Apokryphe Max und Moritz-Streiche
Hans und Sebastian nützen jede Gelegenheit, um in alten Kinderreimen zu schwelgen oder selber neue zu schmieden. Neben Christian Morgenstern gehören mittlerweile auch die Streiche von Max und Moritz aus der Feder von Wilhelm Busch zum Standardrepertoire.
Hocherfreut waren darum beide, als sie beim Schiurlaub im Februar 2010 im Gemeindearchiv von Mörtelsdorf im Lungau ein altes Manuskript fanden, das möglicherweise von Wilhelm Busch selbst stammt und einen bisher unbekannten achten Streich der beiden Lausbuben schildert, der im Lungau spielt und deshalb wohl auch hier entstanden ist. Wann und zu welcher Gelegenheit sich Wilhelm Busch im Lungau aufhielt, wird wohl bald die Wilhelm Busch-Forscher auf den Plan rufen. Es kann leicht sein, dass seine Biografien eingestampft und neu geschrieben werden müssen.
Der Schluss des gefunden 8. Streiches legte die Vermutung nahe, dass es möglicherweise noch weitere gibt. Darum beschlossen wir, auch an anderen Orten weiterzuforschen und wurden bei unserem Urlaub im August 2010 erstaunlicherweise auch in Kroatien, in dem kleinen Fischerort Lukovo fündig, wo wir im Archiv der Pfarre auf den neunten Streich stießen. Allerdings lassen gerade in diesem 9. Streich verschiedene Anachronismen und einige Wendungen im Text vermuten, dass es sich nicht um eine Original-Handschrift von Wilhelm Busch, sondern um eine apokryphe Zuschreibung handelt.
Die neu gefundenen Streiche scheinen insofern unvollendet zu sein, als die Bilder zumText fehlen, die Wilhelm Busch ja erst berühmt gemacht haben, sodass er heute als Schöpfer der Comics angesehen wird. Vielleicht tauchen die Bilder dazu ja auch noch auf. Wir laden jedenfalls alle Leser an dieser Stelle herzlich ein, selber nachzuforschen und uns eventuelle Funde zu melden.
Wir werden jedenfalls auch in Zukunft eifrig forschen, den Umtrieben der beiden Lausbuben auf der Spur bleiben und dich, geschätzter Leser und Freund der Reime, auf dem Laufenden halten.
Interessant wird es sicher auch, von der Wiederbelebung der beiden "bösen Buben" zu erfahren, die ja nach dem siebten Streich ein sehr unrühmliches Ende gefunden haben.
Neues von Max und Moritz
Achter StreichDies ist der Wortlaut aus der Mörtelsdorfer Handschrift, die von Hans und Sebastian im Februar 2010 beim Schiurlaub im Lungau entdeckt wurde. Ob es sich tatsächlich um ein Original von Wilhelm Busch handelt, ist bisher nicht restlos geklärt. |
Neunter StreichDieser neue Streich der beiden Lausbuben wurde von Hans und Sebastian im August 2010 im Archiv der Pfarre vom hl. Lukas in Lukovo (Kroatien) gefunden. Allerdings lassen Anachronismen und einige Wendungen in diesem (übrigens erstaunlich langen) Text vermuten, dass es sich nicht um eine Original-Handschrift von Wilhelm Busch, sondern um eine apokryphe Zuschreibung handelt. |
