Werkstatt Waltersdorfer

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Liederwerkstatt

Christliche Lieder und Instrumentalmusik

Lebens- und Glaubenslieder

Seit meinem 18. Lebensjahr verfasse ich Neue Geistliche Lieder. Wie ich dazu gekommen bin und was mir dabei inhaltlich wichtig ist, kannst du weiter unten nachlesen.

Auf den Seiten dieser Liederwerkstatt findest du Hintergrundinformationen zu meinen Liedern, einen Überblick über meine bisherigen Veröffentlichungen und aktuelle Projekte, Hörproben und die Texte meiner Lieder.

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Nähere Informationen zu meiner Person findest du hier…

Was mir inhaltlich wichtig ist

Wenn aus Bewegungen der Gedanken und des Herzens Lieder werden

Das Feld neuer religiöser Lieder ist ein sehr buntes und vielfältiges. Für mich ist es sehr naheliegend, dass etwas, das den Menschen in seinen Tiefenschichten berührt und bewegt, zum Singen und Musizieren drängt. Denn Musik und Gesang vermögen Bewegungen der Gedanken und des Herzens oft besser zum Ausdruck zu bringen als bloße Worte (Augustinus: “Wer singt, betet doppelt”).

Damit der Glaube zur Lebenshilfe wird, und nicht bloß dogmatisches Lehrgebäude oder Wiederholung alter Formeln bleibt, muss ich ihn reflektieren und mit meiner Lebenswelt in Einklang bringenkönnen.Das muss für mich auch sprachlich zum Ausdruck kommen. Daher bemühe ich mich auch dort, wo ich auf alte Texte wie die Psalmen zurückgreife, den Text nicht einfach nachzusingen, sondern ihm neue Gestalt und Ausdruck mit eigenen Worten zu geben und verzichte lieber manchmal auf den Reim, wenn ich das Gefühl habe, dass es auf Kosten authentischen Ausdrucks geht.

Spiritualität mit Bodenhaftung

Seit Jahren begleitet mich ein Bild, das zugleich eine der ältesten Selbstdarstellungen des Menschen ist (eine Höhlenzeichnung aus Mali): Der Mensch als Wesen, das breitbeinig mit beiden Füßen fest auf der Erde steht, aber gleich breit auch nach oben zum Himmel geöffnet ist – für mich das Bild des Adam schlechthin: Mensch – Kind des Himmels und der Erde (Darstellung im Bild links: Symbol für die alten Religionen Afrikas beim Friedenszeichen der Religionen im Haus der Stille).

Meine ersten Lieder sind als gesungene Gebete zunächst primär nur für mich selbst entstanden. Doch bald durfte ich die Erfahrung machen, dass auch andere sich und ihre Erfahrungen in diesen Liedern wiederfinden konnten. So sind für mich Lieder mittlerweile ein Weg geworden, mein Unterwegssein mit Gott, meinen Glauben und mein Suchen mit anderen zu teilen.

Dabei gehört das biblische Sprechen von Gott und seinem Mitgehen mit den Menschen zu den inhaltlichen Schwerpunkten vieler meiner Lieder. “Vertrauen” ist für mich zu einem Grundwort meines Glaubens geworden, was sich auch in meinem bisher bekanntesten Lied ausdrückt: Voll Vertrauen gehe ich.

Wie bin ich zum Liederschreiben gekommen?

Im Alter von 15 Jahren erlernte ich zunächst durch einen Basiskurs und in weiterer Folge autodidakt das Begleiten von Liedern auf der Gitarre. In der Folge hatte ich viele Möglichkeiten, Gottesdienste mit Neuen Geistlichen Liedern mitzugestalten. So wurde ich mit dieser Liedform, die ich als viel lebensnäher empfand als die alten Kirchenlieder, sehr vertraut. Bald wurde für mich Singen eine besondere Form des Betens, und ich begann auch eigene Texte zu formulieren.

Mein Noviziatsjahr im Franziskanerorden (1980/81) war eine spirituell sehr fruchtbare Zeit für mich, in der eine Reihe von Liedern entstand. Im Lauf meines Theologiestudiums gewann ich zunehmend auch eine kritische Distanz zu meinen eigenen Texten – und viele meiner frühen Lieder veröffentliche ich heute auch nicht mehr. In dieser Phase entstanden mehr textlose Instrumentalstücke als Lieder, doch riss diese Ader des singenden Betens nie ganz ab.

Wie entsteht ein Lied?

Die Entstehenssituationen einzelner Lieder sind sehr unterschiedlich. Manchmal steht eine Melodie, die ich summe, am Beginn. Wenn ich Gelegenheit habe, diese Melodie aufzuschreiben, ist es gut, sonst ist sie danach meist wieder weg. Wenn ich eine Anregung für einen Text habe, wühle ich in meinen Melodieskizzen und schaue, ob etwas dazu passt. Manchmal stehen ein Gedanke, einige Wortfetzen oder ein ganzer Satz, den ich zu singen versuche, im Raum. Manchmal ist ein Lied in einer Stunde fertig, manchmal ruht ein begonnenes Lied Monate oder Jahre, bis es von selbst weiterfließt. Ich blättere immer wieder einmal in meinen Skizzen und achte darauf, was mich (noch bzw. momentan) anspricht. Manches bleibt auf diese Weise immer Skizze und wird (vielleicht) nie vollendet, manches findet so irgenwann eine Vollendung.

Manche Lieder (oder zumindest die ersten Anregungen) entstehen in der Stille der Meditation, manche unterwegs im Gehen (ob in der Wüste oder beim Milchholen vom Bauern), manche werden angeregt durch eine Predigt oder ein Gebet im Gottesdienst.

Manche Melodieskizze bleibt textlos und wird dann als Instrumentalstück weiterbearbeitet (mehr dazu unter “Different Tunes”). Manches entsteht aber auch bewusst als Instrumentalstück und sollte und wollte nie ein Lied werden.