Biblische Figuren

Biblische Figuren / Erzählfiguren РUrsprung und Idee

Die Arbeit mit Biblischen Figuren nahm in den 1960er-Jahren in der Schweiz (Schwarzenberg, Kanton Luzern) ihren Anfang und gewinnt seit ca. 2000 auch in √Ėsterreich zunehmend an Bekanntheit.
Die urspr√ľngliche Idee, Krippenfiguren zu schaffen, wurde in der Zwischenzeit weiterentwickelt. Nicht nur die Weihnachtsgeschichte, sondern vielf√§ltigste biblische Erz√§hlungen lassen sich mit diesen Figuren darstellen und gestalten.

Ermöglicht wird das durch ihre Beweglichkeit und Standfestigkeit, wodurch sie verschiedene Körperhaltungen einnehmen und Stimmungen sichtbar machen können.

Biblische Erzählungen sind vielfach Geschichten von Beziehungen Рder Menschen untereinander und zu Gott. Das Arbeiten mit Biblischen Figuren ermöglicht das Sichtbarmachen von solchen Beziehungen.

Es tut uns sicher gut, nicht nur √ľber den Kopf Zug√§nge zu den Zeugnissen der ganzen Heilsgeschichte zu suchen, sondern auch mit Leib und Seele.

Zum Einsatz kommen können die Figuren im persönlichen Gebrauch zu Hause (auch als Weihnachtskrippe), im Religionsunterricht, in der Behindertenarbeit, bei Kindergottesdiensten, in Bibelkreisen, in der Erwachsenenbildung usw.

Aufbau und Herstellung

Die Figuren sind ca. 30 cm gro√ü und beweglich, da sie als Grundger√ľst eine Sisalschnur mit Drahtkern beinhalten und mit Bleif√ľ√üen ausgestattet sind, die ihre Standfestigkeit bewirken. Gesichter und H√§nde (aus Holzmasse modelliert) sind nur angedeutet, die Figuren damit nicht festgelegt auf einen bestimmten Gesichtsausdruck. Dennoch scheinen sie beredter und ausdrucksst√§rker als so manche “realistischere” Nachbildung. Stimmungen und Gef√ľhle werden als “K√∂rpersprache” haupts√§chlich √ľber die Haltung vermittelt.

Bei den Werktagen zur Herstellung dieser Figuren wird nach dem K√∂rperaufbau ein wesentliches Augenmerk auf die Ausf√ľhrung der Kleidung gelegt: sie besteht aus Naturfasern (Leinen, Wolle, Baumwolle) in gedeckten Farben, einf√§rbig oder gestreift, entsprechend den textilen M√∂glichkeiten in biblischer Zeit. Verschiedenste Lammfelle werden f√ľr die Haare verwendet. Schuhe aus Leder, Kopft√ľcher und Turbane vervollst√§ndigen den individuellen Charakter jeder einzelnen Figur.

Ablauf eines Kurses

Den Inhalt eines mehrt√§gigen Kurses (mindestens 2¬Ĺ Tage) bildet nicht nur die Herstellung von zwei oder mehr Figuren, sondern auch ihre Handhabung und das Stellen biblischer Szenen mit den erarbeiteten Figuren, sowie die Ein√ľbung verschiedenster K√∂rperhaltungen.

Aufgrund der arbeitsintensiven Herstellungsweise können pro Kurs maximal 12 TeilnehmerInnen angenommen werden. Kurse werden in verschiedenen Bildungshäusern und Pfarren angeboten.

Frau, Mann und Baby z√§hlen zur “Grundausstattung” eines Werkkurses und k√∂nnen auch als Weihnachtskrippe verwendet werden.

Informationen, Bilder und weiterf√ľhrende Links gibt es auch auf der Homepage der Interessensgemeinschaft der √∂sterreichischen Kursleiterinnen: www.biblische-figuren.at