

Die Strophen entfalten dabei die ersten Kapitel des Buches Genesis: Die grundsĂ€tzlich gute Schöpfung, die dem Menschen anvertraut ist (Gen 1 und 2). Der Mensch aber verspielt sein Paradies (möchte selber sein wie Gott - Gen 3), wird aus Neid und Gier zum Mörder seines Bruders (Gen 4) und verliert nicht nur die Einheit mit Gott und der Schöpfung, sondern auch die Einheit untereinander (Turmbau zu Babel - Gen 11). 

Dieses Lied wĂ€re beinahe in Vergessenheit geraten. Obwohl bereits 1985 entstanden, habe ich es bei der Zusammenstellung der Liederbuches "Immer noch auf dem Weg" (1999) ĂŒbersehen und erst mit dem Bibellieder-Projekt "Wort auf unserem Weg" (2003) wieder aus der Versenkung geholt. Es ist und bleibt (leider) ein sehr aktuelles Lied!

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1985
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Gott hat uns die Erde als Lebensraum gegeben,
damit wir sie bebauen und auf ihr in Frieden leben.
Doch was haben wir gemacht aus diesem Paradies? -
Eine Welt ohne Gott, der uns doch Freiheit ließ.
Refr.: Herr, erbarme dich, erbarm dich unsrer Zeit,
erbarme dich unserer Zeit.
2. Gott hat uns die Erde als Lebensraum gegeben,
damit wir sie bebauen und auf ihr in Frieden leben.
Doch was haben wir gemacht aus unsrer Freiheit? -
Schon seit dem ersten Tag Brudermord, Krieg und Streit!
3. Gott hat uns die Erde als Lebensraum gegeben,
damit wir sie bebauen und auf ihr in Frieden leben.
Doch was haben wir gemacht aus dieser Einheit? -
Verstehn einander nicht, spĂŒr'n die Zerrissenheit!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederheft "Wort auf unserem Weg" 

CD "Wort auf unserem Weg"

 

CD "Voll Vertrauen gehe ich" 

58 Gott ist im Kommen

Gott ist im Kommen

Ein Adventlied

 

Gott kommt heute und hier - bei dir und bei mir!

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Gott ist im Kommen, den Weg macht bereit!
Ankunft ist heute und hier.
Gott will erhellen das Dunkel der Zeit:
Ankunft bei dir und bei mir.
2. Gott ist im Kommen, macht weit ihm das Tor!
Ankunft ist heute und hier.
Gott bringt aus Kleinem das Große hervor:
Ankunft bei dir und bei mir.
3. Gott ist im Kommen, der Himmel bricht auf!
Ankunft ist heute und hier.
Gott nimmt die menschliche Grenze in Kauf:
Ankunft bei dir und bei mir.
4. Gott ist im Kommen, erwartet ihn froh!
Ankunft ist heute und hier.
Gott kommt ganz sicher - die Frage ist: Wo?
Ankunft bei dir und bei mir.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

59 Gott, lenke meine Schritte

Gott, lenke meine Schritte

Ein kleines Lied zur Zentrierung und zur Ausrichtung auf einen Sinn und eine Mitte meines Lebens, "wo der Himmel offen steht".

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2005
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

   Gott, lenke meine Schritte,
fĂŒhr' auf meinem Lebensweg
mich hin zu meiner Mitte,
wo der Himmel offen steht.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

CD "Wege wagen"

60 Gott, mein Herz ist ohne Ruh

Gott, mein Herz ist ohne Ruh

Ein Lied von der Suche und der Sehnsucht nach Gott

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2006
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Gott, mein Herz ist ohne Ruh,
rastlos such ich GlĂŒck um GlĂŒck.
Was ich finde, ist nur StĂŒck.
GlĂŒck und Ruhe bist nur du!
2. Gott, mein Herz ist voller Angst,
Sorge macht mein Leben schwer.
Wo kommt mir ein Lichtstrahl her?
Trost und Hoffnung bist nur du!
3. Gott, mein Herz ist ohne Ziel,
weglos laufe ich verirrt.
Wo ist einer, der mich fĂŒhrt?
Weg und Hirte bist nur du!
4. Gott, ich leg in deine Hand
meine Zukunft, meinen Weg.
Sei der Freund, der mit mir geht.
Sei in Ewigkeit mein Du!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

CD "Die Mitte bist du"

 

61 Gott, wir danken dir

Gott, wir danken dir

Akklamation mit Textvariationen zum Eucharistischen Hochgebet oder als FĂŒrbittruf.

 

Dieser kurze Ruf entstand in der Phase der Fertigstellung des Liederbuches "du mit uns" im Haus der Stille im Sommer 2006. Mit der Variante "Gott, wir bitten dich" ist dieser Ruf auch als Antwort auf FĂŒrbitten geeignet. Indem der Ruf von einem VorsĂ€nger/einer VorsĂ€ngerin angestimmt wird, ist klar, welche Textvariante zum Zug kommt.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2006
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  V: Gott, wir danken dir!
A: Gott, wir danken dir, Gott, wir danken dir!
   
  Textvarianten:
Gott, wir preisen dich!
Gott, wir loben dich!
Gott, wir bitten dich!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

 

62 Gott, wir rufen zu dir

Gott, wir rufen zu dir

Ein FĂŒrbittruf

 

Text: Liturgie
Musik: Neufassung: Hans Waltersdorfer, 1997
nach dem Ruf "Erhöre uns, Herr" aus dem Linzer Diözesananhang zum "Gotteslob"; Quelle unbekannt
© der Neufassung: Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

V: Gott, wir rufen zu dir.
A: Höre uns, Gott, erhöre uns!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

63 Halbwegs unterwegs

Halbwegs unterwegs

Ein Lied von der Unvollkommenheit

 

Zwei Anregungen bilden den Hintergrund fĂŒr dieses Lied:

  • Ein Aspekt der Symbolik des Labyrinths von Chartres: Der Weg des Labyrinthes windet sich in 11 Kreisen um die Mitte - 11 als Zahl der Unvollkommenheit. Ich gehe meinen Weg immer in Unvollkommenheit - erst mit der Mitte, dem Ziel, finde ich die Vollkommenheit.
  • Ein Text von Helene Loidolt ("Auf halbem Weg"), in dem es u.a. heißt: Wir lieben so halbwegs - wir leben so halbwegs - Gott, komm uns entgegen.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Halbwegs unterwegs,
mit halber Kraft und halber Liebe,
so halbwegs unterwegs
im Labyrinth des Lebens.

Bin so halbwegs unterwegs,
mit halber Kraft und halber Liebe,
so halbwegs unterwegs
im Labyrinth des Lebens.
Gott, mach mich ganz!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

64 Halleluja - Lobt mit mir Gott

Halleluja - Lobt mit mir Gott

Ein Loblied auf Jahwe, den vĂ€terlich-mĂŒtterlichen Gott der Bibel

 

Ein Lied, das nicht viele ErklĂ€rungen braucht - außer, dass es mir wichtig war, die einseitig mĂ€nnlichen Gottesvorstellungen etwas aufzubrechen. Das auch im Blick darauf, dass der biblische Gottesname JHWH/Jahwe, um den es hier geht (Hallelu-ja heißt ja eigentlich: Lobt JHWH) auch nicht eindeutig mĂ€nnlich ist: "Ich bin da seiend". Die Übersetzung "Ich bin der, der ich (da) bin" ist schon wieder eine einseitige Interpretation. Und auf der menschlichen Ebene ist es doch eher die Frau/die Mutter, mit der wir die Erfahrung machen: "Ich bin immer da fĂŒr dich!"

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: (Wir singen:) Halleluja, halleluja,
halleluja, halleluja!
Wir singen: Halleluja, halleluja,
halleluja, halleluja!
1. Lobt mit mir Gott, er ist der Schöpfer der Atome und des Kosmos,
er, von Ewigkeit zu Ewigkeit der Urgrund dieser Welt,
er ist die Kraft, die alle Dinge ganz im Innersten durchdringt
und diese Welt zusammenhÀlt.
2. Lobt mit mir Gott, sie ist die Quelle und das Fließen allen Lebens,
die aus UnvergÀnglichkeit alles VergÀngliche gebiert.
Sie ist das BlĂŒhen, Wachsen, Reifen und am Ende dann das Ziel,
das alles zur Vollendung fĂŒhrt.
3. Lobt mit mir Gott, sie ist das Wesen und das Sein in allen Dingen,
das Geheimnis, das der Welt im Innersten zugrunde liegt.
Sie ist der Atem allen Lebens und der Herzschlag dieser Welt,
der Lebensstrom, der nie versiegt.
4. Lobt mit mir Gott, er ist der Schöpfer und der Vater aller Menschen,
der die Vielfalt liebt und doch in allem unsre Einheit will.
Er ist das Feuer einer Sehnsucht, die in allen Menschen brennt:
Gott, unser Ursprung, unser Ziel.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

65 Hand in Hand

Hand in Hand

Ein Friedenslied, das auch ein Motiv aus Psalm 23 aufgreift: Gott fĂŒhrt uns auf eine grĂŒne Au, stillt unsere Sehnsucht und schenkt uns Frieden.

 

Dieses Lied entstand unter dem Eindruck der Teilnahme an der großen Friedensdemonstration mit 70.000 Menschen in Wien im Mai 1983, der bisher grĂ¶ĂŸten Massenkundgebung in Österreich in der 2. Republik, und einem begleitenden Fasten fĂŒr den Frieden (als Franziskaner, gemeinsam u.a. mit Buddhisten) vor dem Wiener Stephansdom.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1983
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  |: Hand in Hand
gehen wir in ein Land,
in eine neue Zeit,
wo ew'ger Friede blĂŒht
und wo der Herr uns fĂŒhrt
aus aller Dunkelheit
auf eine grĂŒne Au,
am frischen Wasserquell
all unsre Sehnsucht stillt. : |
in seinem Friedensreich.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen gehe ich"

 

66 Heilig bist du

Heilig bist du

Ein Sanctuslied

 

Text: Liturgie
Musik: Hans Waltersdorfer, 1993
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Heilig, heilig, heilig,
heilig bist du.
Heilig, heilig, heilig,
heilig bist du.
1. Herr, wir preisen dich und rufen dir zu:
2. Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!
3. Hosanna in der Höhe, hosanna in der Höh'!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

67 Heilig bist du, Gott

Heilig bist du, Gott

Ein Heiliglied

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Heilig, heilig, heilig bist du, Gott!
Heilig, heilig, heilig bist du, Gott!
1. Gott, unser Vater und Schöpfer der Welt:
Heilig bist du, unser Gott!
2. Himmel und Erde verkĂŒnden dein Lob,
alles, was je du erschufst.
3. Singt dem Gesalbten, Hosanna dem Herrn,
ihm, der da kommt aus der Höh!
4. Sing ihm Hosanna und jubelt ihm zu,
er kommt im Namen des Herrn.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

 

68 Heilig, heilig, heilig, Herr

Heilig, heilig, heilig, Herr

Ein Sanctuslied

 

Text: Liturgie
Musik: Hans Waltersdorfer, 1993
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Heilig, heilig, heilig, Herr,
heilig bist du, Gott Sabaoth.
Heilig, heilig, heilig, Herr,
heilig bist du, o großer Gott!
1. Erd und Himmel sind erfĂŒllt von deiner Herrlichkeit.
2. Alle Wesen rufen laut: Heilig ist der Herr!
3. Hochgelobt sei, der da kommt im Namen unsres Herrn!
4. Hosanna in der Höhe, hosanna in der Höhe!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

69 Herr, fĂŒr deine Liebe

Herr, fĂŒr deine Liebe

Ein Lied, das einlÀdt, dankend, singend, schweigend sich in Gottes Liebe fallen zu lassen.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1981
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Herr, fĂŒr deine Liebe zu mir will ich dir danken,
Herr, denn deine Liebe zu mir ist so groß.
Herr, ich danke dir, weil du bei mir bist.
Voll Vertrauen schenke ich mich dir.
2. Herr, von deiner Liebe zu mir will ich singen,
Herr, denn deine Liebe zu mir ist so schön.
Allen Menschen will ich sagen, du bist gut.
Singen will ich, Herr, zu deinem Lob.
3. Herr, in deiner Liebe zu mir will ich nun schweigen,
Herr, denn deine Liebe zu mir ist so tief.
Herr, ich danke dir, weil du mich befreist
aus meinen Ängsten in dein Licht.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

70 Herr, ich bin bedĂŒrftig

Herr, ich bin bedĂŒrftig

Lied mit Tanzschritten vor der Kommunion

 

Immer wieder komme ich mit Menschen ins GesprĂ€ch, die sich in der Messfeier an dem gemeinsamen Gebet vor der Kommunion stoßen: "Herr, ich bin nicht wĂŒrdig, dass du eingehst unter mein Dach..." Meist ohne den biblischen Hintergrund zu kennen, sehen sie darin eine FortfĂŒhrung einer alten kirchlichen Einstellung, die den Menschen bewusst niederdrĂŒckt, "unwĂŒrdig" und klein macht - im Gegensatz zur emanzipatorischen und durchaus biblischen Botschaft, dass jeder einzelne Mensch wertvoll und "voll WĂŒrde" (auch in den Augen Gottes) sei.

TatsĂ€chlich scheint es mir hinterfragbar zu sein, ob man so ein Element mit aller Gewalt aufrecht erhalten muss, wenn man es eigentlich bei jedem Gottesdienst vorher mĂŒhsam deuten und verstĂ€ndlich machen mĂŒsste.

Manche Gemeinden umschiffen das Problem, indem sie stattdessen sagen: "Herr, du machst mich wĂŒrdig..." - dann wird aber die FortfĂŒhrung mit "aber sprich nur ein Wort..." unlogisch - man mĂŒsste also eigentlich den ganzen Text umformulieren, was praktisch nicht machbar ist. Bei einem Priester habe ich den Brauch kennen gelernt, "Herr, ich bin bedĂŒrftig..." zu beten. Wenn man das aber bei jeder Messe vorher ansagen muss, ist das doch auch etwas störend.

Nun, hier ist die Lösung: Man könnte doch stattdessen einfach singen und die gesangliche Freiheit eines neuen Zugangs zum Inhalt dieses liturgischen Elementes dazu nĂŒtzen, die Gedanken auch gleich weiterzufĂŒhren. Und damit es ein ganzheitliches Element wird, gibt es die Möglichkeit einfacher Bewegungen dazu, die den Text unterstreichen und sowohl am Platz stehend als auch in Form eines Kreistanzes ausgefĂŒhrt werden können (Tanzschritte im Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen").

 

Text (Str. 1 nach Liturgie) und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Herr, ich bin bedĂŒrftig, dass du eingehst unter mein Dach.
Darum sprich nur ein Wort, und meine Seele wird gesund.
Darum sprich nur ein Wort, und meine Seele wird gesund.
2. Herr, ich bin bedĂŒrftig, dass du eingehst unter mein Dach.
Darum brich mir dein Brot, und ich geh gestÀrkt meinen Weg.
Darum brich mir dein Brot, und ich geh gestÀrkt meinen Weg.
3. Herr, ich bin bedĂŒrftig, dass du eingehst unter mein Dach.
Darum reich mir den Wein, und mein Leben wird wieder heil.
Darum reich mir den Wein, und mein Leben wird wieder heil.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

71 Herr, ich will dir danken

Herr, ich will dir danken

Ein kleiner Dankpsalm, zusammengestellt aus verschiedenen Versen mehrerer Psalmen.

 

In dieser Freiheit ist auch Franz von Assisi nicht nur mit den Psalmen umgegangen, sondern hat eigene "Psalmen" mit Zitaten kreuz und quer durch die Bibel zusammengestellt - mit Worten, die ihm offensichtlich wichtig geworden sind, die er sich verinnerlicht hat und die dann ganz natĂŒrlich in sein Beten eingeflossen sind.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1981
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Herr, ich will dir danken, denn du bist gut.
Deinem Namen will ich singen und spielen
und an dir mich freu'n.
1. Dir vertraut, wer deinen Namen kennt,
denn du, o Herr, verlÀsst keinen, der dich sucht. (Ps 9,11)
2. Dem BedrÀngten wird der Herr zur Burg.
Zur festen Burg wird Gott in Zeiten der Not. (Ps 9,10)
3. StĂ€ndig hab ich dich vor Augen, Herr.
Du stehst zur Rechten mir, und ich wanke nicht. (Ps 16,8)
4. Ja, du zeigst mir meinen Lebensweg.
Vor deinem Angesicht herrscht Freude alle Zeit. (Ps 16,11)

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

72 Herr, mit meiner Schuld

Herr, mit meiner Schuld

Ein Bußlied ĂŒber Schuld, Vergebung, Versöhnung und das GlĂŒck des Neubeginns.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1981
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Herr, mit meiner Schuld komm ich zu dir,
du nimmst mich an und machst mich neu.
Du, mein Gott bist gut, wartest auf mich,
bis ich dich seh und zu dir komm.
Refr.: Gott, ich will dir danken,
weil du mich befreit hast,
meine Ketten sprengst
und mir die Schuld verzeihst.
2. Schwer bedrĂŒckt war ich, solang ich schwieg,
doch dann hab ich die Schuld bekannt.
Fort ist nun die Angst, die mich gequÀlt,
denn jetzt weiß ich: Ich bin erlöst.
3. Groß ist nun das GlĂŒck, das mich erfĂŒllt,
denn ich bin jetzt ganz neu dein Kind.
Gib mir, Vater, Kraft, den Weg zu gehn,
den du mir zeigst in hellem Licht.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

73 Herr, segne und behĂŒte uns

Herr, segne und behĂŒte uns

(auch: Gott, segne und behĂŒte uns)

Gesungene Version des "Aaronssegens" (Num 6,24ff.), auch bekannt als "Franziskussegen".

 

Diesen alttestamentlichen Segen hat Franz von Assisi fĂŒr Bruder Leo auf ein StĂŒck Pergament geschrieben und mit einem "Tau" unterzeichnet. Dieses SchriftstĂŒck ist bis heute erhalten.

Der usprĂŒnglich in der Du-Form gesprochene Segen ("Der Herr segne und behĂŒte dich...") ist fĂŒr dieses Lied als Segensbitte in der Wir-Form formuliert.
Im Liederbuch "du mit uns" ist dieses Lied unter dem Titel "Gott, segne und behĂŒte uns" veröffentlicht.

 

Text: "Franziskussegen" nach Num 6,24ff.
Musik: Hans Waltersdorfer, 1983
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Herr, segne und behĂŒte uns,
wende dein Angesicht uns zu.
Erweise uns Barmherzigkeit
und schenk uns deinen Frieden, Herr,
und schenk uns deinen Frieden, Herr.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen gehe ich"

 

74 Herr, sieh auf die Gaben

Herr, sieh auf die Gaben

Ein Gabenbereitungslied, das mir wegen seines Groove eigentlich gut gefÀllt, das aber bislang keine Verbreitung gefunden hat.

 

(Ok, textlich gibt es TiefschĂŒrfenders...)

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1982
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Herr, sieh auf die Gaben, die wir dir bringen,
ein StĂŒck Brot und einen Becher Wein;
und ein Loblied wollen wir dir singen,
ein Zeichen unsres Dankes soll es sein.
1. Mach uns diese Gaben
zum Brot des Lebens,
zum Kelch unsres Heils.
2. Mach unser ganzes Leben
zu einem Loblied,
zum Loblied fĂŒr dich.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

75 Hoffnungsspur

Hoffnungsspur

Ein Weg-Licht-Lied

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Hoffnungsspur, mir gelegt,
zeige mir doch meinen Weg,
dass ich meine Richtung seh
und aufs Ziel zugeh.
Hoffnungsspur, mir gelegt,
zeig mir meinen Weg!
2. Hoffnungsspur, mir gelegt,
leite mich auf meinem Weg,
dass ich deinen Schritten dann
sicher folgen kann.
Hoffnungssspur, mir gelegt,
leit mich meinen Weg!
3. Hoffnungsspur, mir gelegt,
leuchte mir auf meinem Weg,
dass ich nicht im Dunkeln geh
und den Weg nicht seh.
Hoffnungsspur, mir gelegt,
leucht mir meinen Weg!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

76 Hosanna dem Sohne Davids

Hosanna dem Sohne Davids

Ein Hymnus zum Palmsonntag aus dem 9. Jahrhundert, musikalisch neu gefasst.

 

Text: nach Theodulf von Orleans ("Gloria, laus et honor"), um 815
Musik: Hans Waltersdorfer, 1994
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Hosanna, hosanna dem Sohne Davids!
Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!
1. Ehre, Lob und Ruhm
sei dir, Erlöser und Herr!
Jubelnd rief einst das Volk
sein Loblied dir zu:
2. Dir lobsingen im Himmel
die ewigen Chöre.
So auch preist dich der Mensch,
die ganze Schöpfung zugleich.
3. Einst mit Zweigen in HĂ€nden
zog das Volk dir entgegen.
So auch gehn wir mit dir
mit Lied und Gebet.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

77 Höchster und glorreicher Gott

Höchster und glorreicher Gott

Das Gebet, das von Franz von Assisi in der Phase seiner intensiven Suche nach einem Lebenssinn ĂŒberliefert ist, auch bekannt als "Gebet vor dem Kreuzbild von San Damiano".

 

Text: Franz von Assisi
Musik: Hans Waltersdorfer, 1992
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Höchster und glorreicher Gott!
Erleuchte das Dunkel meines Herzens.
Schenk mir rechten Glauben,
gefestigte Hoffnung
und vollendete Liebe.
2. Höchster und glorreicher Gott!
Gib mir das rechte Empfinden
und lass mich erkennen
deinen heil'gen Willen.
Schenk mir vollendete Liebe.
3. Höchster und glorreicher Gott!
Höchster und glorreicher Gott!
Schenk mir rechten Glauben,
gefestigte Hoffnung
und vollendete Liebe.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

78 Ich bin da

Ich bin da

Eine Variante zu Psalm 139 - aus der Perspektive Gottes und getragen von der eindringlich wiederholten Zusage seines Namens JAHWE: Ich bin da!

 

Von diesem Lied gibt es auch eine englische Fassung.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Ich bin da. Ich bin da.
Ich bin da. Ich bin da.
1.  Auch wenn du mich ferne wĂ€hnst,
dich nach fremden Göttern sehnst,
aber meine Hand ablehnst:
Ich bin da!
2. Und wenn du sitzt, und wenn du stehst,
wenn du dich hinlegst oder gehst,
erntest oder sÀst:
Ich bin da!
3. Auch wenn du die Flucht ergreifst,
dich verweigerst meinem Geist,
meine NĂ€he von dir weist:
Ich bin da!
4. Von allen Seiten berg' ich dich,
halt' meine Hand stets ĂŒber dich,
fĂŒrchte dich doch nicht:
Ich bin da!
5. Auch wenn Dunkelheit dich deckt,
wenn die Zukunft dich erschreckt,
Ängste nur in dir erweckt:
Ich bin da!
6. Bevor die Mutter dich gebar,
nahm ich schon deine Schönheit wahr.
Du bist mir stets nah.
Ich bin da!
   
englischer Text:
Refr.: I am near.
1. Even when your day is done,
even when the sun is gone,
even when the night has come:
I am near!
2. And when you sit and when you stand
or when you walk across the land
I will take your hand:
I am near!
3. Even when there is no light,
even in your darkest night,
even in dispair and fight:
I am near!
4. I will be always at your side.
There is no need for you to hide.
At low or rising tide:
I am near!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

Liederheft "Wort auf unserem Weg"

CD "Wort auf unserem Weg"

79 Ich bin fĂŒr dich da

Ich bin fĂŒr dich da

Kanon zum biblischen Gottesnamen JHWH oder auch zu Psalm 139.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2006
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Ich bin fĂŒr dich da,
ich bin dir immer und ĂŒberall nah.
Da, wo du bist, soll meine Liebe sein,
sei gewiss, du bist nie allein!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

80 Ich singe nicht allein

Ich singe nicht allein

Ein programmatisches Lied fĂŒr mein Liederbuch "Immer noch auf dem Weg": Ich möchte nicht Menschen mit meinen Liedern berieseln, sondern meine Lieder, meine TrĂ€ume, meine TrĂ€nen, meinen Weg mit ihnen teilen.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Ich singe, doch ich sing' nicht allein.
Ich lade euch mit mir zu singen ein.
Unsre Lieder sollen Freude wecken,
Lebenskraft und Mut.
Ich singe, doch ich sing' nicht allein.
Refr.: Ich singe, doch ich sing' nicht allein.
Ich lade euch zum Singen ein.
Hmmm...
Ich singe, doch ich sing' nicht allein.
2. Ich trÀume, doch ich trÀum' nicht allein.
Ich lade euch mit mir zu trÀumen ein.
In unsern TrĂ€umen soll die Hoffnung blĂŒhen,
sprossen wie ein Baum.
Ich trÀume, doch ich trÀum' nicht allein.
3. Ich weine, doch ich wein' nicht allein.
Ich lade euch mit mir zu weinen ein.
Unsre TrÀnen sollen Zorn entfachen
ĂŒber Unrecht und Gewalt.
Ich weine, doch ich wein' nicht allein.
4. Ich gehe, doch ich geh' nicht allein.
Ich lade euch mit mir zu gehen ein.
Unser Weg soll uns zum Frieden fĂŒhren,
jeder kleine Schritt.
Ich gehe, doch ich geh' nicht allein.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

81 Ich bin und bin noch nicht

Ich bin und bin noch nicht

Ein Lied ĂŒber die Unvollkommenheit und den Weg der Menschwerdung

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Ich bin und bin noch nicht,
bin noch nicht der, als den mich Gott gedacht hat,
bin Mensch und noch nicht Mensch -
Gott, werde Mensch in mir!
1. Ich bin, so wie ich bin, geworden
und bin noch im Werden,
bin noch nicht fertig, nicht am Ende,
ich bin unterwegs.
2. Ich habe mich bis hier entfaltet,
doch noch liegt in mir
ein Korn, das wurzeln will und keimen
und hindrÀngt zum Licht.
3. Wie viel von meinem Leben ist schon
erloschen, und doch
glĂŒht in mir noch der Funke Gottes,
der Licht werden will.
4. So manchen Schritt bin ich gegangen,
doch noch liegt mein Weg
mit seinem Ziel vor mir verborgen
und lockt mich und ruft.
5. Ich bin und bleibe unvollkommen;
und doch lebe ich
meiner Vollendung stets entgegen,
werd' Mensch und werd' ganz.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

82 Ich fall immer wieder

Ich fall immer wieder

Ein Lied vom Aufstehen

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Ich fall immer wieder
und steh doch wieder auf.
Ich fall immer wieder
und steh doch auf.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

83 Ich lasse mich ein

Ich lasse mich ein

Ein Lied vom Wunder der verwandelnden Begegnung mit Gott

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2000
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Ich lasse mich ein auf die Begegnung mit dir,
ich lasse das Wunder geschehn.
Ich lasse es zu, dass ich verwandelt werd',
ich verlasse mich, Gott, auf dich.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen"

 

84 Ich werde finden

Ich werde finden

Ein vielfĂ€ltig inspiriertes Lied ĂŒber Gott als Ziel unserer Lebenssuche, ĂŒber Vollendung, Ankommen, Schauen, Staunen, Finden und Gefunden-Werden. Bis dahin geht es uns wie den Fischen in der Legende, die nach Wasser suchen und nicht wissen, dass sie die ganze Zeit im Wasser leben:

 

Die Fische eines Flusses sprachen zueinander: "Man behauptet, dass unser Leben vom Wasser abhĂ€ngt. Aber wir haben noch niemals Wasser gesehen. Wir wissen nicht, was Wasser ist." Da sagten einige, die klĂŒger waren als die anderen: "Wir haben gehört, daß im Meer ein gelehrter Fisch lebt, der alle Dinge kennt. Wir wollen zu ihm schwimmen und ihn bitten, uns das Wasser zu zeigen."
So machten sich einige auf und kamen auch endlich ans Meer und fragten den weisen Fisch. Als er sie angehört hatte, sagte er: "O, ihr dummen Fische! Im Wasser lebt ihr und bewegt ihr euch. Aus dem Wasser seid ihr gekommen, zum Wasser kehrt ihr wieder zurĂŒck. Ihr lebt im Wasser, aber ihr wisst es nicht. Alles was euch umgibt, ist Wasser."

Die zweite Strophe greift einen Gedanken von Ernesto Cardenal aus seinem "Buch von der Liebe" auf: Obwohl wir Gott nie gesehen haben, sind wir wie Zugvögel, die eine geheimnisvolle Unruhe empfinden, eine Sehnsucht nach einer frĂŒhlingshaften Heimat, die sie nie gesehen haben, zu der sie aufbrechen ohne zu wissen wohin."

Es entspricht der Grunddynamik dieser oft namenlosen Sehnsucht, dass das ganze Lied sehr intensiv von Gott handelt, ohne ihn nennen zu können.

Der Refrain schließlich wurde inspiriert durch den Titel "I Will Find You" von Clannad, ein Thema aus dem Film "Der letzte Mohikaner". 

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. (Wie ein Fisch) Wie ein Fisch im Meer bin ich,
der nach Wasser sucht,
(und nicht weiß) und nicht weiß, dass ihn
das Wasser rings umgibt.
(Wie ein Fisch) Wie ein Fisch im Meer bin ich,
der nach Wasser sucht,
(und nicht weiß) und nicht weiß, dass er
im Wasser nur lebt. - Doch:
Refr.: Es kommt der Tag, da werde ich finden.
Ich finde, ich schaue und - bin.
Und ich selbst bin dann gefunden,
wenn ich finde und schaue und - bin.
2. (Wie ein Vogel) Wie ein Vogel im Herbst bin ich,
den die Sehnsucht treibt,
(unterwegs) unterwegs in ein Land,
das er im Herzen nur kennt.
(Wie ein Vogel) Wie ein Vogel im Herbst bin ich,
den die Sehnsucht treibt,
(unterwegs) unterwegs in ein Land,
das Sonne verheißt. - Und:

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

85 Immer noch auf dem Weg

Immer noch auf dem Weg

Leben heißt Unterwegssein, Entwicklung, VerĂ€nderung. Die entscheidende Frage dabei bleibt: Wohin gehst du? Was ist dein Ziel?

 

FĂŒr mich persönlich ist dieses Lied der direkte Nachfolger von "Voll Vertrauen gehe ich den Weg mit dir mein Gott... Am Ende dieses Weges bist du selber dann das Ziel...". Auch wenn das Wort "Gott" im aktuellen Lied direkt nicht vorkommt, so bleibt er doch dieses Ziel, das "eingeschrieben in mein Herz" ist.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Ich bin immer noch, immer noch, immer noch auf dem Weg,
und das Ziel bleibt eingeschrieben in mein Herz.
1. Immer noch suchen, immer noch fragen,
immer wieder einen Aufbruch wagen,
immer noch auf dem Weg.
2. Immer wieder loslassen, neu mich binden,
immer wieder ein StĂŒck Antwort finden,
immer noch auf dem Weg.
3. Immer wieder gehen und verweilen,
immer wieder Leben empfangen und teilen,
immer noch auf dem Weg.
4. Immer noch mit mir selber ringen,
immer wieder einmal neu beginnen,
immer noch auf dem Weg.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

 

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen gehe ich;

 

CD "Wege wagen"

86 In den StĂŒrmen meines Lebens

In den StĂŒrmen meines Lebens

Ein Lied ĂŒber die Frage nach Gott im Boot dieser Welt

 

Anstoß fĂŒr dieses Lied war das Evangelium vom Seesturm (Mk 4,35-41) an einem Sonntag im Juni 2009 und die daran anschließende Predigt.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: In den StĂŒrmen meines Lebens,
in der Flut, die mich bedroht,
sei mein Rufen nicht vergebens:
Hilf mir, Gott, aus meiner Not!
1. Dunkle Wolken, Angst und Sorgen,
Kampf um Arbeit, Geld und Brot
trĂŒben mir den Blick fĂŒr morgen.
Wo bist du, Gott, in diesem Boot?
2. Wirres Toben der GefĂŒhle -
Was bringt Leben, was bringt Tod?
Und kein Stern zur Orientierung!
Wo bist du, Gott, in diesem Boot?
3. In den ZwÀngen der Gesellschaft
ist die Freiheit stets bedroht.
Wo find ich hier Raum zum Atmen?
Wo bist du, Gott, in diesem Boot?
4. In der Welt, in der wir leben,
herrscht an vielen Ecken Not.
Sag, wie finden wir zum Frieden?
Wo bleibst du, Gott, in diesem Boot?
5. Auf den Planken dieser Erde,
die schon lange aus dem Lot,
kommt die Hilfe nicht von außen:
Gott ist schon hier in diesem Boot!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

87 In der Erde Schoß

In der Erde Schoß

Dieses Lied entfaltet einige Gedanken ĂŒber das von Jesus verwendete Bild vom Weizenkorn, das sterben muss, um Frucht zu bringen.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1982
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

 1. In der Erde Schoß stirbt das Weizenkorn.
Doch es bleibt nicht fĂŒr immer tot.
Es beginnt zu leben tausendfach.
In der Erde Schoß stirbt das Weizenkorn.
2. Jesus Christus kam, uns zu zeigen den Weg.
Dieser Weg fĂŒhrt durch Leid und durch Tod.
Doch er endet im unendlichen Licht.
Jesus Christus kam, uns zu zeigen den Weg.
3. Sag dein Ja zur Nacht, wenn sie dich umgibt.
Sag dein Ja, denk ans Weizenkorn:
Aus dem Leid entspringt zum Lieben die Kraft.
Sag dein Ja zur Nacht, wenn sie dich umgibt.
4. wie 1.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

88 In dir allein

In dir allein

Ein Lied zum Stillwerden und Loslassen am Ende eines Tages.

 

Und eigentlich auch (wie viele Abendlieder) ein schönes Lied fĂŒr das letzte große Loslassen und Zur-Ruhe-Gehen und Zum-Frieden-Finden im Tod.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1983
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: In dir allein wird meine Seele still,
wenn der Tag sich neigt.
Nur du, o Gott, bist meiner Sehnsucht Ziel,
wenn die Erde schweigt.
1. Herr, in deine HĂ€nde leg' ich diesen Tag
mit seiner Freude und mit seiner Last,
mit allem, was er mir gebracht.
2. Vieles Schöne hat der Tag mir heut' gebracht,
manche Begegnung, manches gute Wort.
Vater, ich danke dir dafĂŒr.
3. War vielleicht auch manches falsch, was ich gemacht,
darf ich vertrauen, dass du mir verzeihst.
Lass mich in deinem Frieden ruh'n.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

 

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen gehe ich" 

Dieses Lied ist als Abendlied auch in der Österreich-Ausgabe des Neuen Gotteslob (2013) zu finden.

 

89 Is There Love

Is There Love

Ein Lied ĂŒber die große Frage nach Liebe, die mehr als ein GefĂŒhl ist - und eine Antwort.

 

Eines meiner wenigen Lieder, die nicht religiös motiviert sind und eines meiner noch selteneren Liebeslieder. Ich finde, in diesem Bereich gibt es einfach so viele und Gott sei Dank auch einige sehr gute Lieder, dass ich es lieber nicht wage, mich damit zu messen.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2008
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1./2. Is there love that's more than a feeling?
Is there love that's more than a dream?
Is there love that lasts forever?
Is there love that has no end?
3. There is love that's more than a feeling!
There is love that's more than a dream!
There is love that lasts forever!
There is love that has no end!
4. Our love is more than a feeling.
Our love is more than a dream.
Our love, it lasts forever.
Our love, it has no end.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen"

 

90 It Is A Wonderful Day

It Is A Wonderful Day

Ein Auferstehungslied, das ein wenig irisch klingt

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: It is a wonderful, it is a wonderful,
it is a wonderful day!
Jesus has risen, the night has passed over,
the darkness gone so far away.
It is a wonderful, it is a wonderful,
it is a wonderful day!
Jesus has risen, the night has passed over,
the darkness gone so far away.
1. Glory to Jesus, the source of our hope!
Praise him, hallelujah, he's risen from the dead.
2. My heart rejoicing, my soul is breathing deep:
I will rise with Jesus, with him I'll head for life.
3. If you feel darkness is still enclosing you,
trust in God like Jesus, believe he'll set you free.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

91 Ja, ich glaube, Herr

Ja, ich glaube, Herr

Ein Auseinandersetzung mit dem Thema des Sterbens eines geliebten Menschen auf dem Hintergrund der ErzÀhlung von der Auferweckung des Lazarus in Joh 11, 17-27. Als Jesus ankommt, konfrontiert ihn Lazarus' Schwester Marta mit dem Vorwurf: "WÀrst du hier gewesen, wÀre mein Bruder nicht gestorben."

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2011
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Wenn der Tod ins Leben tritt,
nimmt er oft mein Liebstes mit.
Doch wer glaubt, wird auferstehn
und ins Leben gehn.
Refr.: Ja, ich glaube, Herr, dass du uns nicht vergisst,
dass du die Auferstehung und das Leben bist.
Ja, ich glaub daran und halt mich daran fest,
dass du uns niemals verlÀsst.
2.

Wo ist Gott? so klag ich an,
wenn ich nicht verstehen kann.
Woher kommt mir Lebenskraft,
wenn die Wunde klafft?

3. In der TrÀnen Bitterkeit,
meinem Schmerz und meinem Leid,
schenk mir Hoffnung, sei mein Licht
und verlass mich nicht.
4. Herr, dein Wort schenkt Zuversicht:
"Glaub an mich, dann stirbst du nicht."
Mit dir kann ich auferstehn,
nicht erst nach dem Tod.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Dieses Lied ist bisher nur veröffentlicht im Liederbuch "du mit uns 2", hrsg. v. Haus der Stille

 

92 Jesus Is Our Way

Jesus Is Our Way

Ein jugendlich fetziger Jesus-Song zu Jesu Selbstaussage: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben (Joh 14,6).

 

Schon seit Jahren habe ich diese Akkordfolge mit dieser Melodie immer wieder auf der Gitarre gespielt - ein richtiger Ohrwurm. Es dauerte aber lange, bis ich auch eine inhaltliche Idee und einen Text dazu hatte.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Jesus is our way,
way out of darkness and despair.
Jesus is our way
into the light.
Bridge You who are on your way
hear what we want to say,
you who are on your way
searching for truth:
2. Jesus is our truth,
taking delusion from our life.
Jesus is our truth
setting us free.
Bridge You who are on your way
hear what we want to say,
you who are on your way
searching for life:
3. Jesus is our life,
redeeming us from bonds of death.
Jesus is our life,
abundantly.
Bridge You who are on your way
hear what we want to say,
you who are on your way
searching for peace:
4. Jesus is our peace,
a peace the world will never give.
Jesus is our peace
given from God.
Bridge You who are on your way
hear what we want to say,
you who are on your way
searching for hope:
5. Jesus is our hope,
our sense of life and firm support.
Jesus is our hope,
our warranty.

Jesus is our way,
way out of darkness and despair.
Jesus is our way
into the light.
   
deutsche Strophen:
1. Jesus ist unser Weg,
der uns aus Angst und Enge fĂŒhrt.
Jesus ist unser Weg
ins helle Licht.
Bridge Die ihr auf der Suche seid,
hört, was unser Glaube singt,
die ihr auf der Suche seid,
wo Wahrheit ist:
2. Jesus, Wahrheit fĂŒr uns,
die alle TĂ€uschung von uns nimmt.
Jesus, Wahrheit fĂŒr uns,
Klarheit und Licht.
Bridge Die ihr auf der Suche seid,
hört, was unser Glaube singt,
die ihr auf der Suche seid, wo Leben ist:
3. Jesus, Leben und Licht,
der aus dem Tode uns befreit.
Jesus, Leben und Licht,
FĂŒlle von Gott.
Bridge Die ihr auf der Suche seid,
hört, was unser Glaube singt,
die ihr auf der Suche seid,
wo Friede ist:
4. Jesus, Friede und Heil,
ein Friede, den die Welt nicht gibt,
Jesus, Friede und Heil,
Shalom von Gott.
Bridge Die ihr auf der Suche seid,
hört, was unser Glaube singt,
die ihr auf der Suche seid,
wo Hoffnung blĂŒht:
5. Jesus, Hoffnung fĂŒr uns,
des Lebens Sinn und letzter Halt.
Jesus, Hoffnung fĂŒr uns,
Zukunft von Gott.

Jesus ist unser Weg,
der uns aus Angst und Enge fĂŒhrt.
Jesus ist unser Weg
ins helle Licht.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 CD "Ein Gott mit vielen Namen"

93 Jesu Weg ist unser Weg

Jesu Weg ist unser Weg

Ein Lied zum Markusweg beim Haus der Stille

 

Dieses Lied wurde im Juli 2010 zur gesanglichen Begleitung des Markusweges verfasst. Der Markusweg fĂŒhrt als Besinnungsweg ĂŒber Grundfragen des eigenen Lebens im Spiegel des Markusevangeliums mit 13 kĂŒnstlerisch gestalteten Stationen ca. 4 km lang von Heiligenkreuz am Waasen (Steiermark) zum Haus der Stille (www.haus-der-stille.at). Die einzelnen Strophen greifen Impulse aus den Texten und der kĂŒnstlerischen Gestaltung der jeweiligen Stationen auf. Dieses Lied ist daher vorrangig als Begleitlied fĂŒr den Markusweg geeignet. Losgelöst davon erschließt sich manches in den inhaltlichen ZusammenhĂ€ngen der Strophen nicht.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

(0.) Jesu Weg zu den Menschen, Jesu Weg in die Welt:
Jesu Weg ist auch unser Weg.
Jesu Handeln am Platz, an den ihn Gott gestellt,
dieser Weg ist auch unser Weg.
Refr.: Geh den Weg voll Vertraun,
geh den Weg, den Jesus geht.
Geh den Weg voll Vertraun:
Jesu Weg ist unser Weg.
1. Schon am Anfang des Weges Gottes Wort wie ein Licht:
Du bist mein geliebter Sohn!
Großes steckt auch in dir, mach auf, verschließe dich nicht,
spiele mit, schenk uns deinen Ton!
2. Jesu Ruf ihm zu folgen gilt auch unserer Zeit,
denn die Erde leidet Not.
Du bist wertvoll! Die Frage ist: Bist du auch bereit,
mitzubaun am gemeinsamen Boot?
3. Keimen, wachsen und reifen muss das Samenkorn
ist es in die Erde gesÀt.
Ohne Stille geht deinem Leben Tiefe verlorn.
Weißt du denn, wo die Reise hingeht?
4. Liebe ist, was von Jesus du als Maßstab bekommst,
fragst du nach dem richtigen Weg.
Sie ist kostbar, doch gratis, und es gibt sie umsonst,
ohne Kaufpreis und ohne Beleg.
5. Jesus lernt, und wird so darin zum Lehrer fĂŒr mich
ohne Vorurteil offen zu sein,
wenn es gilt, Menschen aus der Dunkelheit zum Licht
und zur FĂŒlle des Lebens zu befrein.
6. Nur das Brot, das wir teilen, wird zum Lebensbrot,
Geld und Reichtum machen nicht satt.
Was wir geben, vermehrt sich durch den Segen von Gott,
so dass jeder zum Leben hat.
7. Was ist mehr wert: das Leben oder ein Paragraf,
ein Gesetz, das das Leben nicht schĂŒtzt?
Es geht nicht um die Frage: Warst du artig und brav?
Sondern: Wem hat dein Leben genĂŒtzt?
8. Jesus teilte sein Leben, nahm den Tod auch in Kauf,
er gab alles und nicht nur ein StĂŒck.
Wer sich hingibt, riskiert was, wird verwundbar, bricht auf,
doch es bleibt eine Leuchtspur zurĂŒck.
9. Ich verurteile schnell, kann andrer Fehler sehn,
aber hab ich selber den Mut,
wenn ich mich ĂŒberfordert fĂŒhle, Angst zu gestehn
im Vertraun: Es wird doch alles gut!?
10. „Wo ist Gott?“ kannst du fragen, wenn das Dunkel gewinnt,
wenn die Hoffnung im Grabe liegt.
Kannst du glauben, dass so im Tod das Leben beginnt,
dass das Licht alles Dunkel besiegt?
11. Warum sucht ihr noch immer hier im Grab den, der lebt?
Selbst der schwere Stein ist verrĂŒckt!
Darum geht und erzÀhlt, was ihr voll Staunen hier seht:
Jesus lebt – Überraschung geglĂŒckt!
12. Tragt den Frieden wie Salz in euch, gestaltet die Welt!
Möge Friede auf Erden sein!
Baue Frieden an deinem Platz, an den Gott dich stellt,
so kann Friede auf Erden sein!
13. Jesu Schwestern und BrĂŒder, Jesu Fuß, Jesu Hand,
Jesu Zeugen der Hoffnung sind wir.
Und so reichen wir jetzt zum Tanz einander die Hand:
Auf dem Weg, Jesus, folgen wir dir.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

94 Kein Platz fĂŒr Gott

Kein Platz fĂŒr Gott

Ein adventliches Lied, angeregt durch die Ankunft einer von Polizei eskortierten Persönlichkeit am Flughafen Graz in der Adventzeit 2011 mit ihrem liturgischen Aufruf "Bereitet dem Herrn den Weg!"

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2011
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Da war:
Kein Platz fĂŒr Gott in dieser Welt,
weil er so klein kam.
Ist es noch immer so:
Wir haben keinen Platz fĂŒr Kleine,
fĂŒr Kinder und fĂŒr jene, die am Rande stehn?
Kein Platz fĂŒr Gott,
weil er so klein kommt.
Kein Platz fĂŒr Gott!
Kein Platz!
Kein Platz!
1. Ja, wenn er kÀme mit Minister und Privatjet,
mit Bodyguard und Polizeieskorte!
Die Straßen wĂ€ren frei, und einen Weg wĂŒrden wir bahnen.
Aber so? Aber so?
2. Ja, wenn er kÀme mit Trara und rotem Teppich,
mit Paparazzi und Blitzlichtgewitter!
Die Titelseiten wĂŒrden ihn in Hochglanz prĂ€sentieren.
Aber so? Aber so
3. Ja, wenn er kĂ€me, als ein Kriegsherr uns zu schĂŒtzen,
mit Waffenlobby, Sicherheitsprogrammen.
Wir wĂŒrden ihm die TĂŒren öffnen und all unsre Daten.
Aber so? Aber so?
4. Ja, wenn er kÀme als Finanzhai an die Börse,
mit Wirtschaftswunder, Fortschritt und Konsum.
Wir wĂŒrden ihm zu FĂŒĂŸen liegen, ihm die Stiefel lecken.
Aber so? Aber so?
5. Ja, wenn er kĂ€me als ein Mann der großen Worte
mit Vortragsreisen um die ganze Welt.
Die Unis wĂŒrden bersten, die Verlage um ihn buhlen.
Aber so? Aber so?

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Dieses Lied ist bisher nur veröffentlicht im Liederbuch "du mit uns 2", hrsg. v. Haus der Stille

 

95 Kind Gottes, Gott hĂ€lt (seine Hand ĂŒber dich)

Kind Gottes, Gott hĂ€lt (seine Hand ĂŒber dich)

Ein Segenslied im Stil alter irischer SegenssprĂŒche fĂŒr Taufen oder Kindersegungen.

 

Dieses Lied entstand im Anschluss an ein GesprĂ€ch, in dem ich meine Verwunderung darĂŒber zum Ausdruck bracht, dass auch in Zeiten der Kirchenkrise, in denen die Menschen scharenweise der Kirche den RĂŒcken zukehren, der Wunsch nach der Kindertaufe ungebrochen ist. Das liegt wohl daran, dass vielen Eltern nicht bewusst ist, dass ein wesentlicher Sinn der Taufe darin liegt, dass das Kind in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen wird (salopp: Mitglied der Kirche wird).
Das wesentliche Anliegen vieler Eltern ist wohl der wert zu schĂ€tzende Wunsch, den Segen Gottes fĂŒr ihr Kind auf seinem Weg in das Leben zu erbitten. Es wĂ€re zu fragen, ob es dazu des Sakramentes der Taufe bedarf, die ja lebenslange Tatsachen schafft (auch wenn die formelle "Mitgliedschaft" in der Kirche vielfach wieder beendet wird), oder ob Kindersegnungen diesem Anliegen nicht eher angemessen wĂ€ren. Daher nenne ich in der "Zweckwidmung" dieses Liedes dezidiert auch Kindersegnungen.

In den Text eingeflossen sind auch Bilder aus ĂŒberlieferten (teils irischen) Segenstexten.

Im Download-Bereich findest du Vorschau-Noten fĂŒr dieses Lied, das im Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" veröffentlicht ist.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Kind Gottes*), Gott hĂ€lt seine Hand ĂŒber dich.
Gesegnet soll dein ganzes Leben sein!
Auf all deinen Wegen sei ĂŒber dir Licht,
vertraue darauf, du bist nie allein.
Gesegnet sollst du sein!
1. Sei stark wie ein Baum, schlage Wurzeln, blĂŒhe auf
und wachs' bis in den Himmel hinein!
Nach BlĂŒte und Reife sei Frucht dir geschenkt,
gesegnet soll dein ganzes Leben sein!
2. Dein Weg sei nicht steinig, doch voller Überraschung,
hab' nie das GefĂŒhl, du seist allein.
Und musst du auch suchen, so finde dein Ziel,
gesegnet soll dein ganzes Leben sein.
3. Gestalte dein Leben, bau mit an einer Welt,
in der Platz ist fĂŒr Groß und fĂŒr Klein.
Von Liebe und Frieden erfĂŒllt deine Tage,
gesegnet soll dein ganzes Leben sein!
   
  *) Statt "Kind Gottes" kann nach Möglichkeit der Name des Kindes gesungen werden.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

96 Kleines Licht

Kleines Licht

Ein zartes Lied als Meditation ĂŒber das Licht einer kleinen Kerze,

 

entstanden in einer lauen Sommernacht an unserem Gartenteich angesichts einer kleinen Schwimmkerze.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Kleines Licht, du bist gefÀhrdet,
ein Windhauch löscht dich aus.
Aber du hast viel Kraft in dir,
strahlst Licht und WĂ€rme aus.
Refr.: Kleines Licht, du bist ein Zeichen,
denn du vertreibst die Nacht.
Ja, die Dunkelheit muss weichen,
wo man dich entfacht,
kleines Licht.
2. Kleines Licht, du bist gefÀhrdet,
wenn du brennst, musst du vergehn.
Aber du hast viel Kraft in dir,
dein Leuchten macht dich schön.
3. Kleines Licht, du bist gefÀhrdet,
bleibst du fĂŒr dich allein.
Aber du hast viel Kraft in dir,
kannst zĂŒndender Funke sein.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg"

 

97 Komm, Tau vom Himmel

Komm, Tau vom Himmel

Adventliches Responsorium zu Jesaja 45,8.

 

Das Wort des Propheten Jesaja "Tauet, ihr Himmel, von oben, und die Himmel mögen den Gerechten regnen" wurde v.a. durch Adventlieder wie "Tauet, Himmel, den Gerechten" und "O Heiland, reiß den Himmel auf" (Friedrich Spee) zu einem prĂ€genden Motiv der Adventzeit. Die lateinische Übersetzung "Rorate caeli desuper" gab den adventlichen FrĂŒhmessen den Namen "Rorate".

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2007
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Komm, Tau vom Himmel, trĂ€nke die Erde,
dass Leben sprieße und Friede werde!
  Reiß doch, Gott, den Himmel auf,
wie Regen komme ĂŒber uns!
Und wie die Sonne gehe auf
dein Friede ĂŒber uns!
  Komm, Tau vom Himmel, trĂ€nke die Erde,
dass Leben sprieße und Friede werde!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

98 Kommt der Tau vom Himmel

Kommt der Tau vom Himmel

Adventliches Responsorium zu Jesaja 45,8.

 

Diese Fassung habe ich im Advent 2007 zeitgleich mit der Version "Komm, Tau vom Himmel" geschrieben. Da ich keine der beiden verwerfen wollte, habe ich beide behalten.

Das Wort des Propheten Jesaja "Tauet, ihr Himmel, von oben, und die Himmel mögen den Gerechten regnen" wurde v.a. durch Adventlieder wie "Tauet, Himmel, den Gerechten" und "O Heiland, reiß den Himmel auf" (Friedrich Spee) zu einem prĂ€genden Motiv der Adventzeit. Die lateinische Übersetzung "Rorate caeli desuper" gab den adventlichen FrĂŒhmessen den Namen "Rorate".

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2007
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Kommt der Tau vom Himmel,
kann auf der Erde Friede sprießen.
Wie Regen wird Gerechtigkeit
auf uns niederfließen.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

99 Kommt, lasst uns gehn nach Betlehem

Kommt, lasst uns gehn nach Betlehem

Die Menschwerdung Gottes nicht als Ereignis in ferner Vergangenheit, sondern "heute, ja, heut und mitten unter uns".

 

Dieses Lied greift die "Logik'" der Reich Gottes-Gleichnisse Jesu auf: aus Kleinem und Unscheinbarem macht Gott Großes.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Kommt, lasst uns gehn nach Betlehem,
das Wunder, das Gott getan hat, zu seh'n,
denn heute, ja, heut' und mitten unter uns
ist der Retter geboren, Gott ist unter uns.
1. Ein kleines Kind, ein BĂŒndel Leben,
von Gott in unsre Hand gegeben,
nimmt dem Tod die Macht,
hat die FĂŒlle des Lebens uns gebracht.
2. Ein kleiner Funke, der Nahrung findet,
von Gott in unsrer Nacht entzĂŒndet,
nimmt der Dunkelheit die Macht,
hat uns Sinn und Hoffnung gebracht.
3. Ein StĂŒckchen Weg, oft kaum zu sehen,
ein Seil, ganz ohne Netz zu gehen,
wird in dieser Stund'
fĂŒr uns zum tragenden Grund.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen gehe ich" 

 

100 Kommt, wir gehn nach Betlehem

Kommt, wir gehn nach Betlehem

Ein Weihnachtslied

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Kommt, wir gehn nach Betlehem
und fallen nieder vor dem Kind,
in dem Gott uns seine GrĂ¶ĂŸe offenbart in dieser Nacht.
Kommt, wir gehn nach Betlehem
und fallen nieder vor dem Kind,
in dem Gott uns seine GrĂ¶ĂŸe offenbart.
1. Das Kleine in der Welt
hat Gott als Weg gewÀhlt,
das Kleine, das vom Großen gerne ĂŒbersehen wird.
Und das Arme in der Welt
hat gott als Weg gewÀhlt,
dass seine NĂ€he zu uns greifbar wird.
2. Das Kleine in der Welt
hat Gott zum Licht gemacht,
das Kleine, das vom Dunkel meistens ĂŒberschattet wird.
Und das Schwache in der Welt
hat Gott als Licht entfacht,
dass seine Liebe zu uns sichtbar wird.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

101 Kyrie eleison

Kyrie eleison

Liturgischer Ruf mit rhythmischer Verschiebung

 

Zahlreiche Vertonungen dieses altkirchlichen Huldigungs- und Erbarmensrufes in der Liturgie gibt es schon. Hier mein Versuch.

 

Text: Liturgie
Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

 

Kyrie, Kyrie eleison. Kyrie, Kyrie eleison.

Christe, Christe eleison. Christe, Christe eleison.

Kyrie, Kyrie eleison. Kyrie, Kyrie eleison.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

102 Kyrie, Kyrie eleison

Kyrie, Kyrie eleison

 

 

Text: Liturgie
Musik: Hans Waltersdorfer, 2012
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

 

Kyrie, Kyrie eleison, eleison.
Kyrie, Kyrie eleison, eleison.

Eleison, eleison, eleison.
Eleison, eleison, eleison.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Dieser liturgische Ruf ist bisher nur veröffentlicht im Liederbuch "du mit uns 2", hrsg. v. Haus der Stille

 

103 Lasst zu Gott uns beten

Lasst zu Gott uns beten

Mehrstimmiger Antwortruf zu den FĂŒrbitten.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2008
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  V: Lasst zu Gott uns beten:
A: Gott erhöre unsern Ruf,
Gott erbarm dich unser!
   
  Textvariante:
V: Lasst zu Gott uns beten:
A: Gott, erhöre unsern Ruf,
Gott, schenk uns den Frieden!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

104 Lazarus

Lazarus

Die biblische Parabel vom Armen vor der TĂŒr des Reichen nach Lk 16, 19-31 in Form einer Ballade

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2011
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Es war einmal ein reicher Mann, der lebt' in Saus und Braus
in einer großen, schönen Stadt in einem gold'nen Haus.
Doch vor der TĂŒr des Reichen lebt ein armer Bettelmann,
soferne man das ĂŒberhaupt noch Leben nennen kann.
Refr.: Lazarus, armer Mann,
du hast in deiner großen Not
dein Leben nicht vertan.
2.

Der Reiche sagt: „Es ist, wie’s ist!“ und kleidet sich gar fein,
und seine Tische biegen sich, das Beste muss es sein.
In seiner Blindheit sieht er nicht, was doch vor Augen steht,
dass Lazarus vor seiner TĂŒre vor die Hunde geht.

Refr.: Reicher Mann, wo bist du?
Der Arme stirbt vor deiner TĂŒr,
du schaust ihm dabei zu!
3. Es starb der arme Lazarus, und auch der Reiche starb,
die Kluft, die ihn vom Armen trennt, die nimmt er mit ins Grab.
Zu spĂ€t erkennt er, dass zum GlĂŒck die Liebe nötig wĂ€r.
Der Reichtum kauft den Himmel nicht, und darum leidet er.
Refr.: Reicher Mann, armer Mann,
du hast in deiner großen Gier
dein Leben ganz vertan.
4. Es lebt vor jedes Reichen TĂŒr ein armer Lazarus.
Die Frage ist, ob es wie’s ist, fĂŒr immer bleiben muss.
Ob nicht der Reiche lernen kann, zu teilen eh’s zu spĂ€t,
damit er dann mit Lazarus zum Leben aufersteht.
Refr.: Schau dich um, reicher Mann!
Vor deiner TĂŒr lebt Lazarus,
nicht ferne – nebenan!
5. Vor meiner TĂŒr lebt Lazarus, und noch bleibt mir die Frist,
mit ihm zu teilen, was mir selbst von Gott gegeben ist.
Er spricht oft meine Sprache nicht und sieht auch anders aus,
ist Frau, ist Mann, ist Kind vielleicht, sucht Platz im Lebenshaus.
Refr.: Lazarus, hilf auch mir,
dass ich den Weg erkennen kann
zu meiner HimmelstĂŒr.

Lazarus, hilf auch mir
verstehen, dass mein Lebenstraum
nur glĂŒcken kann mit dir.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Dieses Lied ist bisher nur veröffentlicht im Liederbuch "du mit uns 2", hrsg. v. Haus der Stille

 

105 Lied ohne Ende

Lied ohne Ende

Gottesbilder-Litanei

Eine Vielfalt vorwiegend biblisch geprĂ€gter Bilder und Weisen von Gott zu sprechen, die nicht den Anspruch erhebt, erschöpfend zu sein - daher der Titel dieser "Gottesbilder-Litanei".

 

All diese Bilder mĂŒnden in die biblische Grunderfahrung: Du Gott-fĂŒr-uns, du Gott-mit-uns, die der Offenbarung des Gottesnamens "Jahwe" - Ich bin da - entspricht. Wichtig war es mir, Gott nicht nur in mĂ€nnlichen Bildern zu besingen, sondern auch das weibliche Bild (das sich zumindest sporadisch auch in der Bibel findet) einfließen zu lassen - dann muss es konsequent natĂŒrlich auch heißen "Gott, die... (Leben schenkt)". In der 8. Strophe habe ich versucht, die durchaus erotisch angehauchte Sprache mittelalterlicher MystikerInnen, bei denen es um die Beziehung der (weiblich gedachten) Seele zum "BrĂ€utigam" Christus geht, der als Freund und Geliebter (mit Wendungen aus dem alttestamentlichen Hohelied) angesprochen wird, auf ein weibliches Gottesdenken und -sprechen umzufĂ€rben: "Du bist Freundin... Gott, Geliebte du!"

Die Melodie verleitet zum Endlos-Weitersingen, und auch der Text erhebt keinesfalls den Anspruch, erschöpfend sein zu wollen - im wahrsten Sinn also ein "Lied ohne Ende".

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Du bist Ursprung, du bist Quelle,
du die Mitte, du die FĂŒlle,
du bist unser Grund:
Du Gott-fĂŒr-uns,
du Gott-mit-uns!
2. Du bist unser Herr und Schöpfer,
wir der Ton und du der Töpfer.
Du hauchst Leben ein:
Du Gott-fĂŒr-uns,
du Gott-mit-uns!
3. Du bist Freude, Sinn und GlĂŒck,
alles kehrt zu dir zurĂŒck,
du bist unser Ziel:
Du Gott-fĂŒr-uns,
du Gott-mit-uns!
4. Bist ein Vater, der uns liebt,
der uns unsre Schuld vergibt,
wartest stets auf uns:
Du Gott-fĂŒr-uns,
du Gott-mit-uns!
5. Du bist Name und Gesicht,
Wort, das in die Welt sich spricht;
du wohnst unter uns:
Du Gott-fĂŒr-uns,
du Gott-mit-uns!
6. Du bist Feuer, du bist Kraft,
Geist, der neues Leben schafft,
Atem fĂŒr die Welt:
Du Gott-fĂŒr-uns,
du Gott-mit-uns!
7. Du bist Mutter, die gebiert,
Liebe, die zur FĂŒlle fĂŒhrt,
Gott, die Leben schenkt:
Du Gott-fĂŒr-uns,
du Gott-mit-uns!
8. Du bist Freundin, Trost und Mut,
unsrer Sehnsucht Feuersglut,
Gott, Geliebte du:
Du Gott-fĂŒr-uns,
du Gott-mit-uns!
9. Du bist Freiheit, du bist Weg,
du der Freund, der mit uns geht,
Wolke, die uns fĂŒhrt:
Du Gott-fĂŒr-uns,
du Gott-mit-uns!
10. Du bist Hirte und Vertrauen,
du, auf den die Armen bauen,
du, der Schwachen Halt:
Du Gott-fĂŒr-uns,
du Gott-mit-uns!
11. Du bist Hoffnung, du bist Licht,
Quelle unsrer Zuversicht,
Gott, der Zukunft gibt:
Du Gott-fĂŒr-uns,
du Gott-mit-uns!
12. Du bist ferne und doch nah,
immer fĂŒr uns Menschen da,
bist wie Brot fĂŒr uns:
Du Gott-fĂŒr-uns,
du Gott-mit-uns!
13. Du, den wir oft nicht verstehen,
den wir nicht mit Augen sehen,
fremd und rÀtselhaft:
Du Gott-fĂŒr-uns,
du Gott-mit-uns!
14. Du, den unser Wort nicht fasst,
die in keine Bilder passt,
du bist unser Gott:
Du Gott-fĂŒr-uns,
du Gott-mit-uns!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen gehe ich"

 

106 Lobpreis Gottes

Lobpreis Gottes

Eine Namen-Gottes-Meditation von Franz von Assisi, die möglicherweise durch seine Begegnung mit dem Islam (99 Namen Allahs) angeregt wurde, als litaneiartiger Gesang aufbereitet.

 

Auffallend ist dabei auch die HĂ€ufung weiblicher Eigenschaften bzw. Anrufungen Gottes.

 

Text: Franz von Assisi
Musik: Hans Waltersdorfer, 1992
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Du bist heilig, Herr, einziger Gott!
Du allein bist wunderbar.
Du bist der Gute,
das ganze Gut,
das höchste Gut,
Herr unser Gott,
lebendig und wahr.
Du bist heilig.
1. V: Du bist der Starke. - A: Herr, unser Gott, du bist gut!
V: Du bist der Große. - A: Herr, unser Gott, du bist gut!
V: Du bist der Höchste. - A: Herr, unser Gott, du bist gut!
V: Du bist der König des Himmels und der Erde. - A: Herr, unser Gott, du bist gut!
2. V: Du bist die Weisheit. - A: Herr, unser Gott, du bist gut!
V: Du bist die Demut. - A: Herr, unser Gott,....
V: Du bist die Geduld.
V: Du bist die Schönheit und die Milde.
3. V: Du bist die Sicherheit.
V: Du bist die Ruhe.
V: Du bist die Gerechtigkeit.
V: Du bist die Hoffnung und die Freude.
4. V: Du bist der BeschĂŒtzer.
V: Du bist die StÀrke.
V: Du bist unsre Zuflucht.
V: Du bist unser Reichtum im Übermaß.
5. V: Du bist der Glaube.
V: Hoffnung und Liebe.
V: Du unsre Wonne.
V: Du bist unser Leben in FĂŒlle.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

107 Maranatha, komm, Herr Jesus

Maranatha, komm, Herr Jesus

Ein adventliches Lied, das die biblischen Motive der Adventzeit aufgreift.

 

Der Ruf "Maranatha" (Herr, komm!) ist eines der letzten Worte der Bibel (Offb 22,20) und drĂŒckt die Sehnsucht der schon Erlösten, aber noch immer von Leid und Tod Umfangenen nach der Wiederkunft Christi als Vollender aus. Die ganze Adventzeit lebt von dieser Spannung: einerseit die rĂŒckwĂ€rts gewandte Erinnerung an die Geburt Jesu, seine Menschwerdung vor 2000 Jahren, andererseits die Hoffnung auf Vollendung und seine Wiederkunft (bzw. unsere Ankunft bei ihm) am Ende unseres Lebens und unserer Welt.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1983
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Maranatha, komm, Herr Jesus!
Maranatha, du unser Licht.
Maranatha, Herr Jesus, komm!
Maranatha! Maranatha!
1. Traget alle HĂŒgel ab, fĂŒllt die TĂ€ler aus,
bereitet eine Straße.
Bauet einen eb'nen Weg durch den WĂŒstensand,
eine Straße fĂŒr den Herrn.
2. DĂŒrstend liegt die WĂŒste da, kahl das Einödland,
und wartet auf den Regen.
Doch wenn dann der Herr erscheint, blĂŒht die Steppe auf,
Jubel fĂŒllt die ganze Welt.
3. Darum haltet euch bereit, wandelt euer Herz,
bringt Frucht durch eure Taten.
Als Erlöser kommt der Herr, zu befrei'n sein Volk,
uns zu fĂŒhren in sein Licht.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

108 May Peace Prevail On Earth

May Peace Prevail On Earth

Ein vielsprachig zu singendes Friedensgebet

 

Dieses kurze Friedensgebet sollte der gemeinsame Nenner aller Menschen guten Willens auf der Erde sein - unabhĂ€ngig von Sprache und Religion. Dies ist das Anliegen der Word Peace Prayer Society (WPPS), einer Nichtregierungsorganisation der UNO. Über 200.000 FriedenspfĂ€hle mit dieser Botschaft stehen schon in der ganzen Welt, seit September 2010 auch einer beim Friedenszeichen der Religionen beim Haus der Stille. Bei der EnthĂŒllung feierte dieses Lied seine Weltpremiere.
Viele weitere Sprachen findet man auf der Homepage der WPPS - www.worldpeace.org, viele davon können an diese Melodie adaptiert werden.

 

Text: © 2009, The World Peace Prayer Society (WPPS), www.worldpeace.org
Musik: © 2010, Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

(engl.) May peace prevail on earth!
May peace prevail on earth!
May peace prevail on earth!
(germ.) Möge Friede auf Erden sein!
(sloven.) Naj mir zavlada svetu!
(ital.) Che la pace regni sulla terra!
(hung.) Legyen béke a földön!
(french) Puisse la paix régner dans le monde!
(span.) Que la paz prevalezca en la tierra!
(croat.) Neka mir zavlada na zemlji!
(dutch) Moge vrede heersen op aarde!
(roman.)  Fie pace pe PamĂźnt! 
(pers.) Bar qaror bod sulh dar jahon!
(alb.) Paqe mbretëroftë në botë!
(turk.) DĂŒnyada barıÅƞ daim olsun!
(pol.) Niech bÄℱdzie pokój na Ziemi!
(port.) Que a paz prevaleça no mundo!
(slovak) Nech pokoj vĂ…ÂŸdy vlĂĄdne na Zemi!
further languages: www.worldpeace.org

 

Instrumental Sing-Along-Version can be downloaded

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 CD "Ein Gott mit vielen Namen"

109 Meine Gnade genĂŒgt dir

Meine Gnade genĂŒgt dir

Dieses Lied greift eine Erfahrung des Apostels Paulus auf, die er in 2 Kor 12,9 anspricht.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2011
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Meine Gnade genĂŒgt dir,
meine Kraft wird in dir sein.
Meine Hand ist stets mit dir,
du gehst den Weg nicht allein.
1. Mitten im Alltagsgetriebe,
wenn meine Kraft mich verlÀsst,
hör ich das Wort deiner Liebe,
halt mich an seinem Klang fest:
2. Mitten in drĂŒckenden Sorgen,
glaubend, dass keiner mich liebt,
weiß ich mich plötzlich geborgen,
weil mir dein Wort Hoffnung gibt:
3.

Mitten in Zweifeln und NĂ€chten
drohender Sinnlosigkeit
lass ich mich davon nicht knechten,
weil mich dein Zuspruch befreit:

4. Mitten in quÀlenden Fragen
nach dem Warum und Wozu
weiß ich mich von dir getragen,
Grund meines Lebens bist du.
Refr.: Deine Gnade genĂŒgt mir,
deine Kraft wird in mir sein.
Deine Hand ist stets mit mir,
ich geh den Weg nicht allein.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Dieses Lied ist bisher nur veröffentlicht im Liederbuch "du mit uns 2", hrsg. vom Haus der Stille

 

110 Meine Seele dĂŒrstet nach Gott

Meine Seele dĂŒrstet nach Gott

Ein Lied ĂŒber die Sehnsucht nach Gott, zusammengestellt aus verschiedenen Bildern und Motiven aus den Psalmen und anderen biblischen Texten.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1987
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Meine Seele dĂŒrstet nach Gott,
sie liegt verdorrt wir trock'nes Land.
Doch der Herr ist wie Wasser in der WĂŒste,
er macht mein Leben neu;
er gibt Kraft, und er stillt mein Verlangen,
er macht mein Leben neu.
2. Meine Seele ist voller Angst,
es schwindet mir die Lebenskraft.
Doch der Herr ist mein Hirt und mein Begleiter,
er geht den Weg mit mir.
Er schenkt Mut, und er festigt meine Schritte,
er geht den Weg mit mir.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

111 Mein ganzes Leben

Mein ganzes Leben

...lege ich, Gott, in deine Hand. Ein gesungenes Gebet der Hingabe und des Vertrauens.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1987
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. All meine TrÀume, all meine Sehnsucht,
die Hoffnung, die mein Leben trÀgt,
bringe ich, mein Gott, vor dich.
Mein ganzes Leben leg ich in deine Hand,
mein Gott und Vater, nimm mich wie ich bin.
Mein ganzes Leben will ich dir schenken, Gott.
Wandle es in Zukunft, wandle es in Licht.
2. Auch meine Ängste und meine NĂ€chte,
die Schatten, die mein Leben wirft,
bringe ich, mein Gott, vor dich.
Mein ganzes Leben leg ich in deine Hand,
mein Gott und Vater, nimm mich wie ich bin.
Mein ganzes Leben will ich dir schenken, Gott.
Wandle es in Freude, wandle es in Licht.
3. All meine KrÀfte und Ideale,
Begeisterung und Phantasie,
bringe ich, mein Gott, vor dich.
Mein ganzes Leben leg ich in deine Hand,
mein Gott und Vater, nimm mich wie ich bin.
Mein ganzes Leben will ich dir schenken, Gott.
Wandle es in Liebe, wandle es in Licht.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

112 Mit einem Loblied auf meinen Lippen

Mit einem Loblied auf meinen Lippen

Eines meiner ersten Lieder, entstanden in einer Situation großer Freude und Dankbarkeit:

 

Als junger Novize durfte ich einer deutschen Urlauberfamilie die Klosterkirche erklĂ€ren. Es war eine Begegnung, die mich so tief berĂŒhrt hat in ihrer Offenheit und dem GefĂŒhl, auf "gleicher WellenlĂ€nge" zu schwingen, dass ich mich danach hingesetzt habe und diese Erfahrung einer tiefen Freude und Dankbarkeit in ein gesungenes Gebet gebracht habe.

(Und - mittlerweile darf ich's gestehen  -: ein wenig hatte ich mich bei dieser kurzen Begegnung wohl auch in die Tochter verliebt.)

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1981
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Mit einem Loblied auf meinen Lippen
will ich dir danken, guter Gott,
fĂŒr deine große Liebe,
die immer neu du schenkst,
die immer neu du schenkst.
1. Gott, du hast auch heute mir dein Licht gezeigt,
deine Sonne, die niemals untergeht.
Mach durch diesen Lichtstrahl mein Leben hell und froh,
gib mir Freude, auf deinem Weg zu gehn.
2. Eine tiefe Freude fĂŒhle ich in mir,
eine Freude, die wÀrmt und die mich trÀgt.
Diese Freude soll stets ein Zeichen fĂŒr mich sein
fĂŒr die Liebe, mit der du mich umgibst.
3. Lass mich diese Freude tragen in die Welt
zu den Menschen, die dich noch nicht verstehn.
Freude soll die Erde erfĂŒllen ĂŒber dich,
weil du alles in deinen HÀnden trÀgst.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

113 Naked Through The Desert

Naked Through The Desert

Ein Lied ĂŒber die eigene Kleinheit und Ausgeliefertheit angesichts der GrĂ¶ĂŸe der WĂŒste

 

Entstanden bei einer WĂŒstenwanderung im August 2001 in der WĂŒste Sinai. Angesichts der GrĂ¶ĂŸe und Faszination der WĂŒste wird man als Mensch sehr klein und reduziert auf das Wesentliche, das nicht viel mehr ist als das nackte Überleben. Nicht als Anstiftung gedacht 😉

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2001
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Walking naked through the desert,
through the desert in the early morning light.
2. Walking naked through the desert,
through the desert when the sand is turning hot.
3. Walking naked through the desert,
through the desert with the sun above my head.
4. Sitting naked in the desert,
in the desert in the shadow of a cave.
5. Walking naked through the desert,
through the desert in the heat of afternoon.
6. Walking naked through the desert,
through the desert when the evening shadows rise.
7. Walking naked through the desert,
through the desert when the sunlight softly dies.
8. Walking naked through the desert,
through the desert with the silver moon above.
9. Sleeping naked inthe desert,
in the desert beneath myriads of stars.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

CD "Die Mitte bist du"

114 Nichts ist, was dich bewegt

Nichts ist, was dich bewegt

Meditativer Entschleunigungsgesang ĂŒber ein Wort von Angelus Silesius.

 

Text: Angelus Silesius ("Cherubinischer Wandersmann")
Musik: Hans Waltersdorfer, 2006
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Nichts ist, was dich bewegt.
Du selber bist das Rad,
das aus sich selbsten lauft
und keine Ruhe hat.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

115 Nimm an die Gaben

Nimm an die Gaben

Ein Lied zur Gabenbereitung: "Mit diesen Gaben nimm auch uns selber... Wandle diese Gaben zum Leben fĂŒr die Welt."

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1983
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. V: Nimm an die Gaben, die wir dir bringen,
nimm unsre Gaben an!
A: Nimm unsre Gaben an!
V: Die Frucht der Erde, der menschlichen Arbeit,
nimm unsre Gaben an!
A: Nimm unsre Gaben an!
Refr.: Wandle diese Gaben zum Leben fĂŒr die Welt,
Zeichen deiner Liebe, die die Welt erhÀlt.
2. Nimm an das Brot, den Becher mit Wein, -
nimm unsre Gaben an!
Mach sie zum Fleisch und Blut unsres Herrn, -
nimm unsre Gaben an!
3. Mit diesen Gaben nimm auch uns selber,
nimm unsre Gaben an!
Lass uns fĂŒr viele zum Lebensbrot werden.
Nimm unsre Gaben an!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen gehe ich" 

Das Lied ist als Gabenlied auch in der Österreich-Ausgabe des Neuen Gotteslob (2013) zu finden.

 

116 Noach

Noach

Ein Versuch, an einem verregneten Tag, mich in die Trostlosigkeit und Hoffnungslosigkeit rund um Noach hineinzuversetzen und in seine ungebrochene Hoffnung auf einen Neubeginn.

 

So wurde es trotz Regens vor dem Fenster ein sehr heiteres und hoffnungsfrohes Lied. Es war auch die Zeit, als die sehr dĂŒsteren Lieder von Ludwig Hirsch gerade aktuell waren. Der "klane weiße Vogel" in der 2. Strophe ist ein bewusstes Gegenbild zum Hirschs "großem schwarzen Vogel".

Eine junge Frau, der das Lied sehr gefiel, sang es einige Zeit spĂ€ter einer englischen Freundin vor, die spontan den Text ins Englische ĂŒbertrug.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1984
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

 1. Regntropfn an mein' Fenster schon seit vierzig Tog.
Amol muaß da Tog doch kumman, wo die Sunn durchbricht.
Refr.: Wann die Sunn wieder kummt,
bringt sie mir an Regnbogn,
und i g'frei mi, es is olles wieder guat.
2. Fliag, mei klana weißer Vogel, in a neue Zeit.
Dann gibt's fia mi an neuen Anfang, wann die Sunn durchbricht.
   
englischer Text:
1. Raindrops pita pata on my window, almost forty days.
One time, one time must come surely, when the sun comes thro'.
Refr.: When the sun comes again she brings for me the rainbow
and I'm happy, everything is bright again.
2. Fly, fly my genle white bird into a new time.
Then there'll be a new beginning when the sun comes thro',

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

 

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

Liederheft "Wort auf unserem Weg"

CD "Wort auf unserem Weg"

117 O Demut Gottes

O Demut Gottes

Ein staunend meditativer Gesang ĂŒber ein Grundthema biblisch-franziskanischer SpiritualitĂ€t: die Herablassung Gottes.

 

Die Entstehungssituation dieses Gesanges ist vielleicht etwas ungewöhnlich. Im Februar 1999 fuhr ich allein einen Tag frĂŒher vom Schiurlaub heim, um mein Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" abzuschließen, das am Montag in die Druckerei gebracht werden musste. Unterwegs fand ich es etwas schade, dass ich so wenige dezidiert franziskanische Lieder im Repertoire hatte und begann ĂŒber ein Thema nachzusinnen, von dem Franziskus sehr angesprochen war: die Demut Gottes, erfahrbar einerseits in der Menschwerdung des Gottessohnes im Stall von Bethlehem, andererseits in der unscheinbaren Brotsgestalt der Eucharistie. Sehr rasch formten sich die Worte und fĂŒgten sich zu einer Melodie - aber wenn ich die nicht sofort festhielt, war sie bis zu Hause wahrscheinlich wieder weg. Die Gitarre hatte ich im Auto, also fuhr ich den nĂ€chsten Parkplatz an, kritzelte rasch zwei Notenzeilen auf ein Blatt Papier und schrieb die Melodie nieder, die zu Hause vierstimmig ausgebaut und rasch in das Liederbuch eingefĂŒgt wurde.

Durch die liturgische Praxis im Haus der Stille, wo dieser Gesang immer wieder einmal zum Einsetzungsbericht wÀhrend der Messe gesungen wurde, entstanden textliche Erweiterungen, die in die 2. Auflage des Liederbuches eingearbeitet wurden. Auf der CD "Wege wagen" wird dieser Gesang zu einer getanzten Meditation entfaltet.

 

Text (nach Gedanken von Franz von Assisi) und Musik: Hans Waltersdorfer, 1999
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

 1. O Demut Gottes, wahre GrĂ¶ĂŸe,
ganz klein zu werden, ein kleines Kind!
2. O Demut Gottes, wahre GrĂ¶ĂŸe,
ganz klein zu werden, ein StĂŒckchen Brot!
   
Textvarianten:
 

...ganz klein zu werden, ein wenig Wein
(bei Verwendung als Akklamation zum Einsetzungsbericht)

...ganz klein zu werden im Menschenwort.
...ganz klein zu werden im Tod am Kreuz.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Wege wagen"

118 Ohnmacht oder Liebe

Ohnmacht oder Liebe

Ein Lied ĂŒber die Liebe als letzten Sinn und Grund dieser Welt

 

Ausgehend vom Tod Jesu am Kreuz, in letzter RadikalitĂ€t gedacht als "Tod Gottes", stellt sich die Frage nach Gott, nach dem Sinn des Todes, nach dem Ursprung und dem Ziel. Die einzig sinnstiftende Antwort, die ich finden kann: Liebe! 

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Gott stirbt den Tod am Kreuz:
Ohnmacht oder Liebe?
Gott stirbt fĂŒr uns am Kreuz:
Liebe, lauter Liebe!
2. Am Ursprung dieser Welt:
Zufall oder Liebe?
Von allem Anfang an:
Liebe, lauter Liebe!
3. Am Ende meiner Zeit:
Leere oder Liebe?
Mein Glaube traut darauf:
Liebe, lauter Liebe!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

119 Öffne weit

Öffne weit

Ein adventlich-weihnachtliches Lied,

 

das das alte Motiv von der sich öffnenden TĂŒr ("Macht hoch die TĂŒr, die Tor macht weit") aufgreift.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2008
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Öffne weit die Tore einer neuen Zeit,
öffne weit die Tore der Gerechtigkeit.
Öffne dem, der Frieden bringt in allem Streit.
Öffne weit dein Herz dem Herrn der Zeit!
2. Öffne weit die Tore einem neuen Geist,
öffne weit die Tore dem, der Sinn verheißt.
Öffne dem, der dich den Weg zum Leben weist.
Öffne weit dein Herz dem Herrn der Zeit!
3. Öffne weit die Tore einem neuen Licht,
öffne weit die Tore einer neuen Sicht.
Öffne dem, der LebensfĂŒlle dir verspricht.
Öffne weit dein Herz dem Herrn der Zeit.
4. Öffne weit die Tore einem kleinen Kind,
öffne weit die Tore, die verschlossen sind.
Öffne dem, der Gottes Liebe neu beginnt.
Öffne weit dein Herz dem Herrn der Zeit!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

120 Passing Through

Passing Through

Ein österliches Lied vom Durchgang durch den Tod zum Leben

 

Wir sehnen uns nach Leben, aber haben Angst vor dem Tod. Die Erkenntnis von Ostern lautet: Ohne Tod gibt es kein Leben! Wobei es nicht nur um den letzten Tod geht. Auf meinem Weg zum Leben muss ich viele Tode sterben. Die engliche Phrase "Passing through" habe ich mit einbezogen, weil hier noch deutlicher das biblische Wort "Pascha" (VorĂŒbergang oder Durchgang) anklingt.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Passing through, passing through,
mit Jesus durch die Nacht zum Licht.
Passing through, passing through,
mit Jesus durch den Tod zum Leben.
Passing through, passing through,
mit Jesus durch die Nacht zum Licht.
Passing through, passing through,
mit Jesus durch den Tod zum Leben
und zum Licht und zum Heil.

Geh den Weg, geh den Weg
mit Jesus durch die Nacht zum Licht.
Geh den Weg, geh den Weg
mit Jesus durch den Tod zum Leben.
Geh den Weg, geh den Weg
mit Jesus durch die Nacht zum Licht.
Geh den Weg, geh den Weg
mit Jesus durch den Tod zum Leben
und zum Licht und zum Heil.

 

 

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

121 Quellen brechen hervor

Quellen brechen hervor aus Tiefen

Ein metaphorisches Lied, das eine Naturerfahrung mit zunehmender musikalischer Steigerung auf eine immer tiefere symbolische Ebene ĂŒbertrĂ€gt. 

 

Dieses Lied entstand wĂ€hrend einer Bergwanderung bei einem Jungscharlager im Sommer 1998 in Pusterwald (Steiermark), bei der wir auch ein Quellgebiet querten, wo zahllose Quellen wie aus Poren des Berges zu fließen schienen und sich langsam zu kleinen WasserlĂ€ufen und BĂ€chen sammelten - ein faszinierendes Naturerlebnis! Noch wĂ€hrend der Wanderung fĂŒgten sich die Worte und die Melodie der ersten Strophe, die ich nach der RĂŒckkehr sofort zu Papier brachte. Die Melodie lud geradezu dazu ein, bei jeder Wiederholung um eine Terz höher gesungen zu werden. Parallel dazu entwickelte sich auch der Text so, dass mit zunehmender Steigerung der Melodie diese Naturerfahrung auf eine immer stĂ€rker symbolische Ebene gehoben wird. Dieses Wasser gibt primĂ€r dem DĂŒrstenden Trank, dann dem Verzagten Mut, hebt den Lahmen auf die Beine (was schon an ein biblisches Wunder grenzt) und gibt schließlich Totem neues Leben.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Quellen brechen hervor aus Tiefen,
Wasser, die durch dunkle Erde liefen,
brechen hervor voll Kraft und Leben,
dem DĂŒrstenden frischen Trank zu geben.
Quellen brechen hervor.
2. Quellen brechen hervor aus Tiefen,
Wasser, die durch dunkle Erde liefen,
brechen hervor voll Kraft und Leben,
dem Verzagten Mut zu geben.
Quellen brechen hervor.
3. Quellen brechen hervor aus Tiefen,
Wasser, die durch dunkle Erde liefen,
brechen hervor voll Kraft und Leben,
den Lahmen auf die Beine zu heben.
Quellen brechen hervor.
4. Quellen brechen hervor aus Tiefen,
Wasser, die durch dunkle Erde liefen,
brechen hervor voll Kraft und Leben,
dem Toten neues Leben zu geben.
Quellen brechen hervor.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

122 Richte, Gott

Richte, Gott

Ein Lied zum Thema: Gott richtet nicht zugrunde, Gott richtet auf.

 

Der Titel greift bewusst provokant ein auch heute noch gelĂ€ufiges, in meinen Augen fragwĂŒrdiges, Gottesbild auf: Gott als gerechter Richter, der die Guten belohnt und die Bösen bestraft. - Und wer ist wer? Dass das Wort von einem "richtenden Gott" durchau auch anders klingen kann, dem spĂŒre ich in diesem Lied nach.

Wie Gottes Barmherzigkeit den Menschen "richtet", sehen wir am besten am Beispiel Jesu und seiner Zuwendung zu den Menschen, besonders zu den Schwachen und SĂŒndern. Von ihm bekennen wir in jedem Glaubensbekenntnis, dass er kommen wird, "zu richten die Toten und die Lebenden". Die Pantokrator-Ikone der Ostkirche zeigt diesen wiederkommenden und richtenden Christus mit einem Buch in der Hand, allerdings nicht mit einem Buch, in dem die guten und die bösen Taten der Menschen verzeichnet sind, sondern mit dem Evangelium. Dessen Grundbotschaft der Liebe ist der Maßstab, an dem unser Leben zu messen sein wird.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Richte, Gott,
richte mich auf, wenn ich daniederlieg,
gib meinen FĂŒĂŸen wieder festen Grund,
Gott, richt' mich auf!
Richte, Gott,
richte mich aus, wenn ich mein Ziel verfehl,
wende mich wieder meiner Mitte zu.
Gott, richt' mich aus!
1. Gott, dein Gericht fĂŒhrt ncht zum Tod,
du wendest mich dem Leben zu.
Du brichst nicht ĂŒber mich den Stab,
zÀhlst nicht die Schuld, du hilfst mir auf.
2. Auf meinem Weg liegt mancher Stein,
bringt mich zu Fall, belastet mich.
Du lĂ€sst mich nicht im Staub zurĂŒck,
fasst meine Hand und hilfst mir auf.
3. Ich bin zu schwach, mir fehlt die Kraft,
aus eignem wieder aufzustehn.
Voll Liebe ruht dein Blick auf mir,
beugst dich mir zu und hilfst mir auf.
Refr.: Richte, Gott,
richte mich auf, wenn ich daniederlieg,
gib meinen FĂŒĂŸen wieder festen Grund,
Gott, richt' mich auf!
Richte, Gott,
richte mich aus, wenn ich mein Ziel verfehl,
wende mich wieder meiner Mitte zu.
Gott, richt' mich aus auf dich!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

CD "Die Mitte bist du"

123 Regenbogen, Hoffnungsbogen

Regenbogen, Hoffnungsbogen

Ein Morgenlied und Hoffnungslied

 

ausgehend vom Bund, den Gott im Zeichen des Regenbogens mit Noah schließt und bei dem er selbst sich dem Leben verpflichtet.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Regenbogen, Hoffnungsbogen,
Leuchtspur, die, von Gott gezogen,
uns zur BrĂŒcke wird,
die ins Leben fĂŒhrt.
Hoffnungsbogen, Spannungsbogen,
BrĂŒcke, die, von Gott gezogen,
uns ins Leben fĂŒhrt,
uns zum Segen wird.
1. Ein neuer Morgen hebt sich aus dem Dunkel,
es ist wie eine Neugeburt der Welt.
Die Sonne steigt, der Tag erwacht,
und alles wird vom Licht erhellt.
2. Ein neuer Bund, den Gott mit uns geschlossen,
dass nach der Flut die Schöpfung neu beginnt,
dass nach dem Tod das Leben siegt,
und nach der Nacht der Tag beginnt.
3. Ein Neubeginn, der Aufstand unsrer Hoffnung,
der Tod hat fĂŒr uns nicht das letzte Wort.
Mit Christus gehn wir aus dem Grab
schon heut und hier an diesem Ort.
4. Ein neues Land, wo Milch und Honig fließen,
wo Gott sein Volk auf gute Weide fĂŒhrt,
Leben in FĂŒlle heißt das Ziel
fĂŒr den, dem Gott zum Hirten wird.
5. Ein neues Lied legt Gott auf meine Lippen,
ein Lebenslied, erfĂŒllt von seinem Geist,
ein Lied, das aus dem Herzen kommt
und ihn, den Freund des Lebens preist.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

124 Schenk mir, o Gott, ein reines Herz

Schenk mir, o Gott, ein reines Herz

Ein Umkehr-Lied nach Psalm 51 mit der Bitte um Vergebung der Schuld, um ein reines Herz und einen neuen Geist.

 

Text: aus Ps 51 
Musik: Hans Waltersdorfer, 1984
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Schenk mir, o Gott, ein reines Herz
und gib mir einen neuen Geist.
Wasch meine SĂŒnde von mir ab
und denk nicht mehr an meine Schuld.
Schenk mir, o Gott, ein reines Herz
und gib mir einen neuen Geist.
2. Erweise, Herr, mir deine Huld,
und schenk mir dein Erbarmen neu.
Verbirg mir nicht dein Angesicht
und nimm nicht deinen Geist von mir.
Schenk mir, o Gott, ein reines Herz
und gib mir einen neuen Geist.
3. Herr, öffne meine Lippen mir,
damit mein Mund dein Lob besingt.
Herr, mach mich froh mit deinem Heil
und sÀttige mit Freude mich.
Schenk mir, o Gott, ein reines Herz
und gib mir einen neuen Geist.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

125 Schöpfen und trinken

Schöpfen und trinken

Ein weiterer Kanon aus einer Reihe von GesĂ€ngen, die nicht dezidiert religiöse, aber existenzielle Grundthemen anschlagen (auch wenn eine Anspielung auf Joh 4 darin versteckt ist). 

 

Eine schmerzhafte, aber notwendige Erkenntnis fĂŒr jede/n, die/der Hilfe braucht, aber auch fĂŒr jede/n Helfende/n: Hilfe ist immer nur begrenzt möglich - die wesentlichen Dinge im Leben muss jede/r selber tun. "Allein" meint hier nicht in einem negativen Sinn "einsam", sondern positiv (wie es zumindest bei uns in der Steiermark auch umgangssprachlich gebraucht wird) "selbstĂ€ndig/ohne fremde Hilfe". Man kann aber durchaus auch eine Anspielung auf Joh 4 darin erkennen.

 

Text/Musik: Hans Waltersdorfer, 2000
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

   Zur Quelle fĂŒhren mag dich ein anderer,
den Weg kann ein anderer dir zeigen,
aber schöpfen und trinken, schöpfen und trinken,
trinken musst du allein.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederheft "Wort auf unserem Weg"

CD "Wort auf unserem Weg"

126 Segne unsre Tage

Segne unsre Tage

Ein Segenslied

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Segne unsre Tage, all unsre Zeit,
Gegenwart und Zukunft, Vergangenheit.
Guter Gott, schau auf uns!
Segne unsre Tage und segne uns!
2. Segne unsre Arbeit, all unser Tun,
Planen, Denken, Schaffen und unser Ruhn.
Guter Gott, schau auf uns!
Segne unsre Arbeit und segne uns!
3. Segne unsre Leiden, was schwer uns fÀllt.
Heile, was auf Heil hofft in dieser Welt.
Guter Gott, schau auf uns!
Segne unsre Leiden und segne uns!
4. Segne unsre Wege, die wir begehn,
alle Möglichkeiten, die offen stehn.
Guter Gott, schau auf uns!
Segne unsre Wege und segne uns!
5. Segne unsre Freunde, die mit uns gehn,
alle, die im Leben uns nahe stehn.
Guter Gott, schau auf uns!
Segne unsre Freunde und segne uns!
6. Segne alles Leben auf dieser Welt,
alles, was von dir Lebenskraft erhÀlt.
Guter Gott, schau auf uns!
Segne alles Leben und segne uns!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

127 Seht die Liebe, seht das Leben

Seht die Liebe, seht das Leben

Ein Gesang vor der Kommunion

 

Dieser Gesang bietet eine weitere Alternative zum unmittelbar vor der Kommunion gesprochenen "Herr, ich bin nicht wĂŒrdig...". WeiterfĂŒhrende Gedanken dazu findest du beim Lied "Herr, ich bin bedĂŒrftig".

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Seht die Liebe, seht das Leben,
seht, wie Christus sich im Brot
fĂŒr uns hingibt, dass wir leben,
Liebe leben sein Gebot.

Christus, ich danke dir fĂŒr deine Liebe,
die mich groß macht und mir FlĂŒgel verleiht,
fĂŒr deinen Blick, der meine Seele heil macht,
dein Wort, das mich befreit.
Und so lasse ich zum Tisch mich laden,
den du selbst fĂŒr mich bereitet hast.
Nun sei auch du, so arm mein Haus auch sein mag,
meines Lebens Gast!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

128 Singt eurem Gott, ihr Völker der Erde

Singt eurem Gott, ihr Völker der Erde

Ein Lob- und Danklied auf Gott - im Vielklang der Religionen

 

Im Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" ist bei diesem Lied leider bei der 2. Strophe ein Wort verloren gegangen: Es muss heißen: "Dankt eurem Gott, ihr Kinder der Erde..."

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Singt eurem Gott, ihr Völker der Erde,
Menschen aus allen Nationen!
Lobt euren Schöpfer, singt eurem Gott
im Vielklang der Religionen!
2. Dankt eurem Gott, ihr Kinder der Erde,
er schenkt euch Freiheit und WĂŒrde.
Große und Kleine, dankt eurem Vater,
der euch ins Leben fĂŒhrte.
3. Lobt euren Gott, ihr Kinder des Himmels,
den seine Liebe erschlossen.
Er hat in eure Herzen die Sehnsucht
nach Ewigkeit gegossen.
4. Preist euren Gott, ihr Menschen des Friedens,
er gibt euch Kraft zu vertrauen.
Er will mit euch die Erde gestalten
und seinen Frieden bauen.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

129 So wie der Regen

So wie der Regen

Eine gesungene Meditation ĂŒber Jes 55,10-11, angeregt durch eine Auslegung von Maria Schwarzl zu dieser Bibelstelle am Fest der Taufe Jesu.

 

Ein Bild aus der Natur, die Notwendigkeit von Regen und Schnee fĂŒr das keimende Leben, als Bild fĂŒr das Wirken von Gottes Wort im Leben des Menschen. Sein Wort schafft Leben und Heil, hat die Kraft, mich von innen her zu verĂ€ndern.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2003
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: So wie der Regen vom Himmel fÀllt, so wie der Schnee die Erde deckt,
so ist ea auch mit Gottes Wort, es kehrt nicht leer zu ihm zurĂŒck.
So wie der Regen dem SĂ€mann Samen gibt und Brot, von dem er lebt,
so ist es auch mit Gottes Wort, denn es wirkt Leben - auch fĂŒr dich.
1. Ein kleines Korn ruht tief in dir und wartet auf ein Wort,
das es zum Keimen und BlĂŒhen bringt: Gott spricht das Wort.
2. Ganz unvermutet trifft dich ein Wort, so wie ein Regenguss.
Es rĂŒttelt auf und fordert dich: Gott spricht das Wort.
3. Du bist verschlossen und kalt wie Eis, du spĂŒrst kein Leben mehr,
da legt sich sanft ein Wort auf dich: Gott spricht das Wort.
4. Kommt deine Zeit und du gibt neu dem Leben in dir Raum,
trÀnkt es die Wurzeln und gibt dir Kraft: Gott spricht das Wort.
5. Du bist verletzt, voll Traurigkeit und wartest auf ein Wort,
das Trost dir bringt und das dich heilt: Gott spricht das Wort.
6. Du bist verbittert und voller Hass und wartest auf ein Wort,
das Frieden bringt und dich versöhnt: Gott spricht das Wort.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

 

Liederheft "Wort auf unserem Weg" 

CD "Wort auf unserem Weg"

 

130 Sterben muss das Korn

Sterben muss das Korn

Dieses Lied entfaltet das Wort Jesu vom Weizenkorn, das in der Erde sterben muss, um Leben zu bringen.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1983
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Herr, du bist als Weizenkorn gestorben,
um Brot zu sein, das uns das Leben schenkt.
So wissen wir durch dich: im Tod liegt Leben,
der Tod verwandelt uns im Aufersteh'n.
Refr.: Sterben muss das Korn,
denn nur wenn es stirbt, bringt es reiche Frucht,
tausendfach.
2. Herr, gib uns Bereitschaft, ja zu sagen
zur dunklen Nacht, die uns so oft umgibt.
Sie wandelt sich so wie der Tod zum Morgen,
im Leid erhÀlt die Liebe neue Kraft.
3. Herr, gib uns den Mut, uns zu verschenken,
ganz ungeteilt, wie du es hast getan.
Lass uns ein Werkzeug deiner Liebe werden,
bereit zu sterben, dass du durch uns lebst.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

131 Strahle Licht in unser Dunkel

Strahle Licht in unser Dunkel

Ein österlicher Lichthymnus, z.B. fĂŒr ein Luzernar.

 

Die Strophen folgen den Lesungen der Osternacht - der Gesang könnte also auch als Antwortgesang zu diesen Lesungen fungieren.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2008
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Strahle Licht in unser Dunkel, Flamme der Hoffnung,
leuchte auf in unserm Leben, göttliches Licht!
1. Wir preisen Gott, den Vater, den Schöpfer des Lebens.
Wir preisen Gott, die Liebe, die Quelle des Lichts.
2. Wir preisen Gottes Verheißung an die, die ihm vertrauen.
Wir preisen Gott, die Zukunft, die Quelle des Lichts.
3. Wir preisen Gott, den Befreier und Retter seines Volkes.
Wir preisen Gott, den Erlöser, die Quelle des Lichts.
4. Wir preisen Gottes Erbarmen, das Dunkel zu wenden.
Wir preisen Gott, die Hoffnung, die Quelle des Lichts.
5. Wir preisen Gottes Treue, sein Stehn zu uns Menschen.
Wir preisen Gottes Wort, die Quelle des Lichts.
6. Wir preisen Gottes Weisheit in all seinen Werken.
Wir preisen Gott, den Frieden, die Quelle des Lichts.
7. Wir preisen Gottes Geist, der die Erde erneuert.
Wir preisen Gott, die GĂŒte, die Quelle des Lichts.
8. Wir preisen Jesus Christus, auferweckt von den Toten.
Wir preisen Gott, das Leben, die Quelle des Lichts.
   
Wenn nur der Refrain (ohne Strophen) gesungen wird, sind auch Variationen des Textes möglich:
  ...Flamme der Freude...
...Flamme des Friedens...
...Flamme der Liebe...
...lebendes Feuer...

oder:
...du Geist des Friedens...
...du Geist der Liebe...

 

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

132 Sucht doch den Lebenden

Sucht doch den Lebenden

Ein rockiges Osterlied um die österliche Grundbotschaft an die Frauen und JĂŒnger, die Jesus im Grab suchen wollen; auch eine selbstkritische Anfrage an die Lebenspraxis von uns Christen: Leben wir wirklich aus einer österlichen Hoffnungsperspektive - oder wĂ€re uns nicht ein einbalsamierter Jesus oft lieber? 

 

Wenn man Unfragen vertrauen darf, glaubt selbst von den Christen nur ein gewisser Prozentsatz (ich habe die Zahlen nicht zur Hand) an die Auferstehung und ein Leben nach dem Tod. Was aber sollte uns dann noch unterscheiden von einer konsumorientierten No-Future-Generation, die nach dem Motto lebt: Schau, dass du so rasch wie möglich so viel wie möglich vom Leben bekommen kannst ("I want it all, and I want it now!", Zitat aus einem Queen-Song), denn morgen bist du tot!

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Sucht doch den Lebenden nicht bei den Toten,
der Stein ist weg, das Grab ist leer!
Sucht doch den Lebenden und nicht den Toten,
er ist erstanden, er ist der Herr!
1. Wie oft wÀre uns Jesus lieber tot und balsamiert,
einer, der nicht an unser Leben rĂŒhrt.
Wie oft hielten wir Jesus gerne fern und auf Distanz,
tanzten weiter unsern Totentanz.
2. Wie oft hÀtten wir Jesus lieber mundtot und still!
Keiner sagte, was Gott von uns Menschen will!
Wir denken oft, wir könnten unsre eignen Herren sein.
Wer wird uns von uns selbst befrei'n?
3. Wie oft hindern wir Jesus, in uns Menschen zu erstehn!
Man kann ihn nicht in unserm Leben sehn.
Wie oft schlafen wir Christen vor Langeweile ein.
Wer wird uns aus dem Tod befrei'n?
4. Wie oft blieben wir selber gerne noch in unserm Grab,
kapseln uns selbst vom wahren Leben ab!
Wir haben keine Aussicht auf ein neues Morgenrot:
"Keine Zukunft!" "Morgen sind wir tot!"

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

 

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen gehe ich" 

133 The Lost Son

The Lost Son

Ballade ĂŒber das Gleichnis vom "Verlorenen Sohn"

 

"Da ging er in sich und sagte:..." (Lk 15,17). Bei diesem Lied standen die Melodie und die Harmonien am Beginn. Bei der Suche nach einem Thema, dass dem Balladencharakter entsprechen könnte, fiel mir die Situation des verlorenen Sohnes ein - wie er beim SchweinehĂŒten in sich geht und sich seine RĂŒckkehr zum Vater ausmalt.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

 

I'll go back and cling to him:
forgive your son,
I'm no good,
oh Lord!
I'll go back and cling to him:
forgive your son,
I'm no good,
oh Lord!

And then I'll tell him:
I'm not worthy to be called your son.
And then I'll call him:
my Lord,
my Lord!

And then I'll beg him:
take me as one of your hired men,
I'm no good.
And then I'll cry:
forgive your son!
And then I'll cry:
oh Lord!

I'll go back and cling to him:
forgive your son,
I'm no good,
oh Lord!
I'll go back and cling to him:
forgive your son,
I'm no good,
oh Lord!

I'll go home and cling to you:
forgive your son,
my father!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

CD "Die Mitte bist du"

 

134 Tochter des Höchsten

Tochter des Höchsten

Versuch eines zeitgemĂ€ĂŸen, franziskanisch inspirierten Marienliedes.

 

WÀhrend die Bezeichnung der Mutter Jesu als "Mutter Gottes" sehr alt und verbreitet ist (bei den KirchenvÀtern und in der Ostkirche: "Theotokos"), ist der Aspekt ihrer Geschöpflichkeit als "Kind Gottes/Tochter Gottes" nicht so entfaltet, findet sich aber zumindest schon bei Franz von Assisi ("Tochter und Magd des erhabensten, höchsten Königs, des himmlischen Vaters, Mutter unseres heiligsten Herrn Jesus Christus").

Im Blick auf Maria entfaltet Franziskus aber auch den Gedanken, dass alle GlĂ€ubigen "MĂŒtter Christi" sein sollten, indem wir ihn "in unserem Herzen und in unserem Leibe" tragen und ihn durch unser Wirken, das anderen als Vorbild dienen soll, "zur Welt bringen". 100 Jahre spĂ€ter wird der Gedanke der "Gottesgeburt im Menschen" ein wichtiges Thema in den Predigten des Meister Eckhart (1260 - 1328) sein.

Diese franziskanischen Gedanken habe ich versucht, in dieses Lied zu fassen.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Tochter des Höchsten und seine Mutter,
du warst bereit, der Liebe Raum zu geben.
Gott nahm Gestalt an in deinem Leben:
So kam vor Zeiten Gott in die Welt.
2. In jedem Menschen schlummert ein Funke,
wartet darauf, dass Liebe Raum ihm gebe.
Gott will im Menschen Gestalt gewinnen.
Zu allen Zeiten kommt er zur Welt.
3. Ich, Kind des Höchsten, als seine Mutter?
Bin ich bereit, der Liebe Raum zu geben?
Wird Gott erfahrbar in meinem Leben?
Kommt so auch heute Gott in die Welt?

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

135 TrÀume

TrÀume

Ein kleines, trauriges Lied ĂŒber zerplatzende TrĂ€ume, entstanden in einer Situation, als ich selber einmal einen Traum loslassen musste.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1984
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. TrÀume sind wie Seifenblasen,
willst du sie halten, platzen sie.
Alles, was von ihnen bleibt,
ist ein Hauch von Traurigkeit.
2. TrÀume sind wie Luftballons,
treiben fort im Morgenwind.
Alles, was von ihnen bleibt,
ist ein Hauch von Einsamkeit.
3. TrÀume sind wie kleine Sterne,
sind so unerreichbar weit.
Alles, was von ihnen bleibt,
ist ein Hauch von Ewigkeit.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

 

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

136 Viele kleine Menschen

Viele kleine Menschen

Der bekannte Slogan der Öko- und Friedens-Bewegung in eine einfache Melodie gefasst.

 

Man findet diesen Spruch in der Literatur und im Internet als afrikanisches, arabisches, chinesisches, indianisches... Sprichwort. Mir selbst ist er erstmals in einem Buch des sehr sozial engagierten brasilianischen Armenbischofs Dom Helder Camara begegnet, daher lege ich diese Worte gerne ihm in den Mund.

 

Text: Dom Helder Camara
Musik: Hans Waltersdorfer, 2002
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

   Viele kleine Menschen,
die an vielen kleinen Orten
viele kleine Dinge tun,
können das Gesicht der Welt verÀndern.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

 

Liederheft "Wort auf unserem Weg"

CD "Wort auf unserem Weg"

 

CD "Voll Vertrauen gehe ich" 

137 Vielleicht

Vielleicht

Ein Lied mit einer Handvoll Fragen fĂŒr alle, die an Gott zweifeln

 

In seinen „ErzĂ€hlungen der Chassidim" berichtet Martin Buber von einem gelehrten Mann, der sich auf den Weg macht, um mit einem berĂŒhmten gottesfĂŒrchtigen Rabbi zu diskutieren und ihm die RĂŒckstĂ€ndigkeit seines Glaubens aufzuzeigen. Als er die Stube des Gottesmannes betritt, sieht er diesen mit einem Buch in der Hand nachdenklich auf und ab gehen. Den Ankömmling beachtet er lange Zeit nicht, schließlich bleibt er stehen, schaut ihn flĂŒchtig an und sagt: „Vielleicht ist es aber wahr!" Der Gelehrte nimmt all seinen Mut zusammen, doch ihm schlottern die Knie, so furchtbar ist der Zaddik anzusehen, so furchtbar sein einfacher Satz anzuhören: „Vielleicht ist es aber wahr!" Schließlich wendet sich der Rabbi ihm zu und sagt: „Mein Sohn, die Großen des Glaubens, mit denen du gestritten hast, haben ihre Worte an dich verschwendet, Du hast, als du gingst, darĂŒber gelacht. Niemand kann dir Gott und sein Reich mundgerecht auf den Tisch legen - auch ich nicht! Doch bedenke: „Vielleicht ist es aber wahr!" Der Gelehrte bietet noch einmal all seine Kraft zu Entgegnung auf, doch er bringt kein Wort heraus. Das einfache „Vielleicht ist es aber wahr" hat all seinen Widerstand gebrochen.

Angeregt durch die Neoatheismus-Bewegung mit ihrem Slogan „Wahrscheinlich gibt es keinen Gott..." und diese Rabbi-Geschichte trug ich die Idee und den Textentwurf zu diesem Lied schon ein Jahr lang im Kopf, bis ich wenige Wochen vor der Fertigstellung dieses Liederbuches auch den musikalischen Ausdruck dafĂŒr fand.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Vielleicht, vielleicht, vielleicht,
vielleicht gibt es keinen Gott.
Vielleicht, vielleicht, vielleicht,
vielleicht ist er schon lange tot.
Aber vielleicht..., vielleicht..., vielleicht...!
1. Was wĂŒrd' sich Ă€ndern, wenn Gott in dein Leben tritt?
Wenn du dir vorstellst, er geht deine Wege mit?
Macht Gott dich klein? Macht er dich groß?
Wie wĂ€r das bloß?
2. Was wĂŒrd' sich Ă€ndern, wenn Gott plötzlich mit dir spricht?
Wenn er dir nÀherkÀm' mit menschlichem Gesicht?
Macht Gott dir Angst? Macht er dir Mut?
WĂ€r' das nicht gut?
3. Was wĂŒrd' sich Ă€ndern, wenn Gott fĂŒr dich wichtig wĂ€r'?
Verlierst du etwas oder hÀttest du dann mehr?
Nimmt Gott dir weg? Schenkt er dir Sinn?
Wo kÀmst du hin?

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

CD "Die Mitte bist du"

 

138 Voll Vertrauen gehe ich

Voll Vertrauen gehe ich

Ein Lied vom Vertrauen, in verschiedenen Lebenssituationen von Gott begleitet zu sein.

 

Dieses Lied entstand 1985 in einer fĂŒr mich sehr entscheidenden Lebenssituation, als ich mich in der Ordensgemeinschaft der Franziskaner auf die "Ewigen GelĂŒbde" vorbereitete. Viel hat sich seit damals in meinem Leben verĂ€ndert, aber das Vertrauen in das Mitgehen Gottes auf meinem Lebensweg ist dadurch nicht geringer geworden und dieses Lied "stimmt" fĂŒr mich immer noch. "Vertrauen" ist ein Grundwort meiner Gottesbeziehung geblieben, das ich immer dann einsetze, wenn mir das Wort "Glauben" zu fremd oder zu abstrakt ist. 
Es freut mich, dass dieses Lied offensichtlich viele Menschen anspricht und inzwischen im ganzen deutschen Sprachraum (und darĂŒber hinaus) große Verbreitung gefunden hat.

Hinweise zu fehlerhaften Überlieferungen, Originalnoten, Chorsatz und Hörbeispiel findest du hier...

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1985
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Voll Vertrauen gehe ich den Weg mit dir, mein Gott,
getragen von dem Traum, der Leben heißt.
Am Ende dieses Weges bist du selber dann das Ziel,
du, der du das Leben bist.
1. Manchmal werden diesen Weg viele Menschen mit mir geh’n,
und wir werden Hand in Hand tanzend dir entgegenzieh’n.
Dann will ich dir, o Gott, ein Loblied singen,
dann will ich dir, o Gott, ein Loblied singen.
2. Doch der Weg wird manchmal auch ein StĂŒck durch die WĂŒste fĂŒhr'n,
und dann hab' ich Angst davor, blind mich nur im Kreis zu dreh'n.
Dann bitt' ich dich, o Gott, um Kraft zum Weitergeh'n,
dann bitt' ich dich, o Gott, um Kraft zum Gehen.
3. Wenn du, Vater, mit mir gehst, kann der Weg nicht sinnlos sein,
wenn du an der Hand mich nimmst, weiß ich, ich bin nie allein.
Denn ich kann dir, o Gott, mein Leben anvertrau'n,
ich kann mit dir, o Gott, mein Leben wagen.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen gehe ich;

 

139 Von allen Seiten umgibst du mich

Von allen Seiten umgibst du mich

(Ps 139)

Einer meiner Lieblingspsalmen neu interpretiert.

 

Schon seit langem gehört der Psalm 139 zu meinen Lieblingspsalmen, den ich schon mehrfach auch in meinen Liedern verarbeitet habe (z.B. "Ich bin da"). Nicht zu Unrecht sind die Psalmen nach wie vor der Grundstock unseres Betens, in dem das Leben in allen Dimensionen, Erfahrungen und Stimmungen Platz vor Gott hat. Aber zunehmend merke ich auch, wie diese intensiven Bilder zwar anregend sein können, aber auch nach einer WeiterfĂŒhrung ins Heute verlangen.

Besonders schön war fĂŒr mich, dass dieses Lied seine "WelturauffĂŒhrung" bei einem Abendgottesdienst in der WĂŒste Sinai gefunden hat, von der es in der 2. Strophe heißt, sie sei (auch) "Gottes Lieblingsort".

Auch wenn dieses Lied zunÀchst rhythmisch nicht ganz einfach erscheint, so entfaltet es doch eine soghafte Dynamik, wenn man erst einmal damit vertraut ist.

 

Text (nach Ps 139) und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr: Von allen Seiten umgibst du mich
und hĂ€ltst deine Hand ĂŒber mir.
Wie Luft zum Atmen bist du um mich
und hĂ€ltst deine Hand ĂŒber mir.
1. Wie könnt' ich deine NĂ€he fĂŒrchten,
da du mir doch die Kraft zum Leben gibst,
wie könnt' ich deine NÀhe meiden,
da ich doch weiß, dass du mich liebst!
2. Wo könnt' ich mich vor dir verstecken?
Steig ich auf Bergeshöhen, bist du dort.
Du findest mich auch in der WĂŒste,
ist sie doch dein Lieblingsort.
3. Wenn ich im LĂ€rm Zerstreuung suche,
holst du mich, wenn es still wird, wieder ein.
Auch im Getriebe meines Alltags,
in Stress und Hektik bin ich dein.
4. Ob ich nun wache oder schlafe,
bei Tag und Nacht bin ich in deiner Hand.
Du bist mein Hirt und mein Begleiter,
geleitest mich auf gutes Land.
5. In deiner Hand bin ich geborgen,
und darum fĂŒrchte ich das Dunkel nicht.
In deiner NĂ€he kann ich atmen,
du bist mein Leben und mein Licht.
6. Du warst um mich, als ich entstanden,
im Schoß der Mutter gabst du mir Gestalt.
Du bist der HĂŒter meines Lebens,
du bist mein Grund, du bist mein Halt.
7. Zu hoch, ich kann es nicht begreifen,
ist die Gewissheit, dass du mich umgibst.
Ich kann nur schweigen, kann nur staunen
und danken, dass du mich so liebst.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen"  

 

140 Von Generation zu Generation

Von Generation zu Generation

Seit Jahrtausenden wachsen Menschen in die religiösen Traditionen ihrer Vorfahren hinein, vermittelt primĂ€r nicht durch die religiösen Institutionen, sondern durch die gelebte Erfahrung in der Familie. Hat diese gelebte GlaubensĂŒberlieferung Zukunft?

 

In unserer Zeit scheint sich hier - zumindest im westeuropĂ€ischen Christentum - ein dramatischer Bruch zu vollziehen: Riten und Symbole werden leer, weil sie nicht mehr mit Leben gefĂŒllt sind; ReligionslehrerInnen und PredigerInnen fĂŒhlen sich ĂŒberfordert, weil es vielfach keine gelebte Basis mehr gibt, auf die sie aufbauen können. Kinder werden zwar nach wie vor in Scharen getauft, doch ohne echte Bereitschaft, sie auch in eine religiöse Erfahrung hineinwachsen zu lassen. FrĂŒher selbstverstĂ€ndliches Wissen um religiöse Dinge wird heute zur unĂŒberwindbaren HĂŒrde in der Millionenshow. Welche Auswirkungen wird diese nicht nur religiöse, sondern auch kulturelle Verdunstung auf kommende Generationen haben? Woher werden sie ihre Wertvorstellungen beziehen? Wo werden sie Orientierung in den Grundfragen ihres Lebens bekommen?

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2002
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Von Generation zu Generation,
von Mutter und Vater zu Tochter und Sohn,
zieht Gottes Wort Kreise
und auf diese Weise
hörten auch wir davon.

Von Generation zu Generation,
von Mutter und Vater zu Tochter und Sohn,
zieht Gottes Wort Kreise
und auf diese Weise
tragen wir Segen davon.
1. Ein Wort fÀllt in die Welt,
wie Same in ein Feld.
Wer diesem Wort vertraut, wird heil.
Ein Wort wirkt in der Zeit,
hat viele schon befreit
aus Unrecht Sklaverei und Schuld.
2. Ein Wort, das unverletzt
dem Schweigen nur entwÀchst,
das in der Stille Wurzeln fasst.
Ein Wort, das wirkt und schafft,
ein Wort mit Lebenskraft,
das tröstet, wenn ein Schmerz dich drĂŒckt.
3. Ein Wort, stets aktuell,
macht dunkle Schatten hell,
deckt auf und trifft den wunden Punkt.
Das Wort fordert und drÀngt,
bricht auf, was uns beengt,
ruft uns aus unsrer Selbstgerechtigkeit.
4. Wer sagt uns dieses Wort
auch in die Zukunft fort?
Es kostet nichts, es ist Geschenk.
Ein Wort, das zu uns spricht,
ein Wort mit viel Gewicht
in einer Zeit, die leere Worte macht.
Refr.: Von Generation zu Generation,
von Mutter und Vater zu Tochter und Sohn,
zieht Gottes Wort Kreise
und auf diese Weise
hörten auch wir davon.

Von Generation zu Generation,
von Mutter und Vater zu Tochter und Sohn,
zieht Gottes Wort Kreise
und in dieser Weise
reden wir weiter davon.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

 

Liederheft "Wort auf unserem Weg" 

CD "Wort auf unserem Weg"

141 Wahre das Feuer

Wahre das Feuer

Ein Lied von der Achtsamkeit fĂŒr sich selbst als Vorbedingung der Liebe zum NĂ€chsten

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Wahre das Feuer, nĂ€hre die Glut!
Wenn es dir gut geht, geht's anderen gut.
Atme das Leben, wurzle dich ein!
So kannst du anderen StĂŒtze sein.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

142 Wandle, guter Gott

Wandle, guter Gott

Ein Lied zur Gabenbereitung

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2011
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.:

Wandle, guter Gott,
wandle Wein in Brot!
Wandle unsre Not,
wandle allen Tod!
Wandle, guter Gott!

1. In der Gestalt von Brot und Wein
willst du in unsrer Mitte sein.
Was wir dir bringen, schenkst du uns zurĂŒck;
und du bist mitten drin.
2. Wir bringen unsre Arbeitslast,
die große MĂŒhe und die Hast
im Brot zu dir, und du verwandelst sie,
denn du bist mitten drin.
3. Die Freude, die uns tief erfĂŒllt,
die unsren Durst nach Leben stillt:
im Wein gebracht, wird sie fĂŒr uns zur Kraft,
denn du bist mitten drin.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Dieses Lied ist derzeit nur veröffentlicht im Liederbuch "du mit uns 2", hrsg. vom Haus der Stille

 

143 Wasser gegen den Tod

Wasser gegen den Tod

Ein Lied in Anlehnung an Jes 12,3 ("Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils") Joh 4 ("Ich bin das lebendige Wasser") von "Quellen", aus denen sich Kraft zum Leben schöpfen lÀsst.

 

Wasser ist die Grundbedingung fĂŒr Leben ĂŒberhaupt. Im ĂŒbertragen Sinn wird es zum Bild fĂŒr alles, was wir Menschen brauchen, damit wir das GefĂŒhl haben, wirklich zu leben. Es sind nicht materielle Werte und auch keine Dinge, die man selbst "machen" kann, sondern letztlich Dinge, die uns geschenkt werden: Hoffnung, Freude, Liebe, Sinn, Frieden usw.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Schöpfen voll Freude an der Quelle des Lebens
Wasser des Lebens gegen den Tod,
Wasser gegen den Tod.
1. Hoffnung gegen Ausweglosigkeit,
Hoffnung gegen allen Tod;
Hoffnung, die im Tod nach Leben schreit,
Hoffnung gegen allen Tod.
2. Freude gegen Angst und Einsamkeit,
Freude gegen allen Tod;
Freude, die zu neuem Tun befreit,
Freude gegen allen Tod.
3. Liebe, die empfangen und geben kann,
Liebe gegen allen Tod;
Liebe, die verzeihen und tragen kann,
Liebe gegen allen Tod.
4. Geist gegen Lethargie und MĂŒdigkeit,
Geist gegen allen Tod;
Geist, der Phantasie und Mut verleiht,
Geist gegen allen Tod.
5. Sinn gegen leere Sinnlosigkeit,
Sinn gegen allen Tod;
Sinn, der einen Weg zum Leben zeigt,
Sinn gegen allen Tod.
6. Frieden dort, wo Unrecht und Gewalt beginnt,
Frieden gegen allen Tod;
Frieden, der in uns Gestalt gewinnt,
Frieden gegen allen Tod.
7. Leben, das im Tod kein Ende kennt,
Leben gegen allen Tod;
Leben, das vor Sehnsucht nach Ewigkeit brennt,
Leben gegen allen Tod.
8. Segen, der nicht bei sich selbst verweilt,
Segen gegen allen Tod;
Segen, der sich in die Welt verteilt,
Segen gegen allen Tod.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

 

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

144 Wasser, lebendiges Wasser (Tauflied)

Wasser, lebendiges Wasser (Tauflied)

Ein Lied zur Taufe, das die verschiedenen Symbole der Taufe ausdeutet: Wasser, Licht, das weiße Kleid, die Salbung mit Chrisam, den Effata-Ritus.

 

Dieses Lied entstand zur Taufe unseres zweites Sohnes Nikolaus. Es besteht aus zwei Teilen, die auch getrennt gesungen werden sollten: Die ersten beiden Strophen vor der eigentlichen Taufe (Übergießung mit oder Untertauchung im Wasser), die weiteren Strophen nach der eigentlichen Taufe zu den "ausdeutenden Riten". Das bewirkt konsequenterweise auch folgende TextĂ€nderung: Strophe 1 und 2: "Du wirst jetzt getauft", Strophe 3-5: "Du bist jetzt getauft". Auch der Refrain Ă€ndert sich: Zuerst steht das Wasser im Zentrum, dann das Licht. Daher gibt es zur Überreichung der Taufkerze auch keine eigene Strophe. In der Praxis empfiehlt es sich, die Strophen getrennt zu singen nach folgendem Ablauf:

  • Lied: Str. 1 und 2 (mit Refr.: Wassr, lebendiges Wasser...)
  • Taufe durch Untertauchen oder Übergießen mit Wasser
  • EntzĂŒnden der Taufkerze an der Osterkerze und Überreichung
    danach: Refrain: Licht auf unserem Wege...
  • Salbung mit Chrisam
    danach: Str. 3 und Refr.
  • Überreichung (und idealerweise Anziehen) des weißen Kleides
    danach: Str. 4 und Refr.
  • Effata-Ritus (kann auch entfallen)
    danach: Str. 5 und Refr.

In meinem Liederbuch sowie im Noten-Download-Bereich sind auch Hinweise angegeben, wie dieses Lied fĂŒr Namen unterschiedlicher LĂ€nge zu adaptieren sind.

Bei der Formulierung des Textes habe ich mich auch bemĂŒht, theologisch und sprachlich korrekt zu sein, und zwei landlĂ€ufigen IrrtĂŒmern entgegenzuwirken:

  1. Die Taufe ist nicht die Namensgebung fĂŒr das Kind. Das Kind wird von Beginn an mit dem Namen angesprochen, den die Eltern ihm bereits bei seiner Geburt gegeben haben.
  2. Das Kind wird nicht erst in der Taufe Kind Gottes, das ist es bereits von allem Anfang an. Nach meinem VerstĂ€ndnis ist die Taufe wesentlich Hineinnahme in die Gemeinschaft mit Christus und in die Gemeinschaft der Christen (Kirche). Leider fehlt bei vielen Eltern fĂŒr dieses VerstĂ€ndnis bereits jede Basis, ja, sie wundern sich dann sogar noch, warum ein Taufpate unbedingt Mitglied der Kirche sein muss. Aber das ist ein anderes Problem und soll nicht hier erörtert werden...

Anregung: UnabhĂ€ngig von der Taufe eignen sich die beiden Refrains auch fĂŒr eine Verwendung z.B. in der Osternacht oder bei Lichterprozessionen, sonntĂ€glichem TaufgedĂ€chtnis usw. (eventuell in Kombination mit entsprechenden Meditationstexten).

Eine Vorschau-Version dieses Liedes ist im Download-Bereich zu finden. Registierten Nutzern von www.taufoase.de steht dieses Lied in einer druckfĂ€higen Version im Format A5 fĂŒr Taufhefte oder GottesdienstblĂ€tter zur VerfĂŒgung. Auf Anfrage kann ich auch Instrumentalstimmen zum Lied zur VerfĂŒgung stellen.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

vor der Taufe
1. N.(Nikolaus), Kind Gottes,
du wirst jetzt getauft.
Gott, der deinen Namen kennt,
spricht dir seine Liebe zu,
spricht dir seine Liebe zu.
Refr.: Wasser, lebendiges Wasser
soll uns ein Zeichen sein:
Gott schenkt uns das Leben,
er gießt uns Leben ein,
er gießt uns Leben ein.
2. N., Kind Gottes,
du wirst jetzt getauft.
Die Kirche will dir Heimat sein,
die Gemeinschaft nimmt dich auf,
die Gemeinschaft nimmt dich auf.
zu den ausdeutenden Riten:
Refr.: Licht auf unserem Wege
soll uns ein Zeichen sein:
Gott geht mit uns Menschen,
er lÀsst uns nie allein,
er lÀsst uns nie allein.
3. N., Kind Gottes,
du bist jetzt getauft.
Die Salbung zeigt: Du bist erwÀhlt,
ein Bild Gottes uns zu sein,
ein Bild Gottes uns zu sein.
4. N., Kind Gottes,
du bist jetzt getauft.
Das weiße Kleid erinnert dich,
dass dir Jesus nahe ist,
dass dir Jesus nahe ist.
5. N., Kind Gottes,
du bist jetzt getauft.
Mit Augen, Ohren, Herz und Mund
sollst du offen fĂŒr ihn sein,
sollst du offen fĂŒr ihn sein.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen gehe ich" 

145 Was wissen wir von dir

Was wissen wir von dir

Ein Lied des suchenden und fragenden Glaubens.

 

Auslöser fĂŒr dieses Lied war die von England ausgehende Neo-Atheisten-Bewegung mit ihrem Slogan "Wahrscheinlich gibt es keinen Gott, also genieße das Leben". Immerhin lassen sie in diesem "wahrscheinlich" einen Rest von "vielleicht" offen -Platz fĂŒr jenes "vielleicht", das in einer rabbinischen ErzĂ€hlung von einem Rabbi ausgesprochen einen Zweifler mit solcher Wucht trifft, dass er mit all seinen Zweifeln nicht dagegen ankommt. Was wissen wir schon? Aber vielleicht geht es beim Glauben gar nicht um diese Form von "wissen"?

Die letzten beiden Strophen (Drum kommen wir... So sind wir hier...) machen dieses Lied auch zu einem geeigneten Eröffungsgesang: Mitten aus dem Leben kommen wir mit all unseren Fragen zu Gott, dem wir nur im Glauben begegnen können.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Was wissen wir,
was wissen wir,
Gott, von dir?
Nur schweigend, staunend, ahnend
nÀhern wir uns dir.
2. Nichts wissen wir,
nichts wissen wir,
Gott, von dir!
Nur Liebe, GrĂ¶ĂŸe, Weite
ahnen wir von dir.
3. Doch glauben wir,
doch glauben wir,
Gott, von dir:
ErfĂŒllung unsrer Sehnsucht
finden wir bei dir.
4. Drum kommen wir,
drum kommen wir,
Gott, zu dir,
erheben unsre Augen,
schauen aus nach dir.
5. So sind wir hier,
so sind wir hier,
Gott, vor dir.
Wir öffnen unsre Herzen,
neigen uns vor dir.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

CD "Die Mitte bist du"

146 Was zÀhlt, was bleibt

Was zÀhlt, was bleibt

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2015
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Was zÀhlt? Was bleibt?
Was hat Bestand fĂŒr die Ewigkeit?
Was lĂ€sst du zurĂŒck
an Liebe und an ZĂ€rtlichkeit?
Wohin fĂŒhrt dein Weg?
Was bleibt?

Was zÀhlt, was bleibt,
was unsre Welt bewegt in Ewigkeit,
was uns leben lÀsst,
ist Liebe und ist ZĂ€rtlichkeit.
Daran fĂŒhrt kein Weg vorbei.
1. Du fragst nach deinem Sinn:
Was ist mein Ziel, wo fĂŒhrt das hin?
Was wiegt? Was trÀgt?
Was bleibt?
2. Du suchst das große GlĂŒck
und hast doch nur dich selbst im Blick,
doch was du andern gibst,
das bleibt.
Refr.:

Was zÀhlt? Was bleibt?
Was hat Bestand fĂŒr die Ewigkeit?
Was lĂ€sst du zurĂŒck
an Liebe und an ZĂ€rtlichkeit?
Wohin fĂŒhrt dein Weg?
Was bleibt?

Was zÀhlt, was bleibt,
was unsre Welt bewegt in Ewigkeit,
was uns leben lÀsst,
ist Liebe und ist ZĂ€rtlichkeit.
Daran fĂŒhrt kein Weg vorbei.

Was zÀhlt?
Was bleibt?
Was bleibt?

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Dieses Lied ist bisher nur veröffentlicht im Liederbuch "du mit uns 2", hrsg. v. Haus der Stille

 

147 Wege wagen

Wege wagen

Ein Lied, das Mut machen will, Schritt fĂŒr Schritt, mein Leben zu gestalten im Vertrauen: Gott geht mit!

 

Dieses Lied wurde zum Titellied fĂŒr mein zweites CD-Projekt im Jahr 2007: Lieder, im Gehen und Tanzen zu singen.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2005
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Wege wagen, Schritt fĂŒr Schritt,
und vertrauen: Gott geht mit.
In der Not von seiner Hand getragen
kannst du Wege wagen.
2. Frieden wagen, Schritt fĂŒr Schritt,
und vertrauen: Gott geht mit.
Nicht vor Streit und Widerstand verzagen:
Friedenswege wagen.
3. Hoffnung wagen, Schritt fĂŒr Schritt,
und vertrauen: Gott geht mit.
Nicht gefangen sein in Angst und Klagen:
Hoffnungswege wagen.
4. Liebe wagen, Schritt fĂŒr Schritt,
und vertrauen: Gott geht mit.
Auch im Schmerz sich gegenseitig tragen:
Liebeswege wagen.
5. Zukunft wagen, Schritt fĂŒr Schritt,
und vertrauen: Gott geht mit.
Nicht verhaftet sein in alten Tagen:
Zukunftswege wagen.
6. Freiheit wagen, Schritt fĂŒr Schritt,
und vertrauen: Gott geht mit.
Ketten lösen, Unrecht hinterfragen:
Freiheitswege wagen.
7. Glauben wagen, Schritt fĂŒr Schritt,
und vertrauen: Gott geht mit.
Allen TodesmÀchten widersagen:
Glaubenswege wagen.
8. Neues wagen, Schritt fĂŒr Schritt,
und vertrauen: Gott geht mit.
Zuversicht in allen Lebenslagen:
neue Wege wagen.
9. Leben wagen, Schritt fĂŒr Schritt,
und vertrauen: Gott geht mit.
Keine Angst vor ungelösten Fragen:
Lebenswege wagen.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

CD "Wege wagen"

 

 

148 Weißt du, wie das ist

Weißt du, wie das ist

Ein Lied von der Menschwerdung Gottes - mitten unter uns.

 

Es war eine Liedzeile von Christina StĂŒrmer ("Ich kann nur ahnen, wie's dir geht, wenn man auf einmal nicht mehr drĂŒber steht" aus dem Lied "Mitten unter'm Jahr") im Autoradio, und es war wohl Advent. Wenig spĂ€ter war der Refrain fĂŒr dieses Lied fertig.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2008
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Weißt du, wie das ist,
wenn du nicht mehr drĂŒber stehst,
weil du mitten drinnen bist?
Dann weißt du, wie es Gott ergeht,
wenn er Mensch wird unter uns,
wenn er Mensch wird unter uns.
1. Wir Menschen suchen Gott als Herrn, als König gar,
doch Gott wird klein, wird Kind,
wird, was wir Menschen sind,
macht seine GrĂ¶ĂŸe in der Armut offenbar.
2. Wenn Jesus einen Armen trifft, dann wendet er sich zu,
er schaut den Kranken an,
berĂŒhrt ihn zĂ€rtlich dann,
sein Wort spricht dem EnttÀuschten wieder Hoffnung zu.
3. Wenn Jesus auf der Hochzeit tanzt, steckt seine Freude an,
und Freude schenkt er ein,
statt Wasser besten Wein,
die LebensfĂŒlle hat er fĂŒr uns aufgetan.
4. Wenn Jesus mit den Menschen weint, sind seine TrÀnen echt,
denn er kennt unsre Not,
er leidet unsern Tod,
die Liebe nicht geheuchelt und sein Zorn gerecht.
5. Wenn Jesus in der WĂŒste ringt um seinen Weg,
wird die Versuchung groß,
und doch lÀsst er nicht los
von Gott, der auch in Todesnacht noch zu ihm steht.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

149 What Lies Behind You

What Lies Behind You

(Was liegt hinter dir)

Ein Lied ĂŒber den inneren Wert und die WĂŒrde jedes Menschen

 

Das diesem Gesang zugrunde liegende Zitat des amerikanischen Philosophen Rald Waldo Emerson begegnete mir als Kalenderspruch und begann in mir zu klingen.

 

Text: Ralf Waldo Emerson (1803 - 1882)
dt. Übertragung u. Musik: Hans Waltersdorfer, 2002
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  What lies behind you,
what lies in front of you,
pales in comparison
to what lies inside of you.

Was liegt hinter dir?
Und was liegt vor dir?
Es ist nur klein im Blick
auf das, was in dir liegt!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

150 Wie gut, o Gott

Wie gut, o Gott

Ein Lied ĂŒber das Haus Gottes, den (inneren und Ă€ußeren) Raum, in dem Gottesbeziehung sich entfalten kann

 

Ich hatte meine zwei Ă€lteren Söhne zu einem Konzert gebracht. WĂ€hrend aufgebaut und geprobt wurde, hatte ich 2 Stunden Zeit. Es goss in Strömen - das Beste war also, diese Zeit (ganz allein) in der anliegenden Stiftskirche zu verbringen: fotografierend und meditierend. Dabei entstand in GrundzĂŒgen dieses Lied, das ich zu Hause sofort zu Papier (bzw. in den PC) brachte.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Wie gut, o Gott, in deinem Haus zu weilen,
wo Frieden herrscht und Stille mich umgibt.
Hier können TrÀnen trocknen, Wunden heilen,
wie gut doch, dass es solche Orte gibt!
2. Wie gut, o Gott, von deinem Geist zu atmen,
der diese Mauern und mein Herz durchdringt,
wie köstlich, mich an deinem Tisch zu laben,
hier, wo dein Lied nach Lebensfreude klingt!

Wie gut, o Gott,
wie gut, o Gott!
Wie gut, wie gut!
3. Wie segensreich, durch dieses Tor zu treten,
das mich in meine eigne Tiefe fĂŒhrt,
wie heilbringend, in diesem Raum zu beten,
wo deine Hand mich innerlich berĂŒhrt!
4. Wie wunderbar, in Liebe zu versinken,
von der ich spĂŒre, dass sie fĂŒr mich fließt,
wie heilsam, Gott, von deinem Quell zu trinken,
der DĂŒrstenden in FĂŒlle sich ergießt!

Wie gut, o Gott,
wie gut, o Gott!
Wie gut, wie gut!
5. Wie herrlich, Gott, in deinem Licht zu stehen,
das farbenfroh durch diese Fenster bricht,
wie wunderbar, auf deinem Weg zu gehen,
auf dem dein Wort den Frieden mir verspricht!
6. Wie gut, wo Menschen aus der Liebe leben,
wo man trotz Vielfalt eine Sprache spricht,
wo Menschen da sind, Arme zu erheben,
im Dunkel dieser Welt sind sie dein Licht.

Wie gut, o Gott,
wie gut, o Gott!
Wie gut, wie gut!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

 

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

CD "Die Mitte bist du"

 

151 Wie LÀmmer unter Wölfe

Wie LÀmmer unter Wölfe

Dieses Lied entstand unter dem Eindruck der geschĂŒrten Angst, der zunehmenden Radikalisierung und der zahlreichen Hasspostings im Internet angesichts der FlĂŒchtlingsströme durch Europa. In der sprachlichen Gestaltung angeregt wurde es zusĂ€tzlich durch die Interpretation der Legende vom Wolf von Gubbio im Franziskus-Musical von Wilhelm Willms und Peter Janssens: "Der Wolf nimmt ĂŒberhand im Land"

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2015
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Der Hass nimmt ĂŒberhand im Land,
geschĂŒrt, geshared, geliked, vermehrt.
Von Christus sind wir ausgesandt,
Versöhnung zu sÀ'n.
Refr.: Wie LÀmmer unter Wölfe,
Tropfen auf den heißen Stein.
Am Anfang warn's nur zwölfe,
doch sie blieben nicht allein.
Wie LÀmmer unter Wölfe,
Tropfen auf den heißen Stein,
anfangs vielleicht nur zwölfe,
doch wir bleiben nicht allein,
denn Gott geht mit!
2. Die Angst nimmt ĂŒberhand im Land
vor dem, was fremd, was man nicht kennt.
Gemeinsam gehn wir Hand in Hand
zur Menschlichkeit.
3. Die Ohnmacht nimmt ĂŒberhand im Land
vor Krieg, vor Leid, vor Grausamkeit.
Die Liebe ruft zum Widerstand,
hilft Frieden bau'n.
4.

Die WĂŒste nimmt ĂŒberhand im Land,
die Leere und die Einsamkeit.
Vor uns liegt das gelobte Land,
wenn wir nur geh'n.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Dieses Lied ist bisher nur veröffentlicht im Liederbuch "du mit uns 2", hrsg. v. Haus der Stille

 

152 Wir beten dich an

Wir beten dich an

Meditativ gesungene Variante einer Akklamation aus der Karfreitagsliturgie.

 

In der Familie der franziskanischen Ordensgemeinschaften wird dieses Gebet mit dem Einschub "hier und in allen deinen Kirchen, die auf der ganzen Welt sind" als Abschluss des tĂ€glichen Stundengebetes gebetet.

 

Text: aus der Karfreitagsliturgie
Musik: Hans Waltersdorfer, 1982
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Wir beten dich an, Herr Jesus Christ.
Wir beten dich an, und wir preisen dich.
Denn durch dein Kreuz hast du uns erlöst.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

 

153 Wir preisen Christus

Wir preisen Christus

Ein Christus-Licht-Hymnus fĂŒr ein abendliches Luzernar oder eine morgendliche Laudes

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Wir preisen Christus, das Licht in der Nacht.
Wir preisen Christus, die ewige Sonne.
Wir preisen ihn, der uns Leben gebracht.
Wir preisen Christus, die Quelle des Lebens.
1. Schon am Anfang aller Schöpfung
sprach Gott sein Wort: Es werde Licht!
Und von diesem Anfang her
hat alle Nacht schon ein Ende.
2. In dunkler Nacht der Sklaverei,
als die Not am grĂ¶ĂŸten war,
fĂŒhrt Gott sein Volk in Freiheit heim,
macht der UnterdrĂŒckung ein Ende.
3. Als die Welt in Todesschatten lag
und voller Sehnsucht wartet auf ein Licht,
wurde Christus fĂŒr uns Mensch,
und das Warten hat ein Ende.
4. Stummen löst er die Zunge,
Tauben öffnet er das Ohr,
Blinde fĂŒhrt er in das Licht,
die Nacht der SĂŒnde hat ein Ende.
5. Als er vor dem Kreuz nicht flieht
und fĂŒr ihn selbst die Nacht anbricht,
lÀsst ihn Gott doch nicht im Stich,
das Grab ist nicht das Ende.
6. Gebrochen ist des Todes Macht,
als Christus aus dem Grab ersteht,
Hoffnung strahlt uns auf in hellem Glanz,
und alles Dunkel hat ein Ende.
(am Abend)
7. Und wenn die Sonne uns nun sinkt,
ruhen wir getrost in Gott,
der uns auch durch dieses Dunkel bringt
und alles fĂŒhrt zum guten Ende.
(am Morgen)
7. Voll Freude schauen wir die Sonne,
die diesen neuen Tag uns bringt.
Christus sei unsres Lebens Licht,
an diesem Tag und bis zum Ende.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

154 Wir stehen auf, Halleluja

Wir stehen auf, Halleluja

Ein Osterlied 

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2010
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr.: Wir stehen auf, Halleluja,
singen laut Halleluja,
der Tod hat keine Macht mehr ĂŒber uns!
Die Nacht vorbei, Halleluja,
wir sind frei, Halleluja.
Gott ruft uns aus dem Tod, er steht zu uns.
1. Das Dunkel ist durchdrungen,
wir sind dem Tod entsprungen,
die Sklaverei der SĂŒnde ist vorbei.
Wir sind nicht mehr gebunden,
schon heilen unsre Wunden,
mit allen UnterdrĂŒckten gehn wir frei.
2. Die MÀchte, die uns lÀhmen
und uns gefangen nehmen,
sie haben ĂŒber uns nicht mehr die Macht.
Von Christus ĂŒberwunden,
sind sie nun selbst gebunden.
Das Herz ist frei und unsre Seele lacht.
3. Das Schicksal ist gewendet,
Gott hat die Nacht beendet,
die BrĂŒcke in das Licht ist schon gebaut.
Mit Christus auferstehen,
mit ihm ins Leben gehen
wird der, der seinem Wort sich anvertraut.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

155 Wir wollen den Weg mit Jesus gehn

Wir wollen den Weg mit Jesus gehn

Ein Lied fĂŒr den Weg mit Jesus durch die Kar- und Ostertage.

 

Es gibt ein Ă€hnliches Kinderlied fĂŒr diesen österlichen Weg Jesu. Auch dieses Lied kann durchaus mit Kindern gesungen werden, ist aber nicht so spezifisch auf sie ausgerichtet.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

Refr: Wir wollen den Weg mit Jesus gehn,
und Jesus geht den Weg mit uns,
den Weg aus aller Dunkelheit
in das helle Licht.
1. Jesus zieht nach Jerusalem.
2. Jesus gibt sich fĂŒr uns als Brot.
3. Jesus beugt sich zum Liebesdienst.
4. Jesus geht in die Nacht hinaus.
5. Jesus trÀgt das schwere Kreuz.
6. Jesus stirbt wie ein Weizenkorn.
7. Jesus bleibt nicht in seinem Grab.
8. Jesus ist mit uns unterwegs.
9. Jesus sendet uns seinen Geist.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen" 

 

156 Wo Menschen sich verlassen

Wo Menschen sich verlassen

Ein Lied, das die Bergpredigt Jesu aufgreift: Menschen, die sich nicht selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern sich auf Gott einlassen, haben das Potential, die Welt zu gestalten: barmherzig, sanft und friedfertig, aber bestimmt im Eintreten gegen Unrecht und Gewalt.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2003
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Wo Menschen sich verlassen und auf Gottes Worte hören,
da werden sie den Lauf des Weltgetriebes störeen,
da werden sie gemeinsam fĂŒr Gerechtigkeit einstehen,
da werden sie die unbequemen Friedenswege gehen.
2. Wo Menschen sich verlassen und auf Gottes Wegen gehen,
da werden TrÀume wahr, kann man Wunder selbst noch sehen,
da gehen auf die Augen, und die Stummen können reden,
Gebeugte gehen aufrecht, es gibt Lebensraum fĂŒr jeden.
3. Wo Menschen sich verlassen und nach Gottes Worten handeln,
da leben Tote auf, können Feinde sich verwandeln,
da können die Versklavten einen Weg zur Freiheit finden,
willkommen sind die Boten, die die MenschenwĂŒrde kĂŒnden.
4. Wo Menschen sich verlassen und in Gottes HĂ€nde fallen,
da werden sie barmherzig mit sich selber und mit allen,
da werden TrÀnen trocknen, viele Wunden werden heilen,
das Brot wird sich vermehren, denn die Reichen lernen teilen.
5. Wo Menschen sich verlassen und auf Gottes Wegen bleiben,
da wird man die Geschichte mit neuen Worten schreiben,
da fallen alle Kriege aus, die kleinen und die großen,
ganz unbekannt sind Neid und Gier und auch die RĂŒcksichtslosen.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederheft "Wort auf unserem Weg" 

CD "Wort auf unserem Weg"

157 Wort auf unserem Weg

Wort auf unserem Weg

Ein Prozessionsgesang mit dem Wort Gottes, zu dem auch getannzt und der vielfĂ€ltig variiert werden kann.

 

Das Titellied fĂŒr meine Produktion (Liederheft und CD) zum "Jahr der Bibel 2003".

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2002
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

A: Wort auf unsrem Weg,
Wort das mit uns geht:
V: Gottes Wort, das uns die Richtung weist,
A: Wort auf unserem Weg.
   
Das Leitwort kann auf folgende Weise variiert werden:
  Kraft auf unsrem Weg...
Licht auf unsrem Weg...
   
Einige VorschlĂ€ge fĂŒr die Variation der VorsĂ€ngerzeile:
  Gottes Wort, das uns zum Aufbruch drĂ€ngt.
Gottes Wort, das uns zur Freiheit fĂŒhrt.
Gottes Wort, das uns ins Leben ruft.
Gottes Wort, das uns die FĂŒlle schenkt.
Gottes Wort, das uns den Frieden bringt.
Gottes Wort, das unsre Angst besiegt.
   
Zu diesem Lied gibt es im Liederheft und auf der CD auch eine Tanzanleitung fĂŒr die Gestaltung als Prozessionstanz (mit der Hl. Schrift) oder als Kreistanz.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederheft "Wort auf unserem Weg" 

CD "Wort auf unserem Weg"

 

158 Zahlreich (wie die Sterne am Himmel)

Zahlreich (wie die Sterne am Himmel)

Gottes Zusage an Abraham "Ich will dich segnen" ist zugleich ein Auftrag: "Du sollst ein Segen fĂŒr viele sein!"

 

Mehrfach erfĂ€hrt Abraham im Buch Genesis diese Zusage Gottes, unter anderem mit dem Hinweis: Blick doch zum Himmel hinauf und zĂ€hle die Sterne, wenn du sie zĂ€hlen kannst. - So reichlich will ich dich segnen!

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

  Zahlreich,
so zahlreich wie die Sterne am Himmel,
endlos,
endlos wie der Sand am Meer
ist mein Segen,
mein Segen ĂŒber deinem Leben.
Ein Segen,
ein Segen sollst du fĂŒr viele sein.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

CD "Voll Vertrauen geh ich"

 

Liederheft "Wort auf unserem Weg"

CD "Wort auf unserem Weg"

159 Ziehe Kraft aus deinen Wurzeln

Ziehe Kraft aus deinen Wurzeln

Ein kleiner, erdender Kanon.

 

Schon bei der Entstehung hatte ich dabei auch Gesten und Tanzschritte vor Augen, die es mittlerweile auch in notierter Form gibt.

 

Text/Musik: Hans Waltersdorfer, 2000
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

   Ziehe Kraft aus deinen Wurzeln,
finde Halt im Grund, der trÀgt.
Schau zurĂŒck auf deinen Ursprung,
doch nach vorne geht dein Weg.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederheft "Wort auf unserem Weg"

CD "Wort auf unserem Weg"

 

160 Zum Ruheplatz am Wasser

Zum Ruheplatz am Wasser

Eine Meditation zu Psalm 23 (Der Herr ist mein Hirte), die auch die Exoduserfahrung des Volkes Israel (WĂŒstenwanderung - Land der Verheißung) aufgreift.

 

Auch ein weiteres biblisches Bild ist eingeflochten: der am Wasser grĂŒnende Baum (Ps 1).

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 1998
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1.  Zum Ruheplatz am Wasser fĂŒhrt mich deine Hand.
Du leitest mich zu klarem Wasser hin.
Du fĂŒhrst mich durch die WĂŒste ins verheißene Land,
an den Ort, wo ich bei dir zu Hause bin.
2. Zum Ruheplatz am Wasser fĂŒhrt mich deine Hand.
Du leitest die, die dir ganz vertrau'n.
Am Quellgrund deiner Liebe find ich festen Stand.
so wie am Wasserbach ein grĂŒner Baum.

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

 

Liederbuch "Immer noch auf dem Weg" 

Liederheft "Wort auf unserem Weg"

CD "Wort auf unserem Weg"

161 Zwischen Krieg und Frieden

Zwischen Krieg und Frieden

Ein Lied ĂŒber den langen Weg zum Frieden

 

Dieses Lied entstand unter dem Eindruck einer Studienreise mit dem Leitungsteam vom Haus der Stille im Mai 2009 nach Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Schon in Kroatien, dem „anderen" Kroatien, abseits der KĂŒste, zwischen Pakrac und Vukovar, fuhren wir durch Landschaften, wo ein Verlassen der Straße wegen der ĂŒberall noch liegenden Minen lebensgefĂ€hrlich sein könnte (15 Jahre nach dem Krieg). In Bosnien erfuhren wir dann, dass es (konstante Sicherung der Finanzierung vorausgesetzt) noch mindestens 50 Jahre dauern wird, bis alle Minen entfernt sind. Jeder konnte in diesem NationalitĂ€tenkrieg Minen (die oft wie Spielzeug aussahen) im Supermarkt kaufen und sein eigenes GrundstĂŒck verminen (wenn er wusste/glaubte, dass er nie zurĂŒckkommen wĂŒrde) oder das GrundstĂŒck des Nachbarn oder... Der Kontrast zwischen der blĂŒhenden FrĂŒhlingslandschaft und den leuchtend roten Minenwarntafeln hĂ€tte grĂ¶ĂŸer nicht sein können.

Die musikalische Anlehnung an das Lied „Freunde, dass der Mandelzweig" ist daher gewollt, aber mit vielen schrĂ€gen Zwischentönen versehen. Die Wunden dieses Krieges in den Herzen und Köpfen der Menschen - und in der Landschaft - sind noch lange nicht verheilt.

 

Text und Musik: Hans Waltersdorfer, 2009
© Hans Waltersdorfer, Rosental 135, A-8081 Heiligenkreuz a.W.
www.werkstatt-waltersdorfer.at

 

1. Freunde, der Holunderbaum
blĂŒht in totem Mauerwerk,
schön und lieblich anzuschaun,
wenn da dieses Schild nicht wÀr':

Vorsicht, Mine!
Nicht betreten!
Vorsicht, Mine!
Lebensgefahr!
Refr.: Zwischen Krieg und Frieden liegt ein langer, langer Weg.
Wer ihn geht, braucht langen Atem und braucht Zeit.
Zwischen Krieg und Frieden liegt ein langer Weg.
Zwischen Krieg und Frieden liegt ein langer Weg.
2. SĂŒĂŸlicher Akazienduft,
der Wald ein grĂŒnes BlĂ€ttermeer,
Vogelstimmen in der Luft -
wenn da dieses Schild nicht wÀr':

Vorsicht, Mine!
Nicht betreten!
Vorsicht, Mine!
Lebensgefahr!
3. Leben kehrt ins Dorf zurĂŒck,
Kinder laufen hin und her:
Fast vom Paradies ein StĂŒck,
wenn da dieses Schild nicht wÀr':

Vorsicht, Mine!
Nicht betreten!
Vorsicht, Mine!
Lebensgefahr!

 

Dieses Lied findest du in folgenden Medien:

Liederbuch "Ein Gott mit vielen Namen"